Kino in der Liste (27)

 Echte Erde

Krabat (D 08)

  • Plot in a nutshell: Armer Wandersbub wird zum Müllersbub und lässt sich auf eine dubiose Herrengesellschaft in abgeschiedener Mühle ein. Da steckt natürlich der Teufel drin und nur ein Mädel kanns richten.
  • Die Mär vom ahnungslosen Zauberlehrling hat Marcus Kreuzpaintner zum marktgängigen Fantasy-Drama glattgebürstet.
  • Dass der Autor Otfried Preußler das selbst als „anspruchsvolles und in sich stimmiges Ganzes“ adelt darf aber nicht davon ablenken, dass
  • man Jungschauspielern noch so viel Dreck ins Gesicht schmieren kann, aber trotzdem kein erdiger Film rauskommt
  • digitale Tricktechnik auch gut eingesetzt werden will (albern zerhackte Kampfszenen, maue Rabenverwandlung)
  • bei Sätzen wie „Deine Zeit ist abgelaufen. Gegen Liebe hast du keinen Zauber“ nicht nur zynische Pressevorschau-Journalisten lauthals lachen werden und
  • ein Otto Sander noch so raunig aus dem Off die Geschichte erzählen kann: Gruselig wird es zwar, aber nicht mit dem Krabat-Horror, der einen in der Jugend so fertig gemacht hat.
  • Fazit: Brave Jugendbuchklassiker-Verfilmung, der man aber etwas mehr Mut gewünscht hätte

Dreck

3 Gedanken zu „Kino in der Liste (27)

  1. Warum muss man das überhaupt verfilmen? Ok, habe ich bei Herr der Ringe auch gesagt. Trotzdem: Wer sich auf solche Klassiker einlässt, muss sich daran messen lassen. Und wenn wog misst, dann sollte der Dreck richtig dreckig sein.
    Das Gute daran: Schon wieder nen Film gespart.

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