Neu im Regal (24)

Jan-Uwe Fitz: Entschuldigen Sie meine StörungJan-Uwe Fitz: Entschuldigen Sie meine Störung. Köln (DuMont Buchverlag) 2011. 288 Seiten, 8 Euro 99.

Es gibt Bücher, die muss man einfach gelesen haben. Dieses Buch gehört nicht dazu. Man sollte es vielmehr gehört haben. Eigentlich gehört es vom Autor selbst vorgelesen. Allerdings ist es kein Hörbuch, daher muss man in eine der vielen Lesungen gehen, die der Autor veranstaltet. Leider liest er dort weder selbst, noch aus seinem Buch. Wenigstens kann man das Buch gehörig signieren lassen. Das gehört sich jedoch nur, wenn es einem gehört. Auch wenn es kein Hörbuch ist. Am besten hört man einfach das Internet ab.

Das klingt verrückt und kompliziert, ist es aber auch. Schließlich handelt der Roman von einem gestörten Menschen. Wovon man sich indes nicht stören lassen sollte. Denn eigentlich schreibt der gestörte Mensch den Roman, was zugegebenermaßen etwas verstörend ist. Um einen Roman handelt es sich jedoch nicht, dafür hat der verstörte Lektor des Buches Sorge getragen. Der Lektor kommt in dem Buch zwar nicht vor, spielt dort aber einen unsichtbaren Hausmeister und in einer Nebenrolle zwei Vorhangnippel.

Wenn mich jemand fragt, ob ich das Buch empfehlen kann, antworte ich wahrheitsgemäß. Fragt mich hingegen jemand, ob dieser Wahnsinnsroman eine faszinierende Reihung von Fitziaden sei, die in einer missglückten Rahmenhandlung aufgefangen werden, um dann einem absurden Höhepunkt zuzustreben, der einen in Kicherorgien qualvoll ersticken lässt, antworte ich besser nichts. Ich bin doch nicht blöd.

Disclaimer: Ich habe Jan-Uwe Fitz entdeckt. Eigentlich hatte ich etwas anderes gesucht.
Disclaimer II: Jan-Uwe Fitz hat eines unserer Bücher rezensiert. Ich weiß bis heute nicht, ob das gut oder schlecht für uns ist. Möge es ihm genauso ergehen.
Disclaimer III: Eine sehr viel bessere Rezension als diese hier hat das Häkelschwein geschrieben, die Sau.

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