Homöopathieologisch

Lustig und traurig zugleich: Johnny Haeusler bemängelt in einem lesenswerten Beitrag auf Spreeblick, dass die aktuelle Homöopathie-Diskussion die eigentlich notwendige Debatte über die Mängel im Gesundheitssystem überdeckt. Denn, so Johnny,

“im Zusammenhang mit einer Gesundheitsreform liegen die wirklichen Kostenfaktoren sicher nicht im sprichwörtlichen homöopathischen Bereich. Wer sich in diesem Rahmen auf eine Anti-Homöopathie-Debatte einlässt, tut meiner Meinung nach genau das, was er anderen vorwirft: Er schluckt Placebos.”

Und was passiert? 200 Kommentare überschlagen sich mit Pros und Contras zum Thema Homöopathie.
Eine bittere Pille.

[Autor: uli]

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2 Kommentare zu „Homöopathieologisch“

  1. fred sagt:

    Natürlich ist das eine Scheindebatte, aber…

    Quatsch, Spaß. Ich durchschaue die Debatte, aber da hab ich endlich mal ne Überzeugung zu was, dann muss ich sie natürlich auch loswerden!

    Und derweil machen Pläne die Runde, jeden Arztbesuch mit einer Paxisgebühr von 10 Euro zu bestrafen. Naja, muss man halt nicht mehr so lang warten beim Arzt, weil dann die ganzen Hartzer zu Hause bleiben. Darüber regen wir uns also lieber nicht allzusehr auf, hat nämlich doch was für sich (sprich: für uns).

  2. Sven sagt:

    Lustigerweise kommt das Thema ja aus England, wo die Kosten für die verdünnten Mittelchen schon einen eklatanten Betrag im Gesundheitssystem ausmachen.

    Warum in Deutschland, wo die Kosten noch deutlich unter 1% liegen, so scharf diskutiert wird bleibt unerklärlich. Aber anscheinend regt man sich lieber wegen 1% auf, anstatt Lösungen für die restlichen 99% zu finden.

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