Zum ersten und letzten Mal: Stuttgart 21

22. November 2011

Viele können das Thema nicht mehr hören. Und auch ich bin froh, dass mit der Abstimmung am Sonntag (hoffentlich) endlich Klarheit herrscht. Ich werde für den Ausstieg stimmen, kann aber auch die Argumente der Gegenseite nachvollziehen und bin niemand gram, der S21 befürwortet. Dennoch möchte ich gerne auf das Interview hinweisen, das mein alter Freund Julian Aicher, Journalist aus Leutkirch, mit Professor Karl-Dieter Bodack zu dem umstrittenen Bahnprojekt führte.

Karl-Dieter Bodack erwarb sein Lokführerpatent auf der Strecke Ulm-Stuttgart. Von 1970 bis 1995 war er in Führungspositionen der Deutsche Bahn tätig. Heute ist er Unternehmensberater und Professor für Design. Bodack gilt als vehementer Kritiker der Unternehmensstrategie der Deutschen Bahn AG. Vor allem kritisierte er die schrittweise Abschaffung des Interregios. Er ist auch entschiedener Gegner des Projektes Stuttgart 21.

Hier ist das Interview:

[Autor: uli]

Kid-Cuts (45) – Generationen im Dialog

21. November 2011

[Autor: uli]

Neu im Regal (25)

17. November 2011

Wolfgang Herrndorf: Sand. Hamburg (Rowohlt Berlin) 2011. 479 Seiten, 19 Euro 95.

Er wird von einem merkwürdigen Nagetier gebissen, kriegt einen Brieföffner durch die Hand gerammt, wird gefesselt, geknebelt, geschlagen, elektrogeschockt und in einer Schlammpfütze festgepflockt. Aber er weiß nicht, wer er ist. Und der Leser sehr lange auch nicht, wenn er es denn überhaupt je rauskriegt.
Ein Amnestiker ist in Wolfgang Herrndorfs Roman „Sand” auf der Suche nach seiner Identität. Und er ist nicht der einzig Suchende in diesem irren, tobenden Roman, den man zu Anfang gar nicht so recht verorten kann. Denn was soll das sein: ein literarischer Agententhriller? Und was ist das überhaupt für ein Setting: Nordafrika, Wüste, 1972?
Nach seinem eher leicht verdaulichen „Tschick” hat der Berliner Autor Herrndorf etwas mehr Stacheldraht gespannt, den es anfangs zu überwinden gilt: viele Charaktere, höchst unvertrautes Terrain, mit Agenten und Hippies, einer Atomdrohung, einer Oase, einem rätselhaften Vierfachmord und einem Koffer voller Geld. Und mitten drin dieser Mann ohne Gedächtnis, dem auf der Suche nach seiner Identität so böse mitgespielt wird.
Die gute Nachricht ist aber: „Sand” ist zwar höchst komplex und bisweilen auch kompliziert, aber nie unlesbar. Geschrieben von einem, der mit größter Sorgfalt alles durchkomponiert, Hinweise versteckt und Spuren gelegt hat. Denen kann man folgen, oder es auch bleiben lassen und sich an den Dialogen, präzisen Beschreibungen und der auf ihr Ende zutrudelnden Hauptfigur erfreuen.
Trottel sind viele unterwegs in diesem Buch. Und ein Shakespeare-Zitat aus „Macbeth” weist am Anfang des 57. Kapitels den Weg: „A tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing”. Diese verzweifelte Suche nach einem Sinn, den es ja ebenso gut auch gar nicht geben kann, liefert die komischsten, aber auch die existenziell bedrängendsten Passagen, die verzweifeltsten und aussichtslosesten Momente des ganzen Bücherjahres.
Die Coen-Brüder wären gut beraten, sich hierfür schnellstmöglich die Filmrechte zu sichern.

[Autor: wog]

Verhältnisse (21)

17. November 2011

Also diese Benetton-Kampagne gefällt mir (aber nicht jedem). Wobei …

Angela Merkel: 164 cm
Nicolas Sarkozy: 165 cm

Das sieht nach Frisörarbeit aus.

[gefunden bei Adsoftheworld]

[Autor: uli]

Aktion Libero

16. November 2011

Wir sind ja kein Sportblog. Wenn man davon absieht, dass einige von uns Sportkrüppel sind. Aber das hier finden wir gut:

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

[Autor: uli]

11.11.11, 11 Uhr 11

11. November 2011

Das Schwäbische Tagblatt in Tübingen hatte die Idee zu einem schönen Projekt. Es rief alle Leserinnen und Leser dazu auf, heute, am 11.11.2011 Punkt 11 Uhr 11 auf den Auslöser ihrer Kamera zu drücken und das Bild ihrer Wahl einzuschicken. Diese kollektive Momentaufnahme eines besonderen Datums wird auf einer eigenen Webseite dargestellt und später sogar wissenschaftlich ausgewertet. Mein völlig unorigineller Beitrag: Ein Knipser aus dem Fenster.

[Autor: uli]

In fremder Sache

10. November 2011

Amen.

[Autor: uli]

In eigener Sache

8. November 2011

Falls Blogs durch Abmahnungen geadelt werden, dürft ihr uns nun “von und zu Dia-Blog” nennen. In letzter Zeit allerdings eher “zu”.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass viele besorgte Nachfragen kamen. Anscheinend wurden wir tatsächlich vermisst. Das tut gut. Danke.

Zum Thema Abmahnung wird hier nichts weiter zu lesen sein. Aber sie hat Konsequenzen: Zum einen haben wir vorsichtshalber die meisten Bilder aus diesem Blog entfernt. Alle, von denen wir sicher sagen können, dass sie von uns sind, werden nach und nach wieder reingestellt. Zum anderen werden bis auf weiteres alle Kommentare einzeln freigeschaltet. Das schmerzt, lässt sich aber nicht vermeiden.

Zurück bleibt das überaus unangenehme Gefühl, dass es da draußen Leute gibt, die ihr Geld damit verdienen, … ach lassen wir das. Wenden wir uns erfreulicheren Dingen zu. Küchenschaben. Erbrochenes. Lungenkrebs.

[Autor: uli]

vom Hocker

26. Oktober 2011

Jajaja.

[Autor: uli]

Word As Image

14. Oktober 2011

Toll. Anschauen.

[via Design made in Germany]

[Autor: uli]