Tröten statt Zwitschern

Mastodon-Logo (Elefant mit "m")Noch bin ich bei Twitter und schaue mir das Chaos dort an. Aber wie viele andere habe ich mich nun auch ins Fediverse begeben und einen Account bei Mastodon angelegt. Der erste Eindruck ist sehr gut und es fühlt sich ein bisschen an wie früher(TM), als das Web 2.0 noch jung war. Kein lautes Geschrei in Großbuchstaben, sondern Menschen, die mit der Netiquette aufgewachsen sind. In einem System, das dem am nächsten kommt, woran Tim Berners-Lee vielleicht am 6. August 1991 gedacht hat. Es gibt Hoffnung.

Weltklimagipfel

Wieder brachte ein Mädchen die Welt zum Schweigen. Diesmal nicht Greta Thunberg, sondern die zwölfjährige Severn Suzuki.

„Losing the future is not like losing an election or losing a few points on the stock market.“

Leider ist das 30 Jahre her.

Meine Generation hat jedes Recht verloren, auch nur noch ein Gramm CO2 in die Luft zu pusten.

Oder sich über junge Menschen aufzuregen, die zivilen Ungehorsam üben, weil sie keine 30 Jahre mehr Zeit haben, um auf Veränderungen zu warten.

Severn Cullis-Suzuki ist auch heute noch Klima-Aktivistin.

[Danke an @ProfGuidoKuehn@mastodon.art für den Link.]

Und täglich kämpft das Murmeltier …

Auf unserer Wanderung über den Lechtaler Höhenweg konnten wir täglich Murmeltiere beobachten, oft direkt am Wanderweg. Aber diese beiden Exemplare unweit der Stuttgarter Hütte waren doch etwas außergewöhnlich:

Gelesen: Sommersprossen auf den Knien

Titelbild des Buches "Sommersprossen auf den Knien": Ein rothaariges Mädchen saust auf dem Fahrrad vorbeiK2 (6) braucht neuen Lesestoff. „Die Schule der magischen Tiere“ samt angebauten Reihen ist schon so gut wie durch und die Klassiker sowieso. Da springt mir beim Durchsehen des Regals ein Buch in die Hände, das ich noch nie zuvor gesehen habe. Auch K1 (15) und Mutter wissen von nichts. Das Buch muss uns irgendwer irgendwann geschenkt haben. Dann muss es ungelesen vom Gabentisch ins Regal gewandert sein. Oder ein Wichtel hat es hier heimlich, still und leise abgestellt. Das ist sehr viel wahrscheinlicher. Denn wer dieses Buch verschenkt, tut dies mit ausgewählten Superlativen.

Aber fangen wir mit dem einzigen Kritikpunkt an: Warum das Buch „Sommersprossen auf den Knien“ heißt, soll das Geheimnis des deutschen Verlags bleiben. „Tonje Glimmerdal“ wäre der richtige Titel, denn so heißt unsere Heldin, der kleine Wirbelwird vom Glimmerdal. In diesem norwegischen Tal wohnt die Neunjährige. Als einziges Kind hat sie es dort nur mit Erwachsenen zu tun: Den kinderhassenden Campingplatzbesitzer Klaus Hagen, ihren manchmal etwas (weil die Mama meist in Grönland arbeitet) überforderten Papa, die neugierige Sally, die Tanten Idun und Eir – und Tonjes bester Freund und Patenonkel, der alte Gunnvald. In diesem Frühling vor ihrem 10. Geburtstag lässt Tonje nichts aus, was ein Kind in einem abgelegenen norwegischen Tal erleben kann: spektakuläre Rennrodelstunts, aus dem Nichts auftauchende neue Freunde, Lämmergeburten und ein 30 Jahre altes Familiengeheimnis.

Maria Parr erzählt weich, witzig und präzise zugleich, was Freundschaft bedeutet, dass Menschen Fehler haben und trotzdem geliebt werden können, dass Musik manchmal die besseren Worte findet und wie mächtig und wunderschön die Natur ist. Richtig gute Kinderliteratur macht beim Vorlesen Kinder *und* Erwachsene glücklich, weil beide gleichzeitig, aber auf verschiedenen Wegen in eine andere Welt mitgenommen werden. Aber dieses Buch können Erwachsene auch ohne Kinder lesen.

Wer auch immer uns dieses Buch geschenkt hat: Mein und K2s tiefster Dank!

Wer war’s?

Schaut man sich die wundervolle Landschaft im Oberen Donautal genauer an, findet man gelegentlich ausgetretene Pfade, die vom Feld zum Fluss führen. Oder umgekehrt?

Oberes Donautal mit Felsen, einem Feld und zwei Spuren in der Wiese zwischen Donau und Feld.

Wer ist denn hier so häufig unterwegs? Schaut der Landwirt mit dem Kajak nach seinen Feldern? Gehen die Feldmäuse einen trinken nach der Festmahlzeit?

Ausschnitt des anderen Bildes, Spuren vergrößert

Sachdienliche Hinweise in die Kommentare, bitte.

Henning

K2 (6) berichtet freudestrahlend, sie habe einen Weberknecht im Schrank. Zeit für einen Witz von Papa, der allem und jedem einen Namen gibt.

Ich: Und – wie heißt er? Klaus?
K2 (entrüstet): Nein, der heißt Henning. (Denkt nach.) Weil der da hängt.

Warum wir uns alle wegschmeißen, erzähle ich lieber nicht, weil der Cousin meiner Frau Henning heißt und Anwalt ist.

Zeddel

Stell dir vor, du wohnst seit kurzem in einer schwäbischen Kleinstadt, hast einen Parkplatz gemietet und willst gerade mit deinem Corsa wegfahren. Da siehst du das da. Was machst du?

Auto parkt vor einem anderen Auto

Unsere neue Nachbarin macht sich Gedanken und dann einen Zeddel.

Zettel an Windschutzscheibe: Hi, bitte nicht vor unseren Parkplätzen parken. Wir kommen so kaum rein oder raus. Danke! Dazu ein Smiley und eine Tüte Gummizeugs.

PS: Keins der drei Autos ist meins. Aber ich habe mich anderntags bei unserer Nachbarin bedankt, als ich sie zufällig traf. Wenn alle so wären, gäbe es weniger Probleme auf der Welt. Oder auf Schwäbisch: „Wenn no älle so wäred wie i sai sodd!“

Anti-Windkraft-Mythen

Die Windkraftlobby sorgt dafür, dass die Landschaft verspargelt wird, Tiere sterben und das Grundwasser verseucht wird. Sagen Windkraftgegner. Der BR (oho!) hat den Fakten nachgefuchst und festgestellt: Bullshit.

Die Windkraft-Serie des Faktenfuchses geht übrigens noch weiter.

[Im D64-Ticker gefunden.]