Archiv für die Kategorie „Diapositiv“

Schur Fitz (Nachschlag)

Donnerstag, 25. Februar 2010

Die Bilder von @lana74 sind jetzt online. Toll.

Wer unsere Texte, die für die Lesung gestrafft wurden, im Original (und gelegentlich auch bebildert) nachlesen möchte, kann dies hier tun:

[Dieser Beitrag geht auf eine Initiative des Herrn Fitz zurück.]

Schur Fitz

Mittwoch, 24. Februar 2010

Wenn das Konzept irgendwann nicht mehr funktioniert, kann man mit diesem Namen immerhin noch einen Friseurladen eröffnen. Bisher sind die Prenzelberger aber noch sicher vor der Fitzschen Schere, denn auch der fünfte Jour Fitz war pratzelvoll und das Publikum vergnügt und trinkfest. Wir durften dies am Montag von der Lesebühne aus beobachten:

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Das Aufkommen an Twitterern war so hoch, dass ich fürchte, mein Hausarzt wird berühmt, weil er an mir das erste Auftreten des bis dato unbekannten iPhone-Krebses nachweisen wird. Eine Aufzählung der anwesenden Hashtag-Legenden würde unser Blog sprengen. Daher hier nur ein kleiner Nachklapp in Gestalt einiger Tweets, die unser Herz erwärmten:

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Sehr viel bessere Bilder als wir machte übrigens @thomasmaier_, der die Vortragenden dankenswerterweise porträtierte. Wir warten außerdem noch gespannt auf die angekündigten Bilder von @lana74.

PS: Das Instrument heißt Mandoline, nicht Ukulele, wie der Herr Fitz zu betonen nicht müde wurde.

Nachschlag:
Die stimmungsvollen Bilder von @lana74 sind jetzt online. Toll.

Blost

Donnerstag, 14. Januar 2010

blutpost

Bildunterschrift gesucht (Nr. 18)

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Hundloewe

Geschichtenerzähler

Montag, 12. Oktober 2009

[via Presurfer]

Carmen, Praktikantin bei Mode&Preis

Montag, 27. Juli 2009

Liebe Carmen,

ich nehme an, deine erste Woche als Praktikantin bei der Mode&Preis Versandhandels GmbH in Lörrach war ganz schön aufregend: Du arbeitest jetzt bei einer richtigen Modefirma! Gleich am ersten Tag hast du einen eigenen Computer gekriegt, und dein Chef, der ein ausgefuchster Internet-Crack ist, hat dir erklärt, wie du den Ruf deiner Firma im Internet mehren kannst. Zwei wesentliche Dinge hast du dabei gelernt: Links von Blogs verbessern das Google-Ranking deines Arbeitgebers. Und schmeichelhafte Kommentare werden in Blogs gerne durchgewunken. So hast du dich vor deinen hübschen Computer gesetzt und damit begonnen, die Blogosphäre mit deinen Kommentaren zu versehen.

Als du bei uns gelandet bist, hast du gleich meinen tollen Beitrag über Hosenstaub aus dem Jahr 2007 gefunden und dazu folgenden eloquenten Kommentar abgelassen, garniert mit der Internet-Adresse der Mode&Preis Versandhandels GmbH in Lörrach:

Mode&Preis Versandhandels GmbH Kommentarspam 1

Dann hast du dich rückwärts durch unser ganzes Blog gelesen, bis ein Beitrag aus dem Jahr 2006 dein Interesse fand. Denn darin ging es um Kommentarspam. Deinen besänftigenden Kommentar dazu versahst du ebenfalls mit der Internetadresse der Mode&Preis Versandhandels GmbH in Lörrach:

Mode&Preis Versandhandels GmbH Kommentarspam 2

Demnächst, liebe Carmen, wird der Chef deines Chefs, wenn er mal wieder nach seiner Mode&Preis Versandhandels GmbH in Lörrach egogoogelt, diesen Beitrag hier finden. Anschließend wird er deinem Chef den Kopf abreißen.

