Wo wir grad so schön beim Vorlesen sind: Auch anderswo wird diesem Zeitvertreib gefrönt. Zum Beispiel in der Hauptstadt. Dort veranstaltet der @Vergraemer aka Taubenvergrämer aka Jan-Uwe Fitz (rechts) am 22. Februar zum fünften Mal seine Jour Fitz (wir berichteten).
All dies wäre nicht weiter erwähnenswert, hätte nicht im Frühherbst letzten Jahres folgender E-Mail-Trialog stattgefunden (aus der Erinnerung nachgeformt):
juf schrub:
He, ihr Säcke, wollt ihr nicht beim Jour Fitz lesen?
uli schrub:
Wasndas?
wog schrub:
Gibts da Groupies?
juf schrub:
Büdde! Am 22. Februar.
wog schrub:
Gibts da Groupies?
juf schrub:
Büdde, büdde!
uli schrub:
Zahlstn?
juf schrub:
Ich trete euch 5.000 Follower ab.
wog schrub:
Sind da auch Groupies bei?
uli schrub:
8.000.
juf schrub
gebongt.
wog schrub:
davon mind. 3.000 Groupies!
juf schrub:
gebongt.
Natürlich erhielten wir weder 8.000 Follower noch 3.000 Groupies. Vielmehr wurden per Fleurop 8 Forellen und 3 Guppies angeliefert. Wir kauften ihnen ein Aquarium und verfluchten den Herrn Fitz. Seither hat er einen unsichtbaren Buckel.
Wir hatten’s schon mal gesagt, wiederholen uns aber gerne: Wer am Samstag der Fasnacht, dem Fasching und/oder dem Karneval entfliehen möchte, sollte sich nach Tübingen begeben und spätestens um 20 Uhr im Club Voltaire eingetroffen sein.
Dort lesen nämlich mehrere traurige Gestalten aus ihren weinerlichen Werken. Freude wird hier nicht aufkommen und selbst der Alkohol dürfte lediglich die allgemeine Betrübnis vertiefen. Fasnachts- und lebensmüde Trauerklöße finden hier das perfekte Ambiente für ihren Kulturpessimismus. Wir beklagen dies gemeinsam mit dem Schwäbischen Tagblatt, das in seiner heutigen Ausgabe eindringlich vor dieser Veranstaltung warnt.
Seit mehreren Jahren benutze ich dein Produkt StarMoney. Nicht wegen des tollen Namens oder weil es very sophisticated features besitzt, sondern weil meine Bank es empfiehlt und ich keinen Bock habe, mich nach Alternativen umzuschauen. Über die Jahre hinweg haben wir uns gemeinsam von der Version 2.0 bis 6.0 hochgearbeitet (wobei mich das .0 immer etwas erheiterte, weil nie ein .1 folgte). Ob das für die rudimentären Funktionen, die ich benutze - Überweisung, Lastschrift, Kontostand - überhaupt notwendig gewesen wäre, weiß ich nicht. Zumindest hast du mich immer streng daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für eine neue Version würde.
Heute morgen war es wieder soweit: Du empfingst mich mit folgendem massiven “Bitte beachten Sie”-Kasten:
Darin erklärst du mir, dass der Support für die alte Version am 31. März ausläuft und ich doch am besten gleich ein Update auf die Version 7.0 ordern soll, die außerdem mit “vielen neuen Funktionen” aufwarten wird. Um mir diese Entscheidung noch leichter zu machen, bietest du mir einen dicken roten Knopf an, auf den ich drücken soll, um die neue Version zum 23% günstigeren Updatepreis zu erwerben. Mit einem leisen Knirschen meiner Zähne drücke ich auf “Kaufen”.
Das Ergebnis ist … sagen wir mal: unerwartet. Es dürfte allerdings nicht dazu dienen, das Vertrauen in eine Banksoftware signifikant zu verbessern. Oder etwa die Möglichkeit eröffnen, dem Fehler auf die Spur zu gelangen. Oder?
PS: Allen Schlaumeier, die jetzt reklamieren: “Drück doch auf ‘Lizenzschlüssel eingeben’!”, sei mitgeteilt, dass dieser Weg ebenfalls ins logistische Nirwana führt.
ABC - der Bär fährt über’n See. Lustige Abc-Reime von Michael Schober. (Arena Verlag) Würzburg 2002.
Man will das Kind ja frühzeitig für Literatur begeistern und freut sich daher über jedes Kinderbuch, das via Onkel, Großeltern, Freunden, Bekannten oder Tante Helga ins Haus geflattert kommt. Aber gerade letztere sollte beim nächsten Besuch nicht nach ihrem Geschenk fragen, weil es bei der letzten Altpapiersammlung vom Sportverein abgeholt und mittlerweile hoffentlich zu Klopapier umgearbeitet wurde. Denn abgesehen vom katastrophalen Versmaß, das in diesem schweineteuren, aber (Kind weghören!) kackschlechten Bilderbuch verdichtet wurde, werden hier Inhalte verbraten, die … Aber schaut euch selbst den Buchstaben “N” an: