Natürlich hat jeder beim Anblick der Milliondollarhomepage aufgestöhnt: Warum bin ich nicht draufgekommen? So ne blöde und einfache Idee! Und der Typ ist jetzt sowas von reich!
Dabei gibt es immer noch genug unentdeckte Ideen, die darüber hinaus auch noch wirklich gut sind. Eine davon ist mir gerade auf den Desktop geflattert:
[via]
[Autor: uli]

weshalb sind wir noch nicht reich? warum haben wir keine ideen? weil wir arbeiten müssen? grübel. urlaub nehmen und eine reichmachidee aushecken. oder bei der fahrt am 10. juni! lass uns was ausgrübeln. das können wir doch. da fällt mir ein: noch gar nix geplant dafür. was werden wir machen? wieviel fußball gucken? Ist ja nur noch neun tage hin!
Wobei: Nach allem, was man so hört, ist das Reichwerden schöner als das Reichsein. Wie früher im Wald: Wenn das Lägerle mal gebaut war, wurde es langweilig. Drin wohnen wollten immer nur die Mädchen.
Trotzdem ist die Idee mit der Reichmachideeautofahrt natürlich richtig. Denn schon das Lägerles-Planen verheißt Riesenspaß. Heisa!
Stimmt, das ist wie beim Grimmi-Schreiben. Das ist jetzt steinfade, wo’s fertig ist. Wohingegen (wie beim Reichwerden), als da Text sich auf Text häufte (in Analogie zu den Geldbatzen, die aufs Konto wandern), was hatte man eine Freude. Das Lägerlesmachen war insofern natürlich nur im Sinne des Weges ist das Ziel interessant. Jetzt los, zum 5×5-Kilometer-Team-Staffel durch den Tiergarten rennen.
5×5 km? Erklärung! Und wie war das im übrigen mit Deinen Amokerfahrungen? Näheres bitte bald (möglichst mit Bild)!
[...] Ich rufe also bei der angegebenen Nummer an und erwische auch gleich den richtigen Gesprächspartner. Ja, erklärt dieser, das sei so: Ich müsse noch die Umsatzsteuer bezahlen. – “Hä?”, erwidere ich eloquent. Der Zollbeamte kennt derartige Reaktionen offensichtlich schon und bleibt geduldig. Es handele sich um einen Holzrahmen, der mir aus der Schweiz zugeschickt worden sei und ich müsse dafür nun die Einfuhrumsatzsteuer entrichten. – “Äh …”, nehme ich den Gesprächsfaden wieder auf, “… ein Holzrahmen?” Ich höre mein Gegenüber durchs Telefon nicken. – “Wer schickt mir denn einen Holzrahmen zu?”, überlege ich laut, worauf der Telefonhörer ein Blättern wiedergibt und anschließend die Stimme des Zöllners: Der Absender sei ein gewisser Sala irgendwas. Jetzt endlich macht es klick bei mir: Mein Bild ist da! – “Ja super!”, brülle ich enthusiastisch in den Hörer. “Was muss ich jetzt machen?” Ich möge vorbeikommen, die Rechnung und ausreichend bares Geld mitbringen, lautet der erschrockene Bescheid. [...]
[...] Der startete vor ziemlich genau einem Jahr mit seinem Projekt Onethousandpaintings – ein Projekt, das mir so gut gefiel, dass ich meine eigene Zahlenkunst orderte und auf Umwegen auch erhielt. [...]
[...] Als wir uns fertig wähnten und schon zur Tür schreiten wollten, legte sie aber noch eine letzte Frage nach: “And what is your number?” “???”, antworteten wir wie aus einem Munde, sofern dieses nonverbal überhaupt möglich ist. “Your number?” “The passport number?” “No, your number.” “The ZIP-Code of the city where we live?” “No, your personal number.” “???” “You must have a number. Everyone has a number.” Nachdem wir alle denkbaren Nummern von Telefon-, Auto- und Sozialversicherungsnummern über das Geburtsjahr der Großeltern, den Lieblingslottozahlen und skurillen Bildernummern bis hin zu Schuh-, Unterhosen- und Körbchengröße durchgerattert hatten, blieb am Ende nur beiderseitiges Achselzucken übrig. Schließlich erbarmte sich der männliche Kollege, der dem Dialog lauschend beigesessen hatte, und meinte: “Maybe they don’t have a number.” Das fand die Polizistin zwar äußerst skurril, gab dann aber die Nummernfragerei auf. Sie markierte auf ihrem Papier ein Nichts und entließ uns mit einem freundlichen Gruß sowie einem bedauernden Kopfschütteln. Die restlichen Tage, die wir in der Stadt verbrachten, waren begleitet von vorbeifahrenden Polizeifahrzeugen mit freundlich grüßenden, aber kopfschüttelnden Insassen. Wir fühlten uns wie dunkelhäutige, behinderte, lesbische, schrumpelige Babymuränen, auf die minderjährige, picklige Tauchanfänger höhnisch mit dem Finger zeigten. Wir waren Nichts. [...]