Archiv für die Kategorie „Diazotypie“

Dafehltwas

Mittwoch, 1. Oktober 2008

KommichausderMittagspausezurückundwasfehlt?DieLeertaste!

Huch!

Sonntag, 21. September 2008

Vielleicht hätten wir den Kaufvertrag für unser neues gebrauchtes Auto doch etwas genauer lesen sollen. Insbesondere den Teil, in dem es um “Zusatzausstattung bzw. folgendes Zubehör” geht:

Kaufvertrag

Twitter-Alphabet

Montag, 11. August 2008

Twittern ist out.
Twitterkunst ist in.
Oder heißt das Kunsttwittern?

twitabc

Mein nächstes Projekt: twitcolor.

Aufklärung

Montag, 14. April 2008

Am 14. April 1783 wurde Lessings Drama “Nathan der Weise” uraufgeführt. Eine gute Gelegenheit, mal wieder an die Ringparabel zu erinnern, die darin erzählt wird und als Schlüsseltext nicht nur dieses Schauspiels, sondern vielleicht der ganzen Epoche der Aufklärung gilt:

Ein Mann besitzt als wertvolles Familienerbstück einen Ring, der seinen Träger bei Gott und den Menschen beliebt macht – sofern der Träger daran glaubt. Nachdem dieser Ring über Generationen hinweg immer an denjenigen Sohn vererbt wurde, den der Vater am meisten liebte, erzählt die Geschichte nun von einem Vater, der drei Söhne hat, von denen er keinen bevorzugen möchte. Daher lässt er von einem Goldschmied Duplikate des Ringes herstellen, hinterlässt jedem Sohn einen Ring und erklärt ihm, dass dieser Ring der echte sei.
Als der Vater stirbt, möchten die Söhne vor Gericht klären lassen, welcher Ring der echte sei. Der Richter sieht sich nicht in der Lage, darüber zu entscheiden, gibt den Söhnen aber zu bedenken, dass nur der echte Ring die Eigenschaft habe, den Träger bei allen anderen Menschen beliebt zu machen. Sei keiner von den dreien beliebt, müsse der echte Ring verloren gegangen sein. Trachteten alle danach, die Liebe ihrer Mitmenschen zu verdienen, müsse irgendwann der Träger des echten Ringes zutage treten.

Die Parabel setzt die Söhne mit den drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam gleich und wirbt für einen friedlichen Umgang der Religionen miteinander. Obwohl es verschiedene Interpretationsmöglichkeiten dieses Textes gibt, bleibt als Grundidee die gegenseitige Toleranz.

Heute, 225 Jahre nach der Uraufführung, eine französische Revolution, eine Relativitätstheorie und eine Shoa später, hat man manchmal das Gefühl, keinen Schritt weiter gekommen zu sein.

Aufklärung

Montag, 14. April 2008

Am 14. April 1783 wurde Lessings Drama “Nathan der Weise” uraufgeführt. Eine gute Gelegenheit, mal wieder an die Ringparabel zu erinnern, die darin erzählt wird und als Schlüsseltext nicht nur dieses Schauspiels, sondern vielleicht der ganzen Epoche der Aufklärung gilt:

Ein Mann besitzt als wertvolles Familienerbstück einen Ring, der seinen Träger bei Gott und den Menschen beliebt macht – sofern der Träger daran glaubt. Nachdem dieser Ring über Generationen hinweg immer an denjenigen Sohn vererbt wurde, den der Vater am meisten liebte, erzählt die Geschichte nun von einem Vater, der drei Söhne hat, von denen er keinen bevorzugen möchte. Daher lässt er von einem Goldschmied Duplikate des Ringes herstellen, hinterlässt jedem Sohn einen Ring und erklärt ihm, dass dieser Ring der echte sei.
Als der Vater stirbt, möchten die Söhne vor Gericht klären lassen, welcher Ring der echte sei. Der Richter sieht sich nicht in der Lage, darüber zu entscheiden, gibt den Söhnen aber zu bedenken, dass nur der echte Ring die Eigenschaft habe, den Träger bei allen anderen Menschen beliebt zu machen. Sei keiner von den dreien beliebt, müsse der echte Ring verloren gegangen sein. Trachteten alle danach, die Liebe ihrer Mitmenschen zu verdienen, müsse irgendwann der Träger des echten Ringes zutage treten.

Die Parabel setzt die Söhne mit den drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam gleich und wirbt für einen friedlichen Umgang der Religionen miteinander. Obwohl es verschiedene Interpretationsmöglichkeiten dieses Textes gibt, bleibt als Grundidee die gegenseitige Toleranz.

Heute, 225 Jahre nach der Uraufführung, eine französische Revolution, eine Relativitätstheorie und eine Shoa später, hat man manchmal das Gefühl, keinen Schritt weiter gekommen zu sein.

Nichts zu hören

Freitag, 7. März 2008

Selbstverständlich waren wir vorbereitet auf den Hype um unser neues Buch. Schließlich hatten wir mit aller Macht vergebens versucht, ihn loszutreten. Von der Neuen Zürcher Zeitung über das Handelsblatt bis hin zu Vanity Fair – alle wurden sie mit nichts bestückt. Und alle fielen darauf rein, indem sie prompt nichts schrieben: Leitartikel – Nichts, Internationale Politik: Nichts, Feuilleton: Nichts, selbst Buchbesprechungen und Behindertensport: Nichts.

Wen wir nicht auf der Rechnung hatten, war das Radio. Und versäumten daher, sämtliche Sender wegen nichts anzufunken. Das rächte sich heute Nachmittag. Ein netter junger Mann rief an, stellte sich als Marcus Richter von Radio Fritz vor und bat darum, die Nichts-Urheber für seine Sendung “Trackback” (wir berichteten) interviewen zu dürfen. “Klar”, huschte es über unsere Lippen und – zack! – saßen wir in der Falle. Nun muss wog seinen Verpflichtungen als Nichts-Pressesprecher nachkommen. Außerdem hat er es näher zum Studio.

