
Könnte zugegebenermaßen auch in der Reihe “Famous Last Pictures” veröffentlicht werden.
[In der Bagofnothing gefunden.]

Könnte zugegebenermaßen auch in der Reihe “Famous Last Pictures” veröffentlicht werden.
[In der Bagofnothing gefunden.]

Schwer diesmal, ich weiß. Dafür selbstgeknipst. Kreative Freelancer vortreten! (Und: Ja, es handelt sich exakt um diese Straße.)

[Unverlangt eingesendetes Meisterfoto. Evtl. verletzte Bildrechte bitte hier melden!]
Wir können nichts tun? Wir können Nichts tun.
Weitere Informationen bei Robert Basic und free-burma.org.

Schon wieder ein unverlangt eingesendetes Bild. Schon wieder mit unbekannten Bildrechten. Eventuelle Bildurheberrechtsverletzungen bitte zügich melden, Marion!
Mit eurer Hilfe und der des “Visited Countries“-Projekts. Ich habe schon mal angefangen und bramarbasiere mit folgenden Ländern:

Brunei, Bangladesh, Thailand und Vereinigte Arabische Emirate sind natürlich nicht ganz korrekt, weil nur Zwischenlandestationen nach Nepal, Australien und Neuseeland. Trotzdem war ich dort. Das gilt.
Und jetzt geht hin in alle Welt, macht euch auch so eine Karte und schickt Sie mir samt den Namen der bereisten Länder. Ich stelle dann alle Karten zusammen und eine gemeinsame Karte dazu. Vielleicht schaffen wir’s gemeinsam, die ganze Welt bereist zu haben? (Ok, Tonga wird vielleicht schwierig. Die niederländischen Antillen wahrscheinlich auch. Dafür haben wir mit Grönland schon ganz schön viel Fläche.)
[bei der Frau Bauer entdeckt]
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1. wog behauptet (dabei weiß ich aus sicherer Quelle, dass er mindestens mal in Bayern war), gar nirgends gewesen zu sein. Das ändert am gemeinsamen Gesamtbild gar nichts.
2. Guybrush war tüchtig in Osteuropa unterwegs und beschert uns mit Tunesien das erste afrikanische Land. Addiert mit dem Anfangsbild erhalten wir damit folgende Weltkarte:

3. MaloXP steuert etliche schon gehabte Länder und verwandtschaftlichkeitshalber Burma (= Birma oder Myanmar) bei. Und schon haben wir noch eins mehr auf unserer gemeinsamen Karte:

4. wog hat nach massivem Druck zugegeben, doch schon mal im Ausland gewesen zu sein. Die Ausbeute ist Mexiko, USA und Portugal:

5. Björn ist mit Irland und Ecuador dabei, hat aber noch mehr Länder auf der Bramarbasierpfanne. Und schon ist das erste südamerikanische Land auf der Gemeinschaftskarte:

6. Emma L. gibt uns die Philippinen, Singapur und Bulgarien dazu:

7. Björn hat den weißen Fleck auf dem Heiligen Stuhl entdeckt und rot angemalt:

Medizinisch gesehen sind neben Dia-Abenden wahrscheinlich Babybilder der wichtigste Auslöser von Augenkrebs. Und von langjährigen Fehden im Verwandtschaftskreis. Umso mehr freut man sich dann über die wirklich gelungenen Aufnahmen, die einen gelegentlich ereilen. Und manchmal ist man sogar sprachlos.
Im vorliegenden Bild erleidet meine australische Schwippnichte mutmaßlich gerade einen gelb-schwarzen Kulturschock. Könntet ihr bitte, während wir uns hier wegschmeißen, so freundlich sein, übers Wochenende ein paar angemessene Bildunterschriften beizusteuern? Preise gibt es diesmal keine.


