Artikel-Schlagworte: „StarMoney“

Liebe Firma StarMoney,

Montag, 10. April 2017

Sie hatten beabsichtigt, eine Software zu schreiben, die bei den Anwendern Vertrauen erweckt. Macht ja auch Sinn, wenn es um Online-Banking geht. Da würde ich Ihnen gerne einen Tipp zu den „Status-Meldungen“ Ihres Programms geben:

starmoney-anfuehrung

Anführungszeichen signalisieren „Distanzierung“, manchmal auch Ironie. Axel Springer schrieb die sogenannte „DDR“ in Anführungszeichen. Eine Terminüberweisung in Anführungszeichen könnte heißen, dass es sich um so etwas wie eine Terminüberweisung handeln könnte – aber nicht muss. Vielleicht ist es sogar gerade keine Terminüberweisung, wer weiß? Damit kann sich der Anwender sicher darauf verlassen, dass eine Terminüberweisung durchgeführt wird – oder nicht. Überwiesen wird dann so eine Art „Betrag“, was auch immer das sein soll. Vielleicht die Note für das bisherige Betragen des „Kunden“ gegenüber der „Bank“? Ja, wäre möglich. Vielleicht auch nicht. Machen Sie einfach weiter so, dann „kaufe“ ich auch das nächste Update Ihrer „Software“.

Ein „Anwender“.

wtf?

Freitag, 8. Mai 2015

Hat man Probleme mit seiner Banking-Software und möchte daher das Forum der Community dazu befragen, muss man erst selbst Auskunft geben – nämlich ob man jünger oder älter als 13 Jahre ist. Das soll vermutlich das Vertrauen in die Software erhöhen.

Allerdings ist es egal, was man anklickt, der nachfolgende Bildschirm ist identisch.

Liebes StarMoney,

Montag, 30. Januar 2012

gerade dachte ich, ich hätte das jährliche Update (heute: Version 8.0) überstanden, da entschiedest du dich in deiner ganzen Weisheit, bei einer einfachen Suche in den Umsätzen den Bildschirm schwarz zu streichen und den Rechner neu zu starten. Du kannst dir vorstellen, dass sich mein Vertrauen in deine Sicherheit um mehrere Prozentpunkte veränderte. Auch der Umstand, dass meine Bank dich empfiehlt, oszilliert mein Vertrauen in deren Urteilskraft signifikant. Kurz: Ich spüre, dass unsere Beziehung einen kritischen Punkt erreicht hat.

Du doch auch, gib’s zu.

Liebe Star Finanz!

Dienstag, 2. Februar 2010

Seit mehreren Jahren benutze ich dein Produkt StarMoney. Nicht wegen des tollen Namens oder weil es very sophisticated features besitzt, sondern weil meine Bank es empfiehlt und ich keinen Bock habe, mich nach Alternativen umzuschauen. Über die Jahre hinweg haben wir uns gemeinsam von der Version 2.0 bis 6.0 hochgearbeitet (wobei mich das .0 immer etwas erheiterte, weil nie ein .1 folgte). Ob das für die rudimentären Funktionen, die ich benutze – Überweisung, Lastschrift, Kontostand – überhaupt notwendig gewesen wäre, weiß ich nicht. Zumindest hast du mich immer streng daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für eine neue Version würde.

Heute morgen war es wieder soweit: Du empfingst mich mit folgendem massiven „Bitte beachten Sie“-Kasten:

starfinanz1

Darin erklärst du mir, dass der Support für die alte Version am 31. März ausläuft und ich doch am besten gleich ein Update auf die Version 7.0 ordern soll, starfinanz2die außerdem mit „vielen neuen Funktionen“ aufwarten wird. Um mir diese Entscheidung noch leichter zu machen, bietest du mir einen dicken roten Knopf an, auf den ich drücken soll, um die neue Version zum 23% günstigeren Updatepreis zu erwerben. Mit einem leisen Knirschen meiner Zähne drücke ich auf „Kaufen“.

Das Ergebnis ist … sagen wir mal: unerwartet. Es dürfte allerdings nicht dazu dienen, das Vertrauen in eine Banksoftware signifikant zu verbessern. Oder etwa die Möglichkeit eröffnen, dem Fehler auf die Spur zu gelangen. Oder?

starfinanz31

PS: Allen Schlaumeier, die jetzt reklamieren: „Drück doch auf ‚Lizenzschlüssel eingeben‘!“, sei mitgeteilt, dass dieser Weg ebenfalls ins logistische Nirwana führt.