Letzte Worte?

Es wurde schon viel zur „Letzten Generation“ geschrieben – kurz auch mal hier. Dabei sollte der erste Gang immer erst zur Website der Betroffenen sein. Was hier zu lesen ist, ist so überaus vernünftig, dass man sich wünscht, auch unsere Bundesregierung würde derart faktenbasiert, sich selbst hintanstellend und zukunftsorientiert handeln. Da sie es leider nicht tut, ist die Arbeit der „Letzten Generation“ offenbar dringend nötig. Warum, fasst Gregor Gross in seinem Newsletter „Allererste quantenschäumende Weblese-Sahne“ so allerbestens zusammen, dass ich nur noch darauf verlinken kann.

Tröten statt Zwitschern

Mastodon-Logo (Elefant mit "m")Noch bin ich bei Twitter und schaue mir das Chaos dort an. Aber wie viele andere habe ich mich nun auch ins Fediverse begeben und einen Account bei Mastodon angelegt. Der erste Eindruck ist sehr gut und es fühlt sich ein bisschen an wie früher(TM), als das Web 2.0 noch jung war. Kein lautes Geschrei in Großbuchstaben, sondern Menschen, die mit der Netiquette aufgewachsen sind. In einem System, das dem am nächsten kommt, woran Tim Berners-Lee vielleicht am 6. August 1991 gedacht hat. Es gibt Hoffnung.

Weltklimagipfel

Wieder brachte ein Mädchen die Welt zum Schweigen. Diesmal nicht Greta Thunberg, sondern die zwölfjährige Severn Suzuki.

„Losing the future is not like losing an election or losing a few points on the stock market.“

Leider ist das 30 Jahre her.

Meine Generation hat jedes Recht verloren, auch nur noch ein Gramm CO2 in die Luft zu pusten.

Oder sich über junge Menschen aufzuregen, die zivilen Ungehorsam üben, weil sie keine 30 Jahre mehr Zeit haben, um auf Veränderungen zu warten.

Severn Cullis-Suzuki ist auch heute noch Klima-Aktivistin.

[Danke an @ProfGuidoKuehn@mastodon.art für den Link.]

Und täglich kämpft das Murmeltier …

Auf unserer Wanderung über den Lechtaler Höhenweg konnten wir täglich Murmeltiere beobachten, oft direkt am Wanderweg. Aber diese beiden Exemplare unweit der Stuttgarter Hütte waren doch etwas außergewöhnlich:

Gelesen: Sommersprossen auf den Knien

Titelbild des Buches "Sommersprossen auf den Knien": Ein rothaariges Mädchen saust auf dem Fahrrad vorbeiK2 (6) braucht neuen Lesestoff. „Die Schule der magischen Tiere“ samt angebauten Reihen ist schon so gut wie durch und die Klassiker sowieso. Da springt mir beim Durchsehen des Regals ein Buch in die Hände, das ich noch nie zuvor gesehen habe. Auch K1 (15) und Mutter wissen von nichts. Das Buch muss uns irgendwer irgendwann geschenkt haben. Dann muss es ungelesen vom Gabentisch ins Regal gewandert sein. Oder ein Wichtel hat es hier heimlich, still und leise abgestellt. Das ist sehr viel wahrscheinlicher. Denn wer dieses Buch verschenkt, tut dies mit ausgewählten Superlativen.

Aber fangen wir mit dem einzigen Kritikpunkt an: Warum das Buch „Sommersprossen auf den Knien“ heißt, soll das Geheimnis des deutschen Verlags bleiben. „Tonje Glimmerdal“ wäre der richtige Titel, denn so heißt unsere Heldin, der kleine Wirbelwird vom Glimmerdal. In diesem norwegischen Tal wohnt die Neunjährige. Als einziges Kind hat sie es dort nur mit Erwachsenen zu tun: Den kinderhassenden Campingplatzbesitzer Klaus Hagen, ihren manchmal etwas (weil die Mama meist in Grönland arbeitet) überforderten Papa, die neugierige Sally, die Tanten Idun und Eir – und Tonjes bester Freund und Patenonkel, der alte Gunnvald. In diesem Frühling vor ihrem 10. Geburtstag lässt Tonje nichts aus, was ein Kind in einem abgelegenen norwegischen Tal erleben kann: spektakuläre Rennrodelstunts, aus dem Nichts auftauchende neue Freunde, Lämmergeburten und ein 30 Jahre altes Familiengeheimnis.

Maria Parr erzählt weich, witzig und präzise zugleich, was Freundschaft bedeutet, dass Menschen Fehler haben und trotzdem geliebt werden können, dass Musik manchmal die besseren Worte findet und wie mächtig und wunderschön die Natur ist. Richtig gute Kinderliteratur macht beim Vorlesen Kinder *und* Erwachsene glücklich, weil beide gleichzeitig, aber auf verschiedenen Wegen in eine andere Welt mitgenommen werden. Aber dieses Buch können Erwachsene auch ohne Kinder lesen.

Wer auch immer uns dieses Buch geschenkt hat: Mein und K2s tiefster Dank!

Wer war’s?

Schaut man sich die wundervolle Landschaft im Oberen Donautal genauer an, findet man gelegentlich ausgetretene Pfade, die vom Feld zum Fluss führen. Oder umgekehrt?

Oberes Donautal mit Felsen, einem Feld und zwei Spuren in der Wiese zwischen Donau und Feld.

Wer ist denn hier so häufig unterwegs? Schaut der Landwirt mit dem Kajak nach seinen Feldern? Gehen die Feldmäuse einen trinken nach der Festmahlzeit?

Ausschnitt des anderen Bildes, Spuren vergrößert

Sachdienliche Hinweise in die Kommentare, bitte.