Und dies ist unser zweites Wichtelgeschenk von Hollemanns Blogwichteln. Vielen Dank dem unbekannten kleinen Blogwichtel der uns einen sehr persönlichen Beitrag gebastelt hat und wünscht, dass wir uns “weder eine Diatribe anhören” müssen, noch uns “mit Diarrhö oder Diabetes das Weihnachtsfest verhagelt wird”. Wir geben uns Mühe.
Diaphan scheint die Herbstwinterwelt
in der zu viel Regen und zu wenig Schnee fällt
vieles ist grau, doch manches ist bunt
so auch so mancher Bildschirmfund.
Diagonal zum eigenen Gemüt
sehen andere, was man selbst nicht sieht
Tragen schöne Worte und Bilder an
mal rabiat, mal filigran
Diamant, ein schöner Edelstein,
könnte die Bezeichnung für dieses Schreibwerk sein
man schaut ihn an, von Tag zu Tag
und stellt fest, dass man es gerne mag.
Diatonisch, in Dur und mal in Moll
hau’n die Zeilen dem Leser Kopf und Seele voll
und immer wieder ein Schmunzeln, dann ein Lachen
eine liebevolle Sammlung so wunderschöner Sachen.
Diaspora, eine intellektuelle Minderheit,
viel zu viele Bytesverschwender sonst hier weit und breit
mit diesem Kunstwerk tritt man gern in den Dialog
wirklich lesenswert: das charmante Dia-Blog.
Teil vier der Grönlandia beschäftigt sich mit der grönländischen Geschichte (die ganz schön alt ist), dem grönländischen Staat (den es irgendwie gar nicht gibt) und grönländischen Nummern (zu denen wir eine Frage an den geneigten Leser haben).
Dass die größte Insel der Welt ziemlich leer ist, wissen wir schon. Ziemlich kalt aber auch. So kalt, dass lange Zeit überhaupt niemand da wohnen wollte. Erst vor etwa 4.500 Jahren kamen die ersten Amis ins Land, die damals natürlich noch nicht so hießen. Sie waren ihrerseits 500 Jahre vorher aus Russland gekommen, waren also eigentlich Russen (wenn das der Herr Bush wüsste!). Aber auch die hießen damals noch nicht so.
Auf jeden Fall waren es Eskimos. Das wiederum sagt man heute nicht mehr, weil “Eskimo” anscheinend ein Schimpfwort der Indianer für die Eskimos ist und “Rohfleischesser” bedeutet. Indianer sagt man aber auch nicht mehr, sondern “indigene Völker Nordamerikas”. Und die Eskimos heißen heute “Inuit”, was so viel heißt wie “Menschen”. Es ist alles viel schwieriger geworden seit der Zeit, als Winnetou in Dresden vorbeischaute, um seinen Freund Scharlih zu besuchen.
Wie auch immer: Die Russen Amis Inuit, die sich damals in der Gegend der Diskobucht niederließen (ich spare mir jetzt den Witz mit der Russendisko), nennt man heute “Saqqaq-Kultur”. Die indigenen Völker, Amis, Inuit, Eskimos, Russen, Indianer und alle Wie-auch-immer-sie-heißen, die in den Jahrtausenden danach von Kanada nach Grönland kamen, erhielten weitere interessante wissenschaftliche Namen wie “Independece-I-” und “Independece-II-”, “Dorset-” oder “Thule-Kultur”.
Erst dreieinhalbtausend Jahre nach den ersten Einwanderern aus Kanada wurde die wahrlich nicht kleine Insel von den Europäern entdeckt. Und vor genau 1.024 Jahren kamen Wicki und die starken Männer Erik der Rote und seine Gefolgsleute aus Island hierher (das Bild zeigt typähnliche Wikinger, nicht aber Herrn Rote persönlich). Weil die Insel ziemlich leer war (wir hatten das Thema schon), sie sich etwas einsam fühlten und zu wenige Weiber vorhanden waren, verfielen sie auf den Gedanken, noch weitere Siedler (und Weiber!) herzuholen. Damit die anderen Siedler (und die Weiber!) das auch für eine gute Idee hielten, dachten sie sich, dass es clever wäre, die Insel “Graenland” zu nennen. Das bedeutete auf nordmännisch “Grünland” und darauf standen die Bauern ziemlich, weil sie hier ihre Schafe (und die Weiber!) weiden lassen konnten. Dieser Marketingkniff wird bis zum heutigen Tage angewandt.