PS: Die Links zur Mode&Preis Versandhandels GmbH in Lörrach habe ich aus Versehen gelöscht. Hoppla.

Kino in der Liste (42)

Donnerstag, 25. Juni 2009

Flash of Genius (USA 08)

Böse Ford-Menschen (rechts) mit skeptischem Blick auf Hallodri-Professor und dessen revolutionäre Erfindung: den Intervall-Scheibenwischer.

Böse Ford-Menschen (rechts) mit skeptischem Blick auf Hallodri-Professor und dessen Erfindung.

  • Plot in a nutshell: Mann erfindet etwas, Mann wird übers Ohr gehauen, Mann zieht vor Gericht.
  • Unglaublich aber wahr: ein Film über einen Scheibenwischer.
  • “Gerechtigkeit widerfahre dem kleinen Man” - Regisseur Marc Abraham singt hier das Hollywood-Credo in höchsten Tönen.
  • Seine Verfilmung dieses Stoffs “nach einer wahren Begebenheit” ist nicht schlecht gemacht, aber so grau wie Kommisbrot.
  • Da mag der Professor und Hobbyerfinder Robert Kearns noch so mit einem Zug unliebenswürdigen Starrsinns gezeichnet sein.
  • Wie er von Ford, Chrysler und dem Rest der Automafia über den Tisch gezogen wird und dann ein dutzend Jahre verbissen prozessiert, ist drögste Justizdramaware.
  • Was hinten bei rauskommt ist von vorneherein klar.
  • Die 120 Minuten dazwischen sind blöderweise spektakulär einfallslos gefüllt.
  • Fazit: Kino für Menschen, deren Lieblingssendung das Testbild war.
  • kidl42

Ratter

Samstag, 20. Juni 2009

Seit 2.7 mag ich Wordpress noch mehr als zuvor. Es ist nicht nur viel übersichtlicher geworden, sondern enthält auch so manches liebevolle Detail. Eins davon ist die onomatopoetische Meldung während des Uploads von Dateien:

ratter

Kino in der Liste (40)

Donnerstag, 28. Mai 2009

Aaaaah, Maedels!

Aaaaah, Maedels!


Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen (Ghosts of girlfriends past USA 09)

  • Plot in a nutshell: Skrupelloser Frauenheld Connor wird am Vorabend der Hochzeit seines Bruders von drei Geistern in die Mangel genommen und tataaaaa, Überraschung: Er kriegt seine Jugendliebe.
  • Das Scrooge-Schema mal wieder.
  • Sprich: Läuterung eines Schufts durch Schock-Konfrontation nach dem Vorbild der hinlänglich bekannten Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens.
  • Das hat Bill Murray auch schon mal gemacht.
  • Ähnlich kompromisslos geht auch Mark Waters Inszenierung los.
  • Mit einem spektakulären Michael Douglas als Reiseführer durchs Geisterreich.
  • Weil das aber als “romantische Komödie” angelegt ist, kommt es, wie es muss.
  • Die Hollywood-Baiser-Maschine wird angeworfen und spuckt einen spektakulär faden Schluss aus.
  • Nämlich genau den, der schon immer an solche Filme hingeklebt wurde.
  • Sprich: Schürzenjäger, bleib bei deiner Jugendfreundin Jenny!
  • Fazit: Anfangs respektlos freche Komödie mit finalem Romantik-GAU.
  • kidl40
    Anm.: Der Artsyfartsy-Faktor beträgt tatsächlich 8, aber nicht für Studio-Gefuddel, sondern für das unfassbare Zeitreise-Gefährt in Form eines schmiedeeisernen Bettes.

Unfall-Zeugenaussage

Donnerstag, 18. September 2008

An die
Kreispolizeibehörde Dingenskirchen*
Verkehrskommissariat Schlingenthal*
Am Markt 12
54321 Schlingenthal

Aktenzeichen 123456-654321-08/1*

Schriftliche Äußerung als Zeuge

18.9.2008


Sehr geehrte(r) Herr oder Frau Bengel*,

besten Dank für Ihr Schreiben vom 9.9.2008, das ich nach der Rückkehr aus unserem Eifelurlaub im Briefkasten vorfand.

