PVA-TÜV (4)

Nichts zu mäkeln gab es in der Hauptstadt, was die Technik angeht: 52 Quadratmeter LED-Leinwand, die „auch bei strahlendem Sonnenschein noch jedes Detail“ zeigt, so lobhudelt der Veranstalter. Und wahrlich: Selbst beim Überraschungsspiel Australien-Südkorea, als die Sonne um 15 Uhr Löcher in den Boden brannte, war eine gleißende Bildqualität angesagt. Auch hier leider Südostausrichtung, was beim Spiel um Platz drei aber egal war, da eh schon dunkel.

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Ganz anders dagegen bei der frankophilen Gaststätte „Visite ma tente“, wo die Leinwand mit Gaffatape sehr provisorisch ans Fenster geklebt wurde, und sich das Bild per Rückprojektion auch nur schwerlich dran festkrallen konnte. Alle starrten aufs liederliche Bild, ein Stöhnen und Ächzen ging durchs straßenverstopfende und auf Mauern rumhockende Publikum, das man hier noch unverkrampft sieht und hier in einem packenden Tondokument von 6 Minuten und 30 Sekunden Länge auch beim Elfmeterschießen gegen Italien hören würde, wenn das mit Upload klappen täte. (Vielleicht sind aber auch 8 MB mp3 doch zu viel des Guten).

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Ein Gedanke zu „PVA-TÜV (4)

  1. Glas. Wir warten auf Glas.
    8 MB sind definitiv zu viel. Kürz das mal auf 1 Minute runter, auf dass das französische Gestöhne der Nachwelt erhalten bleiben möge.

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