Archiv für die Kategorie „Diaspora“

Liebes Unwetter!

Freitag, 8. Juli 2011

Besten Dank für deinen gestrigen Besuch und dass du das schräggeflügelte Fenster dazu benutzt hast, meinen Schreibtisch unter Wasser zu setzen. Hübsche Muster sind das, die Maus, Kaffeetasse, Locher und Radiergummi hinterlassen haben. Am besten aber gefällt mir, wie du mein ausgeklügeltes analoges Erinnerungssystem außer Kraft gesetzt hast. Was in meiner Zettelwirtschaft nun nicht mehr zu lesen ist, hat es auch nicht verdient, erledigt zu werden.

Liebe Kunden, Freunde, Verwandte und andere, die auf irgend etwas warten, was ich dringend erledigen wollte: Ich kriege gleich einen Fön!

Radaralag

Montag, 27. Juni 2011

Vorbemerkung: Ich gebe zu, die folgende Geschichte wurde extra für “Das Letz niest V” geschrieben. Das merkt man daran, dass sie nur vorgelesen richtig gut funktioniert.

Wer wie ich auf der Schwäbischen Alb aufgewachsen ist, der weiß, wie aufreibend die Suche nach einem Ferienjob sein kann. Das liegt nicht daran, dass es dort keine Arbeitsplätze gäbe oder in den Sommerferien die Bürgersteige hochgeklappt würden. Sondern hauptsächlich an Sprachschwierigkeiten.

Je weiter man sich nämlich vom eigenen Ort entfernt, umso größer werden die Hürden. Aber auch schon wenige Kilometer können tiefe sprachliche Gräben aufreißen. Der große Dialektforscher Arno Ruoff wies nach, dass Dialektgrenzen sogar zwischen nebeneinanderliegenden Dörfern verlaufen können.

So auch in meinem Fall. Nachdem ich in meiner frühen Jugend zunächst als Eisverkäufer gescheitert war, als Kinderwagenschieber schlecht verhandelt hatte, dann als Autowäscher bescheidene Erfolge erzielen konnte und schließlich als Anzeigenakquisiteur für die örtliche Schülerzeitung nicht unbeträchtliche Umsätze vorzuweisen hatte, fühlte ich mich gewappnet für das harte Berufsleben und bewarb mich im Nachbarort bei einer Baufirma, die hauptsächlich im kommunalen Auftrag arbeitete.

Freunde, die es dort schon einmal versucht hatten, warnten mich: Es gäbe eine Probezeit von einem halben Tag. „Was?“, sagte ich mir, „das ist ja wohl ein Klacks.“ Ich bewarb mich und wurde auf den ersten Ferienmontag, Punkt halb acht bestellt. Der Chef persönlich empfing mich. Er lächelte, was ich fälschlicherweise als Freundlichkeit interpretierte. Es war … etwas anderes.

Von halb acht bis Punkt zwölf müsse ich mich bewähren, erklärte der Chef die Spielregeln, von halb zehn bis zehn sei Veschber, da werde Zwischenbilanz gezogen. „Lächerlich“, dachte ich und zählte in Gedanken schon die Kröten, die ich die nächsten vier Wochen verdienen würde.

Dann. Kam. Alfons.

Mein ganzes bisheriges Leseleben hatte ich mich immer wieder gefragt, was eigentlich das Wort „vierschrötig“ bedeutet, denn damals gab es Wikipedia noch nicht, das mir erklärt hätte: „kräftig, breit, gedrungen, derb, grob wirkend“. Aber als ich Alfons sah, wusste ich sofort: Das ist ein Vierschrötiger.
Alfons war der Vorarbeiter und hielt sich nicht lange mit Vorreden auf, was insofern gut war, als ich ihn ohnehin nicht verstand.