Nämlich hatte ich schier gar vergessen, neulich Zeuge jener von Ihnen angesprochenen “fahrlässigen Körperverletzung bei Verkehrsunfall (Par. 229 StGB)” geworden zu sein, und wähnte ich doch schon ausreichend Zeugnis erbracht zu haben, indem ich dem freundlichen Polizeibeamten vor Ort den Sachverhalt aus meiner Sicht schilderte. Gleichwohl verstehe ich Ihr Begehren, dem mündlichen Vortrag nun einen schriftlichen folgen zu lassen, ist das geschriebene Wort doch weniger flüchtig denn das gesprochene. Nun denn.

Mit dem beschuldigten resp. betroffenen Verkehrsteilnehmer Egon Hiestermann* bin und war ich weder verheiratet, noch in Lebenspartnerschaft lebend, geschieden, in der Seitenlinie bis zum dritten Grad verwandt oder bis zum zweiten Grad verschwägert, bin und war mit ihm nicht verlobt und kein Versprechen eingegangen, eine Lebenspartnerschaft zu begründen. Ich habe derlei auch nicht vor, bin jedoch regelrecht erstaunt, auf wie viele Arten man in den Genuss eines Zeugnisverweigerungsgerecht geraten kann. Von letzterem darf ich demzufolge, möchte aber auch gar keinen Gebrauch machen.

Zur Sache äußere ich mich wie folgt: Wir waren auf dem Weg von unserem Urlaubsort Berlingen zu unserem Ausflugsziel Vogelsang, wo, wie Sie vielleicht wissen, diese Naziburg steht, die wir zu umwandern gedachten. Wir waren zugegebenermaßen etwas spät dran (mit einem Kleinkind kommt man anscheinend immer später weg als man sich vornahm) und hatten uns zudem, soweit ich mich erinnern kann, in der Gegend der von Ihnen so genau beschriebenen Szenerie regelrecht verfranst, vielleicht auch verfranzt, da möchte ich mich jetzt nicht festlegen. Im Nachhinein sind wir darüber geradezu dankbar, denn hätten wir die Unfallstelle zehn Sekunden früher passiert, wäre uns passiert, was unserem Vorausfahrer jetzt passierte, dann nämlich hätte der oben genannte Verkehrsteilnehmer womöglich unser Fahrzeug gerammt.

Und damit sind wir auch schon beim Kern der Sache, dem ich gerne noch eine Zeichnung beifügen möchte: Das vor uns fahrende Fahrzeug, dessen Typ und/oder Kfz-Kennzeichen ich mir nun wirklich nicht gemerkt habe (Im Nachhinein fiel mir ein, es wäre vielleicht praktisch gewesen, eine fotografische Aufnahme des Geschehens zu machen. Leider war mir dieser Gedanke zum fraglichen Unfallzeitpunkt nicht ins Gedächtnis getreten, sonst könnte ich jetzt mit Detailwissen glänzen. Aber ich denke doch, davon ausgehen zu können, dass einer Ihrer Kollegen daran gedacht hat. Es gibt ja heute diese praktischen Digitalkameras, auf denen das Ergebnis - pardauz! - im Nu zu sehen ist. Ich hoffe, jener Kollege - oder jene Kollegin - führte eine solche mit sich.) - ich beschrifte es mit “G” für “Geschädigter” -, fuhr in gemäßigtem Tempo und völlig verkehrsgerecht geradewegs über die Kreuzung, die schon Sekundenbruchteile später zu einer Unfallkreuzung sich wandeln sollte. Der oben erwähnte Beschuldigte resp. Betroffene Egon Hiestermann (ich vermute mal, dass es sich um ihn handelte, denn der in Kürze sich vorschriftswidrig verhaltend werdende Verkehrsteilnehmer - ich beschrifte sein Fahrzeug mit “S” für “Schädiger” - war meiner Schätzung nach etwa Mitte siebzig, wobei ich Ihrem Schreiben und dem dort enthaltenen Geburtsdatum des Egon Hiestermann entnehme, dass dieser sogar schon über 80 Jahre alt sein muss, sich demzufolge gut gehalten hat) stand wartend auf der Gegenfahrbahn, ganz offensichtlich mit der Intention, nach links abzubiegen. Ob er dazu seinen entsprechenden Fahrtrichtungsanzeiger betätigt hatte oder nicht, kann ich nicht sagen, weil ich nicht darauf geachtet hatte; man weiß ja nie im Vorhinein, welche Details einer Alltagssituation dereinst wichtig werden könnten.