Aus “Grünland” wurde “Grönland” und in seiner weiteren Geschichte wurden die Wikinger christianisiert (ein merkwürdiger Vorgang, der auf eine Begebenheit östlich des Mittelmeers 1.000 Jahre vorher zurückzuführen ist und mit den Wikingern eigentlich überhaupt nichts zu tun hatte), entdeckten ihrerseits Nordamerika zurück, verloren dann den Kontakt zu Europa und wurden schließlich von den Eskimos Inuit ausgerottet.
Nur ein paar hundert Jahre später, nämlich 1721, entdeckten die Europäer Grönland schon wieder. Und blieben diesmal länger. Zum einen, weil der norwegisch-dänische Missionar Hans Egede (hier mit Schmidt Krause) es ziemlich blöd von den Inuit fand, dass sie die Sache östlich des Mittelmeers schon wieder vergessen hatten, und sich damit beschäftigte, sie diesmal besser zu christianisieren. Was ihm dank seiner Übersetzungskünste (“unseren täglichen Seehund gib uns heute”) auch ganz gut gelang. Zum anderen, weil es vor der grönländischen Küste lecker Wal gab. Denn weil schon damals Öl die Welt regierte, erschien es opportun, hie und da eine kleine Walfangstation zu bauen. Von da an traten sich Engländer, Holländer, Deutsche, Amerikaner, Norweger, Dänen und andere Walfangbegeisterte in Grönland auf die Hacken. Erst nachdem sie so viele Wale totgemacht hatten, dass sich das Hinfahren nicht mehr lohnte, verschwanden die Walfans wieder. Bis auf die Norweger und Dänen – wahrscheinlich, weil sie die Kälte schon gewohnt waren. Nachdem sich auch die beiden ehemaligen Wikingerkollegen ein Weilchen gestritten hatten, verzogen sich die verschnupften Norweger und überließen den Dänen die Insel endgültig. Das war 1933.
So kennen wir das aus dem Erdkundeunterricht: oben links diese weiße Insel, die im oberen Teil Richtung Nordpol abknickt und auf der wir beim ersten Mal erstaunt lesen: “(gehört zu Dänemark)”. Hui! So viel Land gehört Dänen denen? Was die meisten nicht wissen: Seit 1979 ist Grönland autonom und seit 1985 auch aus der Europäischen Gemeinschaft ausgetreten – ein Unterfangen übrigens, für das es damals sogar ein deutsches Unterstützungskomitee (im Bild zu erkennen: der Aufruf zur Unterschriftenliste) gab. Heute werden die Grönländer nur noch außenpolitisch von Dänemark vertreten.
Als Tourist kommt man mit dem grönländischen Staatswesen kaum in Berührung. In unserem Fall aber gleich zweimal: Mit der Post und der Polizei. Bei der Post erwarben wir den Angelschein, der das Entnehmen arktischer Saiblinge aus den Bächen der grönländischen Wildnis staatlich sanktioniert, bei der Polizei hingegen Sicherheit. Denn der Wanderführer empfiehlt dem Grönlandreisenden, sich bei Betreten der Wildnis ab- und bei deren Verlassen zurückzumelden. Und das gilt nicht nur für unbedarfte Anfänger mit mieser Ausrüstung.
Das Abmelden fand bei uns eher indirekt statt, denn als wir losmarschieren wollten, war die Polizeibaracke in Kangerlussuaq geschlossen und ein Schild erinnerte daran, dass gerade Mittagspause sei. Da wir nicht warten wollten, bis die örtlichen Ordnungskräfte
ihren Moschusochsenschnitzelwecken vollends fertig vertilgt hatten, hefteten wir kurzerhand einen Zettel an die Holztür, auf dem wir unser Anliegen formulierten – nämlich vom Hubschrauber (Bild typähnlich, hier allerdings mit Feuerlösch-Funktionalität) bitteschön gesucht zu werden, sollten wir uns nach 14 Tagen nicht in Sisimiut zurückgemeldet haben. Bis heute wissen wir nicht, ob der Wind unsere Nachricht nicht schon fünf Minuten später weggeweht hatte.