Radlader
Radlader (Bild: Wikipedia)

„Kohsch Radlader fahra?“
„Wie bitte?“
„Kohsch Radlader fahra?“
„Ha?“
„Är moind“, mischte sich sein Kollege Harald ein, der einen guten Kopf kleiner war als Alfons. Ihn findet man in der Wikipedia unter dem Stichwort „Pykniker“, die Erklärung dazu lautet „gedrungener Körperbau, Neigung zu Fettansatz, kurzer Hals und breites Gesicht. Temperament behäbig, gemütlich, gesellig, heiter.“ „Är moind“, übersetzte Harald, „ob du Radlader fahra kohsch.“
„Welche Führerscheinklasse …“, setzte ich zu fragen an, aber Alfons winkte schon ab.
„No fahrd halt dr Harald.“
Unsere kleine Gruppe saß auf, Harald bugsierte sein Gesäß in einen bedrohlich engen Schalensitz, startete den Radlader und fuhr los. Alfons starrte vor sich hin.
„Was machen wir denn heute morgen?“, versuchte ich ein erhellendes Gespräch anzufangen.
Alfons starrte mich ein Weilchen an und rang sich dann eine Antwort ab.
„Am Hallabad dui alde Radaralag alada.“
Das klang irgendwie, als hätte Harald den falschen Gang eingelegt.
„Wie bitte?“ bat ich um Wiederholung.
„Am Hallabad dui alde Radaralag alada.“
„Ha?“
Harald hielt vor einer großen Halle und würgte den Motor ab.
„Är moind“, übersetzte er, „mir sollden am Hallenbad dui alde Radar-aanlage aablaadeen.“

Radaranlage
Radaranlage (Bild: Wikipedia)

Jetzt hatte ich begriffen, worum es bei der Probezeit ging: Ich sollte innerhalb eines halben Tages eine schwere, fremde Sprache lernen, deren Gerüst aus rollenden Rs und unzähligen Nasallauten bestand. Es hätte ebenso gut Ungarisch oder Kisuaheli sein können.

Alfons hatte mittlerweile das Hallentor geöffnet, deutete auf ein drinnen befindliches Hochregal und schrie:
„Harald! Fahr den Karra dra na.“
Ich begann zu verstehen, wie die Sprache funktionierte. Da ich alelrdings nicht wusste, was ich dabei tun sollte, schlenderte ich dem Radlader hinterher. Alfons zeigte weiter wortlos auf das Hochregal. Harald setzte den Radlader davor und würgte den Motor ab. Alfons Zeigefinger veränderte seine Position nicht, was ich so interpretierte, dass ich das Hochregal besteigen solle. Das machte Sinn, den Alfons war der Capo und Klettern unter seiner Würde. Harald hingegen saß offenkundig auf seinem Radlader fest. Also erklomm ich das Regal und fand im dritten Stockwerk die kommunale Kfz-Falle. Harald nahm den Radlader wieder in Betrieb und fuhr die Schaufel so weit hoch, dass ich das Gerät hineinwuchten konnte.

Als er vorsichtig zurücksetzte, schrie Alfons plötzlich:
„Langsam rafahra!“ Harald würgte vor Schreck den Radlader ab, was die Hydraulik der Schaufel übelnahm. Die Radaranlage geriet in Schieflage und polterte aus drei Metern Höhe zu Boden.

Die Erde blieb für drei Sekunden stehen. Alfons nahm seine Mütze ab und starrte den Blechhaufen eine Weile lang an. Harald wurde bleich. Dann setzte Alfons seine Mütze wieder auf und wandte sich zu Harald auf seiner Maschine.
„Du Granada-Radladerfahrer!“, schrie er … und begann auf einmal zu lachen.
„Du Granada-Radladerfahrer!“
Harald nahm wieder Farbe an und traute sich ein zögerliches Grinsen.

Und ich? Ich verstand Alfons bei jedem Mal besser.
Vielleicht war es noch etwas früh, aber viel Zeit blieb nicht bis zum Veschber. Daher hielt ich den Zeitpunkt für günstig, meine neu erworbenen Sprachkenntnisse an den Mann zu bringen und warf von meinem Hochsitz auf dem Regal ein:
„Jetzt hot dui Radaralag an Schada vom Nafalla!“
Alfons schaute verdutzt und nickte dann:
„Graad.“
Dann schaute er mich noch genauer an.
„Hoscht au an Raadschlag paraad?“

Ich dachte nach, beobachtete die Gedankenblase beim Wachsen und sah, wie sich dort eine perfide Idee materialisierte. Auch Alfons und Harald hatten sie gesehen. Wir nickten einander zu und sprachen dann wie aus einem Mund:
„Granaada Sach!“

Um die Geschichte an der Stelle etwas zu verkürzen: Nach dem Veschber, bei dem der Chef eine etwas fadenscheinige Geschichte aufgetischt bekam, stürzten wir uns sogleich in die Arbeit, bei der viele Gegenstände mit rollenden Rs und nasalen Lauten vorkamen. dazu Materialien wie Dachpappe, Radlager, Zanga, und Orte wie Hallenbad und Gefährte wie Fahrrad und Radlader. Wir holten uns dazu noch etliche Utensilien aus einem Fahrradlada und installierten etwas Haardes am Graaba beim Hallabaad.