Unfallskizze

Sie können sich meinen Schreck vorstellen, als der S ebendies (nämlich Linksabbiegen) tat, obwohl der G ihn genau zu diesem Zeitpunkt passieren wollte. In der Folge der Kollision wurde das Fahrzeug des G um eine von mir nicht näher bestimmbare Differenzdistanz nach rechts versetzt und ein dem Geschehen adäquates Unfallgeräusch vernehmbar. Ich würde es etwa mit “Rums” wiedergeben wollen, zu dem sie sich zusätzlich das Splittern eines Fahrtrichtungsanzeigers vorstellen möchten.

Da ich ebenfalls verkehrsgerecht und mit mehr als ausreichendem Sicherheitsabstand hinter dem G herfuhr, gelang es mir, mein Fahrzeug (ich habe es hier mit “Z” wie “Zeuge” beschriftet) ohne Probleme rechtzeitig zum Stillstand zu bringen und im folgenden Verlauf der Geschichte durch das Aufstellen eines Warndreiecks meinen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass nicht weitere Fahrzeuge und/oder Menschen zu Schaden kamen. Ich möchte darauf aber nicht im Detail eingehen, weil sich daraus keine weiteren sachdienlichen Hinweise auf den eigentlichen Unfall entnehmen lassen dürften.

Soweit zum Unfallgeschehen. Ich möchte Ihnen des Weiteren mitteilen, dass ich dem G eine gute Besserung wünsche (was Sie vielleicht ausrichten könnten, aber nur wenn Sie ihn ohnehin sehen, weitere Bemühungen möchte ich Ihnen wirklich nicht zumuten), denn meiner Erinnerung nach hatte er oder sein Beifahrer sich an der Schulter verletzt. Erstaunt war ich allerdings, dass nach meiner Zählung mindestens drei Sanitäts- und zwei Polizeifahrzeuge sich an der Unfallstelle tummelten oder wie man das korrekt ausdrücken möchte. Mein erster Gedanke galt dabei spontan den Steuergeldern, die ich hier über Gebühr ausgegeben sah. Im Nachhinein gelangte ich aber zu der Überzeugung, dass mir - sollte ich selbst einmal in der Lage des G sein - gewiss daran läge, lieber ein Fahrzeug zu viel als eines zu wenig angefahren kommen zu sehen. Ich bitte Sie daher, meinen ersten Gedanken nicht zur Kenntnis zu nehmen und dementsprechend zu streichen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen dahingehend behilflich sein, dass nun keine weiteren Fragen mehr offen sind, bin aber gerne bereit, bei deren Auftauchen erneut in die Bresche zu springen. Sie werden mich (oder meinen Briefkasten) gewiss auch ein zweites Mal zu Hause antreffen.

Mit freundlichen Grüßen in die schöne Eifel
Z

PS: Ich sehe gerade, indem ich den eben von mir verfassten Text noch einmal Korrektur lese, dass er mir ein wenig blumig geraten ist. Dies entspricht nicht seiner intendierten Funktion. Daher füge ich vorsichtshalber folgenden etwas kürzeren und - wie ich hoffe - sachgerechteren bei:

Der Schädiger (S) fuhr dem Geschädigten (G) beim Linksabbiegen in die Seite. Ich konnte die Szene gut beobachten, weil ich (Z) in einigem Abstand hinter dem Geschädigten herfuhr.

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* Für die Veröffentlichung in diesem Blog wurden alle Originalnamen, -orte und -aktenzeichen geändert.