Melodien für Millionen

Ich könnte ja behaupten, das Loch in diesem Blog komme daher, dass unser Internetanschluss gestört war, aber das wäre gelogen. Ersteres, nicht letzteres. Seit gestern abend läuft wieder DSL, aber bis es dahin kam, mussten wir nicht nur mit antiker ISDN-Geschwindigkeit leben, sondern auch etliches an Musik hören.

Denn selbst bei kostenlosen Hotlines muss man sich zuerst mit Maschinen unterhalten, dann schwachsinnige Callcenterfragen („Das Netzkabel steckt drin?“ – „Ja, seit zwei Jahren!“) beantworten, um schließlich in irgendeiner Warteschleife zu hängen, die mit brüllend lauter und nervig fröhlicher Musik gefüllt ist – unterbrochen von debilen Werbesprüchen.

Immerhin kroch dann schon zwei Stunden später der Techniker unterm Tisch herum, um der Reihe nach alle Geräte auszutauschen und festzustellen, dass alles in Ordnung war – bis auf die DSL-Leitung eben. Daraufhin zog er sein PDA heraus, um mit der Zentrale zu telefonieren. Und wartete. Und wartete. Und wartete.

Ich müsste lügen, gäbe ich nicht zu, dass mir mehr als ein Grinsen übers Gesicht huschte, als ich die schon sehr bekannte Melodie vernahm.

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