Kurz: Da es nicht mehr zu vermeiden ist, über Nichts zu plaudern, könnt ihr sein Gestammel genausogut live anhören. Empfohlene Einschaltzeit: Morgen (Samstag) abend von 18 bis 20 Uhr. Wann jetzt das Interview genau kommt, weiß von uns niemand. Wir waren eben nicht darauf vorbereitet.

Trackback

Trackback ist über jede Menge Frequenzen zu empfangen. Wer bei seinem Autoradio den Knopf abgedreht hat, weder in Berlin noch in dessen Umgebung wohnt und mit dem digital-terrestrisch-satellitischen Kram nix anfangen kann, der empfängt Trackback problemlos übers Internet als Realstream oder Windows Media Stream. Mit etwas Glück könnt ihr wog per Webcam sogar in der Nase bohren sehen.

[Nachtrag vom Samstag abend: Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich natürlich auch als Podcast bei Trackback anhören, das Interview startet etwa bei 52:25.]

Nichts zu hören

Freitag, 7. März 2008

Selbstverständlich waren wir vorbereitet auf den Hype um unser neues Buch. Schließlich hatten wir mit aller Macht vergebens versucht, ihn loszutreten. Von der Neuen Zürcher Zeitung über das Handelsblatt bis hin zu Vanity Fair – alle wurden sie mit nichts bestückt. Und alle fielen darauf rein, indem sie prompt nichts schrieben: Leitartikel – Nichts, Internationale Politik: Nichts, Feuilleton: Nichts, selbst Buchbesprechungen und Behindertensport: Nichts.

Wen wir nicht auf der Rechnung hatten, war das Radio. Und versäumten daher, sämtliche Sender wegen nichts anzufunken. Das rächte sich heute Nachmittag. Ein netter junger Mann rief an, stellte sich als Marcus Richter von Radio Fritz vor und bat darum, die Nichts-Urheber für seine Sendung “Trackback” (wir berichteten) interviewen zu dürfen. “Klar”, huschte es über unsere Lippen und – zack! – saßen wir in der Falle. Nun muss wog seinen Verpflichtungen als Nichts-Pressesprecher nachkommen. Außerdem hat er es näher zum Studio.

Kurz: Da es nicht mehr zu vermeiden ist, über Nichts zu plaudern, könnt ihr sein Gestammel genausogut live anhören. Empfohlene Einschaltzeit: Morgen (Samstag) abend von 18 bis 20 Uhr. Wann jetzt das Interview genau kommt, weiß von uns niemand. Wir waren eben nicht darauf vorbereitet.

Trackback

Trackback ist über jede Menge Frequenzen zu empfangen. Wer bei seinem Autoradio den Knopf abgedreht hat, weder in Berlin noch in dessen Umgebung wohnt und mit dem digital-terrestrisch-satellitischen Kram nix anfangen kann, der empfängt Trackback problemlos übers Internet als Realstream oder Windows Media Stream. Mit etwas Glück könnt ihr wog per Webcam sogar in der Nase bohren sehen.

[Nachtrag vom Samstag abend: Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich natürlich auch als Podcast bei Trackback anhören, das Interview startet etwa bei 52:25.]

Worte, die man nie hätte erfinden dürfen (1)

Donnerstag, 6. März 2008

Laubsägearbeit

Worte, die man nie hätte erfinden dürfen (1)

Donnerstag, 6. März 2008

Laubsägearbeit

Nichts da!

Freitag, 29. Februar 2008

Heute ist ein Tag, den es eigentlich nicht gibt. Zumindest in drei von vier Fällen. Schalttag also. Welcher Termin wäre besser geeignet, als ein „richtungsweisendes“ und „vor Witz, Klugheit und Einfallsreichtum“ (Selbstaussagen der Autoren) nur so schäumendes Fass voller Nichts zu öffnen?

Fast nichts ueber das NichtsDie Rede ist von „FAST NICHTS ÜBER DAS NICHTS“, einem „Scheitern in Briefen“, wie der Untertitel des Buches es treffend beschreibt. In jahrelanger Arbeit mühsam zusammengepuzzelt ist darin der abseitige Briefwechsel zweier ungleicher Freunde versammelt, deren Nichts-Faszination eines Tages in einem Bestseller voller Nichts-Listen (Schott! Ankowitsch!) ihre Erfüllung finden soll. Müßig zu erläutern, dass daraus nichts wird. Oder doch fast nichts.

Denn der zunächst verloren gegangene Schatz wurde von uns gehoben. Wer sich ins Land des Nichts traut, darf eine Leseprobe nehmen. Und wer sich davon nicht abschrecken lässt, den können wir nicht daran hindern, das Werk auch käuflich zu erwerben. Doch das ist noch nicht alles.

Denn Peter und Paul – so heißen die beiden Protagonisten des Scheiterns – wissen gar nichts davon, dass ihr Briefwechsel Literatur wurde. Vor Jahr und Tag verloren sie sich im Nichts, um sich erst kürzlich wieder im Internet zu begegnen. Diesmal sind sie schlauer, vertrauen nicht dem Papier, sondern setzen auf den digitalen Puls der Zeit und treiben ihr nichtsnutziges Tun im Hier und Jetzt – im Nichtsblog (wie jedes Blog von unten nach oben zu lesen!).

Nichtsbloglogo

Wir stehen staunend daneben und lassen alles geschehen. Was könnten wir auch dagegen tun? Nichts!