Kino in der Liste (25)

Toeten! Toeten! Toeten!

Wanted (USA 08)

  • Plot in a nutshell: Planloser Jungspund rutscht in die Rolle des Hoffnungsträgers einer Bande von Auftragskillern – den Webern – hinein, die vom „Webstuhl des Schicksals“ ihre Aufträge erhalten und Menschen ausschalten, die in der Zukunft noch Böses anrichten könnten.
  • Mit schierer Wucht und seinen filmischen Gimmicks macht Regisseur Timur Bekhmambetov da weiter, wo er bei „Wächter der Nacht“ aufgehört hat
  • Allerdings mit einer zweifelhaften State-of-the-Art-Coolness (Killen ist geil) und Plotlöchern so groß wie der Grand Canyon
  • James McAvoy war schon in „Abbitte“ der Schwarm der Frauen. Jetzt als etwas schusseliger Mörderlehrling macht er ordentlich auf dicke Hose.
  • Und Angelina Jolie präsentiert sich ganz ihrer dürren Vogelscheuchenpracht.
  • Wenn der lernwillige Mordbube gegen Ende waffenstarrend Amok läuft, ist nicht die einzige Anspielung auf „Matrix.“
  • Wer nicht höllisch aufpasst, lässt sich aber von den unzähligen Kamerakapriolen und der konstanten Materialverschottung einmummeln.
  • Und noch heute weiß ich nicht, ob ich die spektakuläre neuen Art, wie im Film rumgeballert wird (die Kugeln der Weber können Kurven machen) ganz doof oder ganz toll finden soll.
  • Fazit: Ein Wunder, dass es bei der ganzen „Ich geh jetzt raus und mach alle platt“-Mentalität nach Filmstart in den USA nicht ein Dutzend Columbines gab. Denn Wes fragt am Ende nach einer beispiellosen Blutorgie in die Kamera: „And what the fuck have you done lately?“ 

Amok und Kurven-Schiessen

Ein Gedanke zu „Kino in der Liste (25)

  1. Hört sich ein wenig nach einem Holywood-Remake von „Boondock Saints“ an. Auch das Bild erinnert mich an den stümperhaften Rocco, der Frischling der Mörderkombo.

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