Artikel-Schlagworte: „Bastian Melnyk“

Volle Kanne

Freitag, 27. März 2015

Volle Kanne„? Bis gestern wusste ich nicht einmal, dass es eine solch benamste ZDF-Sendung überhaupt gibt. Danke Bastian Melnyk, einst Gast bei „Das Letz niest“, färbt nun etwas Weltruhm auf uns ab, denn der war gestern dort zu Gast. Den Beitrag findet man noch in der ZDF-Mediathek und Bastian schreibt über sein ZDF-Abenteuer in seinem Blog: Volle Kanne Weltruhm.

Das Letz niest zum achten Mal (Teil 1)

Freitag, 7. September 2012

Alexandra Tobor: Sitzen vier Polen im AutoZuerst der Rückblick: Rechts oben haben wir schon ein Weilchen das Plakätchen stehen, das die nächste Lesung am 30. September (Huch! Nur noch drei Wochen!) ankündigt und mit seinem Motiv wie immer auf die vorhergehende Lesung anspielt. Diesmal ist wohl nicht schwer zu erraten, dass der Polski Fiat 125P an einem riesigen Zaunpfahl vorbeirast, auf dem „Alexandra Tobor“ geschrieben steht. Denn sie war es ja, die im Januar aus ihrem Migrationsroman „Sitzen vier Polen im Auto“ vorlas, der dann im Juni erschien. Seitdem ist Alexandra im deutschen Feuilleton zuhause. Für alle, die Sekundärliteratur gerne aus erster Hand lesen, bietet sie außerdem „betreutes Lesen“ auf ihrem Blog an. Reinschauen!

Bastian Melnyk: FredOffensichtlich sind wir nicht so schlecht im Entdecken zukünftiger Literaturkapazitäten. Bastian Melnyk (Das Letz niest V, 22.5.2011) legte jetzt sein „Fredbuch“ vor, in dem unter dem Motto „Fürst Frederick fon Flatters fetzige Fergnüglichkeiten“ die „allersuperbesten sämtlicher Fredcomics, die jemals erdacht wurden“ veröffentlicht werden. Natürlich mit persönlicher Widmung. Das fetzt. Und so. Danke!

Aber Schluss mit Rückblicken, schauen wir nach vorne, zur achten Lesung, die nun zum fünften Mal im Zimmertheater stattfindet. Und zum dritten Mal die Gallionsfigur des deutschen Misanthropieaphorismus präsentiert: Jan-Uwe Fitz, der mittlerweile fast 50.000fach verfolgte Taubenvergraemer gibt sich wieder die Ehre, uns auf sein Befindlichkeitsniveau herunterzuzerren. Absurd und sprechgewaltig heizt er seine Kunstfiguren durch ein selbstentzündetes Fegefeuer und lässt dem Publikum keine Chance, ihn mit Lachsalven niederzustrecken, weil er immer rechtzeitig ausweicht. Das hat er beim Taubenvergrämen gelernt. Wenn auch sonst nichts, denn: „Wenn ich etwas kann, dann nichts dafür.“ Dieses Credo steht auch im Mittelpunkt des sehr persönlichen Auftritts von Jan-Uwe Fitz bei 140 Sekunden (auch zu sehen beim Elektrischen Reporter). Auch hier: Reinschauen!
Ein weiteres lesenswertes Interview mit dem obersten Befehlshaber der sozialen Phobien findet sich im Blog von Gesine von Prittwitz. Hier gesteht er erstmals öffentlich, wer in Wirklichkeit für seinen Erfolg verantwortlich ist – nämlich wir:

„Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass der Taubenvergrämer tatsächlich gelesen wird. Ich wollte lediglich mit dem Medium Blog experimentieren und war wahnsinnig aufgeregt, als anfangs immerhin vier fremde Menschen regelmäßig reinlasen.
Bloggen war für mich ähnlich wie eine Modelleisenbahn zu besitzen: einfach machen, verwerfen, und dann losfahren lassen. Doch dann wurde das dia-blog.de auf den Taubenvergraemer aufmerksam und erwähnte ihn in einem Radiointerview. Nun ging es immerhin schleppend voran. So schleppend, dass acht Jahre später, nämlich im Mai 2013, das Buch ‚Aus dem Leben eines Taubenvergrämers‘ bei Ullstein erscheint.“

Jan-Uwe Fitz: Der UnerträglicheDas ganze Interview gibt’s in zwei Teilen hier und hier. Mittlerweile gibt es aber noch mehr Lesestoff von Jan-Uwe Fitz. Zuletzt erschien das Kurzwerk „Der Unerträgliche“, anhand dessen wir lernen, dass sich der Autor in den letzten Jahren zu oft und zu lange in Zügen aufgehalten und dort jenes Maß an Aggression kumuliert haben muss, das man benötigt, um diesen „Brief an einen todgeweihten Mitreisenden“ zu formulieren. Zunächst als eBook für Kindle und als ePub herausgekommen, gibt es das Werk auch als gedrucktes Büchlein – allerdings in einer Schriftgröße, die für Kleingedrucktes bei Verträgen vor Jahren von der Optikerinnung verboten wurde.