Am Abend tranken wir no a Halbe im Aadler und ab da waren wir vier Wochen lang die dicksten Freunde.

Wenn jetzt noch jemand wissen will, mit welch ausgeklügeltem Plan wir den Chef so hereinlegten, dass er von da ab glaubte, er selbst habe die alde Radaralag auf dem Gewissen, der möge ein bestimmtes Dorf auf der Schwäbischen Alb aufsuchen, in den Aadler gehen und nach Alfons fragen. Der erzählt jedem gerne die Geschichte, wie er einmal mit dem Harald uffm Radlader dui alte Radaralag am Hallabad alada het solle. Und fügt am Schluss dazu, dass der Harald ein Granada-Radladerfahrer sei.

Und lacht granadamäßig.

Nachtrag: Außerdem ist sie (fast) von vorne bis hinten erstunken und erlogen.

Analogkritik

Mittwoch, 25. Mai 2011

Schwäbisches Tagblatt, 25.5.2011 (mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Schwäbisches Tagblatt, 25.5.2011 (mit freundlicher Genehmigung des Autors) – und digital

Dankeschön.

Liebe Vogonen,

Mittwoch, 25. Mai 2011

seid so lieb und baut heute nichts. Ich habe mein Handtuch vergessen.

Das Letz nas Gemischtes

Montag, 23. Mai 2011

Statt eines Reviews der gestrigen Veranstaltung (der kommt vom offiziell-temporären Chronisten Helmut Bachschuster in den nächsten Tagen) liefere ich hier mal kurz die Webkoordinaten der Beteiligten nach:

Jan-Uwe Fitz vergrämt nicht nur Tauben im Blog und bei Twitter, sondern lädt auch andere dazu ein.

Bastian Melnyk schreibt, zeichnet und twittert.

Mischgemüse mischt Gemüse und Gefühle auf mischgemuese.com.

Uli und Wolfgang beschäftigen sich neben dem Dia-Blog abwechselnd mit kniffligen Fragen und Nichts. Und Wolfgang lebt zeitweise in einer Kolonie an.

Alle weiteren Reviews werden bei www.das-letz-niest.de gesammelt.

Toll war’s. Voll war’s. Danke.

Nachtrag 25.5.:
Die offizielle Chronik des Geschehens ist diesmal dreigeteilt (null, eins, zwei) und trefflich bebildert.

Snailmail

Donnerstag, 19. Mai 2011

Wo? Wie? Was?

Dienstag, 17. Mai 2011

Der Mensch ist ja eitel. Dem darf ich mich nicht entziehen. Also google ich nach der von mir mitveranstalteten Bloglesung “Das Letz niest V” in der festen Überzeugung, diese fände kommenden Sonntag abend im Tübinger Zimmertheater statt. So jedenfalls war das vereinbart. Nun führt jedoch ein Suchmaschinenlink auf die Webseite des Landestheaters Tübingen (LTT), die mir anzeigt, dass wir anscheinend zeitgleich auch den innerörtlichen Theaterkonkurrenten bespielen (Nachtrag 17:26 Uhr: Jetzt geht dieser Link woanders hin. Hm.):

Nanu. Habe ich mit den falschen Leuten telefoniert? Oder wurden wir weiterverkauft? Gab es eine Ablösesumme? Warum haben wir nichts davon erfahren? Ich will schon zum Hörer greifen, da sehe ich, dass die Veranstaltung zwar im Spielplan des LTT aufgeführt ist, als Veranstaltungsort aber das Zimmertheater angegeben wird.

Das ist ja nett vom LTT, denke ich, dass die auf das Konkurrenzangebot hinweisen. Das Zimmertheater macht sowas meines Wissens nicht.

