Alaska

Unsere Kaffeemaschine heißt „Alaska“. Wer denkt sich denn sowas aus? Dabei kann sie nicht mal Eiskaffee machen. Die Flüssigkeit, die sie produziert, schmeckt eher wie gefährliches Nichts.

4 Gedanken zu „Alaska

  1. Wir haben zwei Kaffeemaschinen. Die eine heißt „ProAroma“, was ja noch angeht, die andere aber „Siziliana“. Bei der ist der Milchschäumer kaputt und sie faucht, wie ein Mafiosi, dem man Augen ausgekratzt hat.

  2. Eigentlich haben wir auch zwei Kaffeemaschinen. Warum ich die zweite bislang nicht erwähnte? Weil sie praktisch nie in Betrieb ist, vielleicht auch aus Scham. Sie heißt „SANTECO“, wobei das S und das O größer geschrieben sind als der Rest. „SO“, will sie uns damit mit Blick auf die daneben stehende eisblaue „Alaska“ wohl sagen, „wird Kaffee gemacht“. In der Tat lässt sich damit qualitativ hochwertigerer Türkentrunk auf italienisch zubereiten. Das Problem ist das Geräusch, das damit nebenbei produziert wird. Ähnlich stelle ich mir einen eisigen Januarmorgen in der Schlachterei vor, wenn die schreienden Ferkel aus dem Lastwagen getrieben werden.

  3. Gut beobachtet: Überhaupt sind die Geräusche fauchender Kaffeemaschinen des oberen Consumer-Produkt-Segments unerträglich bis zum Trommelfellanriss. Allein die wahren italienischen Maschinen, die von der Größe her genauso gut als Transportbehältnis für eine Pershin II (gibt’s die noch?) herhalten könnten, die schnurren angenehm. Wahrscheinlich bezahlt man nur für das Sounddesign diese horrenden Summen für diese Gerätschaften. Die Billiheimer-Variante dagegen hätte selbst Siegfried vom Drachenberg vertrieben, ein Kreischen, wie es manchmal auf Bahnhöfen in der Ukraine zu vernehmen ist.

  4. Pingback: Dia-Blog » Blog Archive » Offener Brief

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.