Heidenblitz, jetzt ist dieser Beitrag so lang geworden, da kommt der zweite Teil eben in einen zweiten Teil.

Das Letz nas Gemischtes

Montag, 23. Mai 2011

Statt eines Reviews der gestrigen Veranstaltung (der kommt vom offiziell-temporären Chronisten Helmut Bachschuster in den nächsten Tagen) liefere ich hier mal kurz die Webkoordinaten der Beteiligten nach:

Jan-Uwe Fitz vergrämt nicht nur Tauben im Blog und bei Twitter, sondern lädt auch andere dazu ein.

Bastian Melnyk schreibt, zeichnet und twittert.

Mischgemüse mischt Gemüse und Gefühle auf mischgemuese.com.

Uli und Wolfgang beschäftigen sich neben dem Dia-Blog abwechselnd mit kniffligen Fragen und Nichts. Und Wolfgang lebt zeitweise in einer Kolonie an.

Alle weiteren Reviews werden bei www.das-letz-niest.de gesammelt.

Toll war’s. Voll war’s. Danke.

Nachtrag 25.5.:
Die offizielle Chronik des Geschehens ist diesmal dreigeteilt (null, eins, zwei) und trefflich bebildert.

Das Letz niest zum fünften Mal

Dienstag, 3. Mai 2011

Es ist ja schon hier und dort durchgesickert, nun wollen wir es ganz offiziell verkünden:

Das Letz niest (V)

Alle Informationen zum Event findet man wie immer unter www.das-letz-niest.de. Die echten Insiderinfos aber gibt’s nur hier.

Wir beginnen mit einem Mann, der diesmal gar nicht dabei ist, obwohl er bei den ersten vier Auflagen der Lesung stets eine wichtige Rolle spielte. Beim ersten Mal las Lars Hilscher (aka Eldersign) selbst aus seinem Blog und interviewte sich anschließend sogar dazu. Seitdem ist er nicht nur treuer Besucher unserer Lesereihe, sondern auch ihr hochoffizieller Chronist. Wer sonst könnte die Geschehnisse dort trefflicher zusammenfassen und auch noch so kompetent bebildern wie er? Uns fällt niemand ein. Als wäre das nicht schon Arbeit genug, sorgt er nebenher stets für vergnügliche Szenen, stellte er doch jedes Mal irgendetwas mit seinem fünften vierten dritten zweiten Bier an. Beim letzten Mal wurde damit die Zimmertheater-Kellertreppe auf Haltbarkeit getestet. Treppe wie Publikum blieben cool. Diesmal aber bleibt sein Platz am Tresen leer und wir können ihm nicht einmal einen Vorwurf machen, hat er doch eine saumäßig gute Ausrede: Er tritt am nämlichen Wochenende in den Stand der Ehe. Damit nicht genug, sind wir sogar selbst schuld daran, denn just nach der ersten Auflage der Lesung – damals noch im Club Voltaire – hatte Lars seiner Herzdame den twittergerechten Heiratsantrag gemacht. Von hier aus also: Alles Gute!

Was bei der ersten Lesung mit dem eldersignschen Bier passierte? Jan-Uwe Fitz (aka @vergraemer) bediente sich daraus. Der war damals ein kleiner, unbedeutender Twitterstar mit vielleicht 6.000 Followern und glaubte, er könne sich das leisten. Heute ist er ein kleiner, unbedeutender Twitterstar mit vielleicht 28.000 Followern und kriegt ein eigenes Bier, wenn er aus seinem neuen Buch vorliest. Dass es darin um einen gestörten Menschen geht, der die Klapse von innen aufmischt, wundert niemanden wirklich, der damals die Geschichte vom Kleptopäden mitanhören musste. Übrigens will – Gerüchten zufolge – Fitz nun eine Nacht im Hölderlinturm zubringen, um dort sein neues Buch in Rekordzeit zu verfassen.

Irre allüberall. Da tut es gut, wenn man – wie im Fall von mischgemuese.com – zwei durchschnittlich aussehende, durchschnittlich begabte, durchschnittlich musikalische Vlogger im Programm hat, die das Niveau wieder auf mediokres Maß zurückbringen. Meter Mütze reist aus London an und Esteban von Spanien entgegen aller Erwartungen direkt aus Tübingen. Ob sie Musik machen werden, ob sie mittlerweile eine Praktikantin gefunden haben und ob sie wirklich demnächst im Fernsehen kommen – man weiß es nicht.

Was man ebenfalls nicht weiß: Kann Bastian Melnyk vor Publikum lesen? Er weiß es ja selber nicht, tut er dies bei uns doch zum allerersten Mal. Was man weiß: Er kann zeichnen. Und er kann schreiben. Zur Einstimmung empfehlen wir das neueste Werk aus seiner Reihe „Begegnungen“: Quaaak.

PS: Chronist gesucht. Dringend. Bewerbungen in die Kommentare.