Die weitere Recherche ergibt: Das Landestheater Tübingen auch nicht. Zumindest nicht freiwillig. Der Witz an der Sache ist, dass die Webseite des LTT auf eine externe Datenbank zugreift, die nicht nur das Programm des LTT gespeichert hat, sondern auch das der Konkurrenz.

Es gibt noch weitere Webseiten, die diese Datenbank benutzen, so zum Beispiel Partykel, das “Kultur- und Nightlifeportal für die Region Tübingen und Reutlingen”, aber auch die ulm-news mit “Nachrichten für Ulm und Umgebung”, das Albmag oder das Stuttgarter Stuggi.info. Während all dies Veranstaltungseiten sind, kommt es einem doch etwas seltsam vor, die eigene Bloglesung auch auf einer Tourismusseite wie “Unser Bad Urach” oder der rabenschwarzen Dunklen Seite wiederzufinden.

Wie passiert so etwas? Schaut man sich die URLs der jeweiligen Webseiten an, erkennt man in events/view/id/43336/date/1306015200 ein wiederkehrendes Schema. Diese Angaben verweisen offensichtlich auf den Eintrag von “Das Letz niest” in ein und derselben Datenbank. Das ist schlau, denn so benötigt man tatsächlich nur eine einzige Datenbank für eine Vielzahl von Webseiten. Und da die Webseiten nur auf den Teil der Datenbank zugreifen, der für sie interessant ist, merkt Otto Normalveranstalter auch gar nichts davon, dass die Veranstaltung des direkten Konkurrenten nur einen Klick entfernt lauert.

Anders ist dies mit den Suchmaschinen, die ihre Searchbots – auch “Spider” genannt – durchs Netz schicken und jeden denkbaren Link verfolgen. Ein solcher Spider hat offensichtlich die Zimmertheater-Veranstaltung mit dem LTT-Veranstalter in Verbindung gebracht und auf mein Geheiß ausgegoogelt. Man kann Spider über so genannte Metatags oder eine robots.txt genannte Datei davon abhalten, so etwas zu tun, was im vorliegenden Fall anscheinend versäumt wurde – wohl, weil es wahrscheinlich recht aufwändig wäre, solche Kombinationen per Programm zu verhindern.

Sinnvoller dürfte dagegen eine Abfrage sein, die bei bestimmten Webseiten – wie z.B. der des LTT – wirklich nur die Veranstaltungen anzeigt, die angezeigt werden sollen, nämlich die des LTT. Sonst kann sich nämlich jeder einen Spaß daraus machen, Webseiten mit Events oder Bildern zu verknüpfen, die definitiv nicht zusammengehören. So kann ich dem Zimmertheater Tübingen mit der entsprechend eingegebenen URL eine Einführung in die Homöopathie (Nachtrag 17:26 Uhr: Auch dieser Link führt jetzt woanders hin. Hm hm.) verpassen …

… oder auf der durchs Wissenschaftsministerium geförderten Seite Orchester und Schule eher unpassende Bilder einfügen:

Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass das Unternehmen, das diese Datenbank betreibt, schlampig gearbeitet hat. Und Menschen, die sich mit Programmierung nicht auskennen, würden wohl nie auf die Idee kommen, so mit URLs umzugehen. Die Gefahr, dass Kombinationen wie die beschriebenen entstehen, ist daher relativ gering. Ich würde das ganze daher in die Kategorie “Schönheitsfehler” einordnen.

Dennoch war der Ausgangspunkt für die geschilderten Überlegungen tatsächlich eine einfache Google-Recherche, die suggerierte, dass das Programm des einen Theaters im anderen Theater stattfände. Und das ist wohl nicht im Sinne des Erfinders, der deshalb auch um eine Stellungnahme gebeten wurde.

Übrigens gefiel mir persönlich die Webseite des Sirchinger Malermeisters Reichenecker am besten, die “Das Letz niest” zwischen Trockenbau und Schimmelschutz anpreist (Nachtrag 18.5., 14:50 Uhr: Jetzt ist auch diese Seite “repariert”):

PS: Als ich versehentlich den URL-Teil, der auf “Das Letz niest” verweist, an diese unsere Webseite anhängte, war ich mehr als verblüfft, als ich feststellte, wohin das nun führte. Seht selbst. Den Trick verrate ich vielleicht ein anderes Mal.

