8 Gedanken zu „Kid-Cuts (53) – Schriftverkehr

  1. Kinder beobachten richtig: In gesprochener Sprache gibt es keine Trenner zwischen Wörtern. Es kommt alles am Stück ins Ohr, ein ganzer Satz völlig pausenlos. Man mag es fast nicht glauben, bis man es auf einem Computerbildschirm als Aufnahme sieht – eine einzige Krautmiste, so ein Satz.

  2. Und was ist KRAUTMISTE? So etwas wie SCHERRETE, KATZENGSCHREI oder GRÖTSCHL, also eines der leckeren Resteessen?

  3. Und das W hinter der Antwort? W wie wunderbar? Oder ein Schnabel?

  4. Krautmiste.
    Muss man das ähnlich denken wie „Reis mit Scheiß“, den eine Mitbewohnerin aus dem fernen Holland in unsere Berliner Küche brachte (es war nichts anderes als Reis mit Resten)?
    Oder ist es das, was man mit Schrumpfnudeln (!) in der Pfanne macht?

  5. Es fehlt als Antwort auf Krautmiste: “ Das schmeckt mir aber nicht.“
    oder wahlweise: „Das mag ich nicht.“ oder „Schon wieder Krautmiste.“

  6. @Helmut: Spätzle + Sauerkraut in der Pfanne. Da ist anscheinend vor Degerloch eine Krautmistgrenze, vermutlich dem Filderkraut geschuldet.
    @Helmut: Das W ist ein M. Da war schon eine andere Notiz begonnen worden … Aber wenn ich’s recht bedenke, gefällt mir der Schnabel am besten.
    @frauziefle: Reis mit Scheiß kennen wir auch. Schrumpfnudeln hingegen nicht. Schupfnudeln hingegen wieder doch.
    @Jörg: Die Antwort wurde nicht auf Papier übermittelt, sondern rein akustisch: Ein Schmatzen.

  7. Ich wünsche mir mehr kulinarisch-mundartliche Korrespondenzen dieser Art, lecker!

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