Artikel-Schlagworte: „Schwachfug“

wtf?

Freitag, 8. Mai 2015

Hat man Probleme mit seiner Banking-Software und möchte daher das Forum der Community dazu befragen, muss man erst selbst Auskunft geben – nämlich ob man jünger oder älter als 13 Jahre ist. Das soll vermutlich das Vertrauen in die Software erhöhen.

Allerdings ist es egal, was man anklickt, der nachfolgende Bildschirm ist identisch.

Nicht vorgesehen

Donnerstag, 30. Januar 2014

Vor vielen Jahren erwischte mich mal ein Arcor-Mitarbeiter in einer günstigen Stunde und brachte mich tatsächlich dazu, den Vertrag mit der Telekom zu kündigen und einen mit seinem Unternehmen abzuschließen: Internet und Festnetz jeweils als Flatrate. Ein paar Jahre später kaufte Vodafone Arcor, womit sich eigentlich gar nichts änderte.

Nur eine Kleinigkeit störte: Man kriegt jeden Monat eine Mail, dass die Rechnung („Web-Bill“) jetzt da ist, loggt sich dann bei Vodafone ein („wie war nochmal Benutzername und Passwort?“), hangelt sich durch einige Menüs („verflixt, wo war das denn?“), lädt sich schließlich die Rechnung runter, druckt sie aus und heftet sie in der Buchhaltung ab. Weil mich das zunehmend nervte, schaute ich von Zeit zu Zeit nach, ob man an den Einstellungen etwas ändern könnte. Aber mehr als das hier gab es einfach nicht:

Anfang des Jahres hatte ich schließlich die Faxen dicke und ging auf die Suchmaschinenpirsch. Es musste doch auch andere Menschen geben, die das Problem hatten. Tatsächlich wurde ich fündig. Und natürlich war es ganz einfach. Man muss sich lediglich bei „MeinVodafone“ registrieren. Dort gibt es dann eine Möglichkeit, weitere Einstellungen vorzunehmen, unter anderem die, dass einem die Rechnung per Mail zugeschickt wird.

Allerdings gibt es noch einen Zwischenschritt: bei „MeinVodafone“ muss man einen Online-Registrierungs-Code (den ich tatsächlich in einem alten Ordner fand) eingeben und seinen Vertrag hinzufügen, damit man auf ihn zugreifen kann. Genau das aber ging nicht. Nach Eingabe aller Daten blieb die Website stumm und rührte sich nicht mehr. Auch alle anderen durchprobierten Browser verweigerten den Dienst. Da man immer zuerst bei sich selbst den Fehler sucht, probiert man natürlich verschiedene Varianten und Einstellungen, fährt den Computer nochmal hoch und dergleichen. Kein Ergebnis.

Letzter Ausweg: Kundenforum. Irgendwer muss dieses Problem schon gehabt haben. Oder? Also wieder einen neuen Benutzernamen erdacht (xy21), sich angemeldet und die Frage gepostet:

Der Thread war damit eröffnet und die Antworten ließen nicht lange auf sich warten. Ein User riet, die Hotline anzurufen, die Moderatorin des Forums aber tippte gleich auf einen technischen Bug und schlug vor, sich darum zu kümmern. Dann gesellte sich ein weiterer User dazu, der dasselbe Problem hatte.

Einen Tag später kam eine direkte Nachricht von der Moderatorin:

Dann war zwei Wochen lang Funkstille. Bis sich Anke wieder meldete:

Das verschlug mir für ein paar Tage die Sprache. Heute fand ich sie wieder:

Facebook, …

Montag, 5. August 2013

… geh sterben.

Gebet

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Lieber Gott,

lass bitte Sarah Palins Hirn so lange wachsen, bis sie begreift, dass Menschen und Dinosaurier nicht gleichzeitig auf der Erde lebten, die Bibel nicht das Jagen von Wölfen und Bären vom Flugzeug aus propagiert und Südkorea nicht nördlich von Nordkorea liegt.

Amen.

PS: Ach ja, und mach bitte, dass ihre Brille endlich entspiegelt wird. Danke.

JMStV: jugendmedienschutzstaatsvertrackt

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Man möchte lachen.

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (wir warnten) wird kippen. Nachdem bereits alle Ministerpräsidenten und die meisten Landesparlamente zugestimmt hatten, scheint der Druck von Netzaktivisten dazu geführt zu haben, dass bei der morgigen Abstimmung im Landtag von Nordrhein-Westfalen der Vertrag durchrasselt.

Man möchte lachen, wäre der Vorgang nicht so grotesk. Der ehemalige CDU-Ministerpräsident Rüttgers hatte das Gesetz bereits unterschrieben, nun stimmt seine Partei aus der Opposition, zusammen mit FDP und Linken, gegen das Gesetz. Als SPD und Grüne dies hören, sind sie auf einmal auch dagegen. Während in allen anderen Bundesländern der Staatsvertrag durchgewinkt wurde, obwohl er nicht nur unsinnig, kontraproduktiv, sondern auch handwerklich schlecht gemacht und leicht zu umgehen ist, sind in NRW nun auf einmal alle dagegen.