Nichtsdestotrotz erledigten wir 12 Tage und 165 Kilometer später den zweiten Teil des Deals, nämlich den der Rückmeldung. Dazu begaben wir uns zur Polizeistation Sisimiuts, einem kleinen, schmucken Holzhäuschen im Zentrum der 5.000-Seelen-Gemeinde und stellten uns an den Tresen, der den Bürger vom Büro der Wachtmeister trennt. Da der männliche Vertreter der Ordnungsmacht mit dem Englischsprechen so seine Schwierigkeiten hatte, wies er seine Kollegin zum Tresen. Wir brachten unser Anliegen vor und gingen davon aus, dass irgendwo eine Liste mit erwarteten Wanderern herumläge, von der dann mit kühnem Strich unsere Namen getilgt würden. Das war aber nicht der Fall und wohl nicht nötig – entweder, weil es solche Listen gar nicht gibt, oder, weil unser Zettel befürchtetermaßen vom Winde verweht wurde. Immerhin notierte sie sich unsere Namen und Adressen sowie Start- und Ende-Datum unserer Wanderung.
Als wir uns fertig wähnten und schon zur Tür schreiten wollten, legte sie aber noch eine letzte Frage nach:
“And what is your number?”
“???”, antworteten wir wie aus einem Munde, sofern dieses nonverbal überhaupt möglich ist.
“Your number?”
“The passport number?”
“No, your number.”
“The ZIP-Code of the city where we live?”
“No, your personal number.”
“???”
“You must have a number. Everyone has a number.”
Nachdem wir alle denkbaren Nummern von Telefon-, Auto- und Sozialversicherungsnummern über das Geburtsjahr der Großeltern, den Lieblingslottozahlen und skurillen Bildernummern bis hin zu Schuh-, Unterhosen- und Körbchengröße durchgerattert hatten, blieb am Ende nur beiderseitiges Achselzucken übrig. Schließlich erbarmte sich der männliche Kollege, der dem Dialog lauschend beigesessen hatte, und meinte:
“Maybe they don’t have a number.”
Das fand die Polizistin zwar äußerst skurril, gab dann aber die Nummernfragerei auf. Sie markierte auf ihrem Papier ein Nichts und entließ uns mit einem freundlichen Gruß sowie einem bedauernden Kopfschütteln. Die restlichen Tage, die wir in der Stadt verbrachten, waren begleitet von vorbeifahrenden Polizeifahrzeugen mit freundlich grüßenden, aber kopfschüttelnden Insassen. Wir fühlten uns wie dunkelhäutige, behinderte, lesbische, schrumpelige Babymuränen, auf die minderjährige, picklige Tauchanfänger höhnisch mit dem Finger zeigten. Wir waren Nichts.
Daher der dringende Aufruf an alle Leserinnen und Leser:
Wir wollen auch eine Nummer! Kann uns bitte irgendjemand sagen, um was es sich dabei handelt und woher wir die kriegen?
Wer braucht schon komplizierte hypotaktische Satzungetüme, wenn sich (fast) alles auf dieser Welt auch in Listenform sagen lässt? Seit langem schwebt mir deshalb schon eine listenbasierte Kinokritik vor. Etwa so:
Pingpong (D / 2006)
- Regisseur Matthias Luthardt
- kommt aus den Niederlanden
- ist ein sympathischer Kerl
- großer schwarzer Hund spielt wichtige Rolle
- Thema ist „Schwüle Gefühle in den Sommerferien“
- damit kann jeder was anfangen
- Bürger im Einfamilienhaus werden vorgeführt
- es wird viel Tischtennis und Klavier gespielt
- ein ungestüm-unbeholfener Liebesakt stellt die Weichen
- das Casting hat ganze Arbeit geleistet
- eine Frau zerschlägt mit einem Spaten eine Tischtennisplatte
- das Ende sieht man aus den Augenwinkeln zwar kommen
- man denkt aber nicht gerne drüber nach
- zum herzlich Lachen sollte man lieber in „Borat“ gehen
- tüchtig leiden kann man hierÂ
Wertung (von 1 bis 10):
Anspruch: 7
Artyfarty-Faktor: 7
Lachen: 3
Schluchzen: 3
Leiden: 8Â