Re: re:publica

Donnerstag, 28. April 2011

Das Blöde an Konferenzen wie der re:publica ist, dass man vorher keine Zeit hat, sie vorzubereiten, und nachher keine, um darüber zu bloggen. Schließlich gilt es, die drei Tage Abwesenheit zu kompensieren. Aber genug gejammert, hier mein persönliches Fazit*, das mit einer Veranstaltung beginnt, die gar nicht zur re:publica gehörte und im übrigen fast nur Schuhe enthält:


Jan-Uwe Fitz (links), @vergraemer (Bild mit interessanter Beleuchtungssituation: Stephan)


Johannes Kretzschmar, Beetlebum


@thomasmaier_


@Momo13


@Frau_Elise


@DasWildeDutzend


@xbg

Dazwischen habe ich viel über Comics, Medienkompentenz, deutsche Blogs, Urheberrecht, Wikileaks, das Ende der Welt, Gebärdensprache, freies Wissen, social media in TV-Redaktionen, Blogs in China, Informationsfreiheit, Stuttgart21 im Netz, Netzneutralität, die Zukunft des Internets, der Welt und des ganzen Restes gelernt.

Und dann noch das:

_____
* Wer andere Fazite Fazites Fazotten Zusammenfassungen lesen möchte, dem sei die Zusammenfassung der Zusammenfassungen von Frau Elise empfohlen.

re:publica – In eigener Sache

Freitag, 8. April 2011

Wie schon vor vier Jahren angekündigt, besuche ich nächste Woche die re:publica. Wer nicht weiß, was das ist, sollte sich schämen oder nachlesen. Alle anderen mögen darüber nachdenken, ob sie schon ein Ticket haben. Wenn nein: Zu spät! Wenn ja: Ich suche noch Mitreisende. Anders formuliert: Ich suche oder biete eine Mitfahrgelegenheit von Tübingen/Stuttgart nach Berlin (12. oder 13. hin, 15. zurück). Interessebekundungen bitte in die Kommentare oder direkt per Mail. Danke.

max.bab

Montag, 4. April 2011

Es ist eine Schande. Seit der Tübinger “Löwen” nicht mehr Kino ist, sondern Ort schönster Veranstaltungen aller Art vom Kabarett über Theater bis hin zum Konzert – seitdem war ich nicht mehr dort. Schande über mich.

Zum Glück gibt’s demnächst einen guten Grund hinzugehen, denn max.bab spielt dort am 9. April. Die Süddeutsche Zeitung jubelt: “Der totale Flash … Jazz auf Weltniveau”. Jazzthing konstatiert: “Unbekümmert und frisch, immer aber auch humorvoll und intelligent”. Der Musikexpress lobt die “geradezu telepathisch anmutende Dichte ihres Zusammenspiels”. Der Münchner Merkur verspricht: “Enttäuschung ausgeschlossen, Erwartungen mehr als übertroffen, Leidenschaft garantiert …” Und einer, der es wissen muss, fasst zusammen: “Bless these young guys, they play as if they have been together for 20 years!!! We will be hearing a lot from all of them in the future.” Das war O-Ton Charlie Mariano, und wissen muss er es, weil er mit den Jungs aus Oberbayern gejammt hat. Nass sehen sie übrigens so aus:

Kein Karl-Theodor-Zu-Guttenberg-wetshirtlookalike-Contest, sondern die Jazzband max.bab.

Erwarten dürfte uns Modern Jazz vom Feinsten und alles, was es sonst noch zu sagen gibt, lässt sich beim Veranstalter, dem Zimmertheater Tübingen, erfahren. Dass das Konzert mit “freundlicher Unterstützung des JamClub Tübingen” stattfindet, ist eine extra Empfehlung.

Wer schon mal reinschauen möchte – hier konzertiert max.bab in der Münchner “Unterfahrt”:

Oh, ich sehe gerade, dass ich am 9. April schon wieder nicht kann. Miste. Geht jemand für mich?

Kurzinfo
max.bab
Max von Mosch (Saxophon), Benedikt Jahnel (Piano), Benjamin Schäfer (Bass), Andreas Haberl (Schlagzeug)
Samstag, 9. April
Löwen, Tübingen
Eintritt 12 Euro (8 Euro ermäßigt)