Man würde lachen, wüsste man nicht, dass alsbald ein neues Gesetz gezimmert werden wird.

Die nackte Zeit

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Nach den gestrigen Vorüberlegungen, was die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) für uns als Blogbetreiber wohl bedeuten mag, hier gleich mal ein nettes Beispiel. Da wir die Webseite Nudemen Clock von Francis Lam sehr hübsch finden, haben wir euch einen Screenshot davon gemacht und auf die Seite verlinkt.

Ist das jetzt für Kinder ab 0 Jahren geeignet? Oder erst ab 6? Ab 12? Ab 16? Oder erst ab 18 Jahren? Sollen wir den Beitrag ab 18 Uhr, 20 Uhr oder 22 Uhr online stellen? Und wann morgens wieder vom Netz nehmen? Gefährdet schon der Screenshot die Kinder oder Jugendlichen? Oder ist erst das bewegte Bild problematisch?

Ähnliche Fragen hat bereits vor einigen Monaten der AK Zensur in einem „Praxistest zum Mitmachen“ gestellt. Dabei fällt man reihenweise auf die Schnauze, denn die Altersklassifizierung nach dem Gesetz ist etwas für Experten. Probiert es selber aus.

[Der Presurfer hat’s gefunden.]

JMStV

Dienstag, 30. November 2010

Kristian Köhntopp geht offline.
VZlog geht offline.
Zündelkind geht offline.
Julian geht offline.
Heise.de berichtet.
Update
GMT Biker geht offline.
Stille Pfade gehen vorläufig offline.
Die Thüringer Blogzentrale geht offline.
Street-Surfers geht offline.
Vortex of imagination geht vorerst offline.
Die Hurkunde denkt drüber nach.
Der Schockwellenreiter wird weitermachen, „bis die erste Abmahnung“ eintrudelt und dann abtauchen.

Weitere Blogs und Webseiten werden folgen. Warum?

Die Novelle des Jugendmediendienstestaatsvertrags (JMStV) führt dazu, dass ab 2011 alle Anbieter verpflichtet sind, ihre Webseiten auf jugendgefährdende Inhalte zu überprüfen, sie nach Altersstufen zu klassifizieren und gegebenenfalls eine „Sendezeitbeschränkung“ einzuführen. Wer dies nicht tut, läuft unter anderem Gefahr, von Abmahnanwälten abkassiert zu werden.

Liebe 0-, 6-, 12- und 16-jährige Dia-Blog-Leser!

An dieser Stelle möchten wir uns von euch verabschieden. Da wir uns weder in der Lage sehen, unsere Inhalte zu klassifizieren noch eine Sendezeitbeschränkung einführen können, müsst ihr jetzt vorsichtshalber draußen bleiben.

Tschüs.

Nachtrag
Ausführliche Infos zum JMStV finden sich bei t3n.

Nachtrag 1.12.
Einen sehr guten Überblick – auch über andere Reaktionsmöglichkeiten – hat Nils zusammengestellt. Er hält das Depublizieren jedoch für einen „Selbstmord aus Angst vor dem Tod“ und für grundfalsch.
Und der Pantoffelpunk fasst gewohnt drastisch-plastisch zusammen: Mein Blog bleibt!

Nachtrag 2.12.
Auf einen ganz anderen Aspekt weist Alvar Freude vom AK Zensur hin: Die Novelle des JMStV spielt großen Anbietern wie der Telekom in die Hände, die damit ihre Erotikseiten (ja, die Telekom bietet sowas an) leichter zugänglich machen kann. Dass da nicht im Sinne des Vertrages sein kann, liegt auf der Hand. Aber das Verfahren kennen wir ja auch schon aus dem Energiemarkt.

Nachtrag 3.12.
Das Netz wäre nicht, was es ist, gäbe es nicht alsbald eine Plattform, auf der man seinen Unmut über den JMStV kundtun kann. jmstv-ablehnen.de heißt die Seite. Voilà.

Drecksdisclaimer

Freitag, 6. März 2009

Ich werde ab 04.03.2009 nicht im Büro sein. Ich kehre zurück am 08.03.2009.

Ich werde Ihre Nachricht nach meiner Rückkehr beantworten.

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Diese gerade erhaltene Mail lässt das Fass endgültig überlaufen. Ich darf mal eben kotzen:

Für mich ist das gedankenlose Verschicken von Mails mit Anhängen, Weiterleitungen, Signaturen und unnützen Disclaimern fast genauso schlimm wie der ganze Spamdreck. Oder sogar noch schlimmer: Denn Spam landet im Spamfilter oder kann mit einem Tastendruck gelöscht werden. Die Müllmails hingegen muss ich nach den Informationen durchforsten, die mich betreffen.
In den Urzeiten des Internets achtete man schon aus Performancegründen darauf, wieviele Bytes man durchs Modem quälte und schickte nur das, was wirklich wichtig war, HTML-Code war sowieso verboten. Vor allem aber achtete man sein Gegenüber und verschonte ihn vor unnötigem Gewäsch. Kurz:

Frueher war alles besser.


Ihr wisst schon.