Nichts da!

Heute ist ein Tag, den es eigentlich nicht gibt. Zumindest in drei von vier Fällen. Schalttag also. Welcher Termin wäre besser geeignet, als ein „richtungsweisendes“ und „vor Witz, Klugheit und Einfallsreichtum“ (Selbstaussagen der Autoren) nur so schäumendes Fass voller Nichts zu öffnen?

Fast nichts ueber das NichtsDie Rede ist von „FAST NICHTS ÜBER DAS NICHTS“, einem „Scheitern in Briefen“, wie der Untertitel des Buches es treffend beschreibt. In jahrelanger Arbeit mühsam zusammengepuzzelt ist darin der abseitige Briefwechsel zweier ungleicher Freunde versammelt, deren Nichts-Faszination eines Tages in einem Bestseller voller Nichts-Listen (Schott! Ankowitsch!) ihre Erfüllung finden soll. Müßig zu erläutern, dass daraus nichts wird. Oder doch fast nichts.

Denn der zunächst verloren gegangene Schatz wurde von uns gehoben. Wer sich ins Land des Nichts traut, darf eine Leseprobe nehmen. Und wer sich davon nicht abschrecken lässt, den können wir nicht daran hindern, das Werk auch käuflich zu erwerben. Doch das ist noch nicht alles.

Denn Peter und Paul – so heißen die beiden Protagonisten des Scheiterns – wissen gar nichts davon, dass ihr Briefwechsel Literatur wurde. Vor Jahr und Tag verloren sie sich im Nichts, um sich erst kürzlich wieder im Internet zu begegnen. Diesmal sind sie schlauer, vertrauen nicht dem Papier, sondern setzen auf den digitalen Puls der Zeit und treiben ihr nichtsnutziges Tun im Hier und Jetzt – im Nichtsblog (wie jedes Blog von unten nach oben zu lesen!).

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Wir stehen staunend daneben und lassen alles geschehen. Was könnten wir auch dagegen tun? Nichts!

14 Kommentare zu „Nichts da!“

  1. uli sagt:

    Und der Sonderpreis für “Super geraten” geht an Ecki. Du kriegst Nichts (schick mir mal deine Postadresse per E-Mail).

  2. Ecki sagt:

    Danke für Nichts! Die Adresse schicke ich dir gleich zu.

  3. [...] Seit heute gibt es Nichts. “Fast nichts über Nichts” greift den Briefwechsel zweier Freunde auf, die sich aus den Augen verloren haben und nun durch briefe im Dialog bleiben wollen. Geschrieben wurde das Buch von Ulrich Eder (vom Dia-Blog) und Wolfgang Brenner. Da ich ein Exemplar gewonnen, aber noch nicht erhalten habe, gibt es erst in Kürze mehr über Nichts. So lange könnt ihr es aber ruhig schon mal anlesen (.pdf). [...]

  4. juf sagt:

    Ihr müsst jetzt sehr stark sein: Ich habe Nichts gelesen. Und Etwas gefunden.

  5. uli sagt:

    nämlich?

  6. juf sagt:

    ich sag Nichts

  7. uli sagt:

    Das ist Etwas … wenig.

  8. [...] Ohne ein einziges Wortspiel – ihr wisst, wie schwer mir das fällt – verweise ich auf das “Nichts“, das Buch “Fast nichts über das Nichts” und den Film den dazugehörigen Nichtsblog. [...]

  9. Ohne sagt:

    warum keiner nichts gewusst hat, niemand nichts gesagt, nicht einmal ein nichtiges Wörtchen … geheimes gekrämer! darauf schaumwein und leberwurst!

  10. bosch sagt:

    Der passende Soundtrack dazu ist auch schon geschrieben: Die wunderbaren Erdmöbel singen das “Lied über gar nichts”:

    http://www.erdmoebel.de/hoeren.html

    (auf “Für die nicht wissen wie”, Track 3)

  11. uli sagt:

    Danke für den Tipp – hatten wir noch nicht (wie noch vieles über nichts). Das müssen wir Peter und Paul gelegentlich mal aufs Butterbrot schmieren …

  12. [...] Selbstverständlich waren wir vorbereitet auf den Hype um unser neues Buch. Schließlich hatten wir mit aller Macht vergebens versucht, ihn loszutreten. Von der Neuen Zürcher Zeitung über das Handelsblatt bis hin zu Vanity Fair – alle wurden sie mit nichts bestückt. Und alle fielen darauf rein, indem sie prompt nichts schrieben: Leitartikel – Nichts, Internationale Politik: Nichts, Feuilleton: Nichts, selbst Buchbesprechungen und Behindertensport: Nichts. [...]

  13. [...] Wenn ich dem Dia-Blog glaube, dann gibt es Peter und mich gar nicht. Ich wurde erfunden als Figur in einem Buch und existiere nur im Denken und Handeln eines anderen, heiße er jetzt Eder oder Brenner. Selbst diese Zeilen schreibe ich nicht selber, sondern jemand anderes tut es für mich. [...]

  14. [...] Da der eine oder die andere die Präsentation unseres neuen Buches (jaha, es gibt mehrere) verpasst haben dürfte, weil sie an einem Tag stattfand, den es gar nicht gibt, haben wir uns entschlossen, sie einfach zu wiederholen – diesmal aber im richtigen, prallen Leben. [...]

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