Durch kürzere Arbeitszeiten den Planeten retten?

Hä?

Michael Kopatz hat in einem Gastbeitrag für die Klimareporter eine Idee: „Wenn die Menschen weniger Zeit mit der Erwerbsarbeit verbringen und damit auch weniger verdienen, kaufen sie auch weniger entbehrliche Produkte. Das verringert zugleich den Energie- und Ressourcenverbrauch.“

Als ich das las, fielen mir einige ABER ein.

Aaaber nach nochmaligem Lesen denke ich jetzt: Kopatz hat recht. Leider ist die Zeit vorbei, in der man noch Zeit hatte, mit konventionellen, mit dem jetzigen System konformen Methoden irgend etwas zu retten. Es hätte zwar auch nicht funktioniert, man hätte aber mehr Zeit gehabt. Jetzt muss das ganze System sehr schnell gewechselt werden. Die Klimafrage muss mit der sozialen Frage verknüpft werden. Und die Ökonomie mit der Ökologie. Eigentlich ganz einfach.

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5 Gedanken zu „Durch kürzere Arbeitszeiten den Planeten retten?

  1. Ich mag den Gedanken. Mein wesentliches ABER besteht darin, dass Systemkritik heute schnell mit Verquerdenkertum gleichgesetzt wird. Wird für die nächsten Monate und Jahre ein ziemlicher Balanceakt sein, klarzustellen, dass auch bei grundsätzlich demokratischer Verankerung trotzdem fundamentale Kritik an Wirtschaftssystem und Gesellschaftsstruktur berechtigt und nötig ist.

  2. @Christian: Zwar ist das schöne Wort „Querdenker“ leider zu brauner Asche verbrannt, die damit ursprünglich beschriebene Tätigkeit aber bleibt weiterhin sinnvoll. Vielleicht müsste es jetzt „Weiterdenkerin“ heißen.

  3. Andersdenkende? Hm…

    An sich denke ich zu dem Thema, wir wären alle besser dran, wenn wir „back to the roots“ gehen würden. Mehr Multigenerationenengemeinschaften die zusammenarbeiten (Kinderpflege, Essen Anbauen, Hausarbeit, …) statt Einfamilienhäuser. Etwas mehr Erdverbundenheit und definitiv nicht ständiges Wachstum.

  4. @Marco: Sehe ich ähnlich. Es gibt auf jeden Fall sehr viele verschiedene Baustellen, die alle mit der Klimafrage zusammenhängen. OT: Und daher macht es wenig Sinn, einen der Herren zu wählen, die sich grad um das Bundeskanzlerinnenamt bewerben und btw den Karren in den Dreck gefahren haben.

  5. Pingback: Von Freiheit und Verantwortungslosigkeit – silberpixel.net

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