Nichts zu hören

Selbstverständlich waren wir vorbereitet auf den Hype um unser neues Buch. Schließlich hatten wir mit aller Macht vergebens versucht, ihn loszutreten. Von der Neuen Zürcher Zeitung über das Handelsblatt bis hin zu Vanity Fair – alle wurden sie mit nichts bestückt. Und alle fielen darauf rein, indem sie prompt nichts schrieben: Leitartikel – Nichts, Internationale Politik: Nichts, Feuilleton: Nichts, selbst Buchbesprechungen und Behindertensport: Nichts.

Wen wir nicht auf der Rechnung hatten, war das Radio. Und versäumten daher, sämtliche Sender wegen nichts anzufunken. Das rächte sich heute Nachmittag. Ein netter junger Mann rief an, stellte sich als Marcus Richter von Radio Fritz vor und bat darum, die Nichts-Urheber für seine Sendung „Trackback“ (wir berichteten) interviewen zu dürfen. „Klar“, huschte es über unsere Lippen und – zack! – saßen wir in der Falle. Nun muss wog seinen Verpflichtungen als Nichts-Pressesprecher nachkommen. Außerdem hat er es näher zum Studio.

Kurz: Da es nicht mehr zu vermeiden ist, über Nichts zu plaudern, könnt ihr sein Gestammel genausogut live anhören. Empfohlene Einschaltzeit: Morgen (Samstag) abend von 18 bis 20 Uhr. Wann jetzt das Interview genau kommt, weiß von uns niemand. Wir waren eben nicht darauf vorbereitet.

Trackback

Trackback ist über jede Menge Frequenzen zu empfangen. Wer bei seinem Autoradio den Knopf abgedreht hat, weder in Berlin noch in dessen Umgebung wohnt und mit dem digital-terrestrisch-satellitischen Kram nix anfangen kann, der empfängt Trackback problemlos übers Internet als Realstream oder Windows Media Stream. Mit etwas Glück könnt ihr wog per Webcam sogar in der Nase bohren sehen.

[Nachtrag vom Samstag abend: Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich natürlich auch als Podcast bei Trackback anhören, das Interview startet etwa bei 52:25.]

15 Gedanken zu „Nichts zu hören

  1. Ganz groß, der Wolfgang. Und das ohne den geringsten schwäbischen Zungenschlag. Auch wenn das dem Image der Schwaben sehr gut getan hätte.

  2. Dafür, vor allem aber für die hemmungslose Taubenvergrämerwerbung gibt der Taubenvergrämer einen aus, könnte man zu hören meinen. Aber es war nichts zu hören.

  3. mein trägger verrät mir, dass meine seite nach wie vor ignoriert wird. entweder hört keiner trackback oder wog genießt null reputation.

  4. Ich fürchte, du hast mit beiden Vermutungen übel recht. Aber du wirst den guten Willen wohl nicht am Erfolg messen wollen? Oder solltest du gar sparsamer als ein Schwabe sein?

  5. oh sorry, wollte deinen vollen namen nicht schreiben, ist mir so rausgerutscht. darfste gerne löschen

  6. Das ist das blöde an der von dir bevorzugten inkonsequenten Klein-/Großschreibung. Hättest du mich von vornherein in der veralteten pronominalen Anredeform für Untergebene und Standesniedere, dem „Er“ angeredet, hätte ich gar nicht geantwortet. So haben wir jetzt ein richtiges Schlamassel. Und ich soll mich auch noch selber löschen. Da kommen wir mit einem Kasten Bier aber nicht mehr hin …

  7. Kinder, wenn hier jetzt nicht bald Schluss ist, dann kommt ihr ohne Abendbrot ins Bett.

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