Public Viewing

 

Wir wollen eine alte Tradition aufleben lassen und den PVA-TÜV spielen – sprich: Public Viewing-Orte besuchen und drüber reden. Das haben wir hier und hier vor sechs Jahren schon mal gemacht. Und es hat uns eine Abmahnung eingebracht. Mittlerweile haben wir viel kommen und gehen sehen, das 11-Freunde-Quartier in Berlin wurde zu einer Riesenveranstaltung und die Fanmeile am Brandenburger Tor wird mittlerweile gar nicht mehr abgebaut – so kommt es einem zumindest vor. Der Trend geht deshalb wieder zu kleinen, schmutzigen Lösungen. Wie gestern in der Yes-Bar in Prenzlauer Berg. Berlin liegt da noch (oder wieder) in Trümmern. Und sei es nur, um die Gehsteige schön plan zu machen, dass die Touristen nicht mehr drüber stolpern. Die Bildschirme waren zwar klein, der Ball kaum zu sehen, die Stimmung aber spitze, man saß auf Bierbänken und marodem Stuhlwerk, der Wirt höchstselbst brachte die Biere vorbei und aus den Pflastersteinen konnte man sich prima Beinablagen basteln.
Wertung: 4/5

2 Gedanken zu „Public Viewing

  1. Ja, der Trend geht zurück zum ausgefallenen PV. Ausgefallen im Sinne von erstaunlich. Neulich in Frankreich gab’s in der Dorfkneipe deutsch-welsche Verbrüderungsaktionen angesichts der dritten Vize-Bayern. Und kostenlos servierte Fritten, Käse- und Wurstplatten. Nun mache ich mich auf gen Italien und hoffe auf Public Campingplatz Viewing mit möglichst vielen Nationen. Ob die Italiener da noch mitkicken, wissen allenfalls die Iren.

  2. Nachtrag: Wir viewten tatsächlich das Halbfinale public in Italien. Insgesamt waren die Einheimischen fröhlicher als die deutschen Gäste. Zum Trost gab’s von der Wirtin einen Sangria. Dieses spanische Getränk kam den Tifosi allerdings ein paar Tage später wieder hoch. Mir hat’s gemundet.

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