Schilda (7) – Lammelen

Da überlegt sich eine Firma, die Wintergärten herstellt: „Hm, vielleicht sollten wir ein bisschen Werbung machen, damit mehr Leute unsere vier Hauptprodukte Guillotine-Fenster, Lamellendächer, Glasdach-Systeme und Vordach-Systeme kaufen.“

Möglicherweise haben sie eine Marketingabteilung, und die entscheidet, dass sie ein paar Anzeigen in „Schöner Wohnen“ schalten, regionale Kinowerbung buchen und Flächen in der Region mit Außenwerbung belegen, um ihre vier Hauptprodukte Guillotine-Fenster, Lamellendächer, Glasdach-Systeme und Vordach-Systeme besser bekannt zu machen.

Dann lassen sie eine Fotografin schicke Bilder von ihren vier Hauptprodukten Guillotine-Fenstern, Lamellendächern, Glasdach-Systemen und Vordach-Systemen machen.

Anschließend beauftragen sie eine Werbeagentur damit, die vier Hauptprodukte Guillotine-Fenster, Lamellendächer, Glasdach-Systeme und Vordach-Systeme ihrem Corporate Design passend in Szene zu setzen und anschließend dem Publikum in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Aber niemand kommt auf die Idee, die vier Wörter, auf die es ankommt, nämlich die vier Hauptprodukte Guillotine-Fenster, Lamellendächer, Glasdach-Systeme und Vordach-Systeme kurz nochmal durchzulesen, ob vielleicht ein klitzekleiner Fehler passiert sein könnte. Oder zwei. Oder drei. Aber vielleicht gibt es die Firma auch schon gar nicht mehr. Zumindest die Website deutet darauf hin.

4 Gedanken zu „Schilda (7) – Lammelen

  1. Wie kommt man dazu, ein Fenster mit dem Namen einer Tötungsmaschine zu benamsen? Aber richtig geschrieben ist’s doch? Im Gegensatz zu den beiden anderen Fenstertypen! Aber selbst den Tageszeitungen scheint heutzutage eine korrekte Schreibweise nicht mehr erstrebenswert. Da muss man dem Fensterbauer schon fast Verständnis entgegenbringen.

  2. Ich wüsste nicht, was gegen die Zusammenschreibung spricht: Guillotinefenster

    Vordachsysteme hätte ich intuitiv vermutlich auch zusammengeschrieben oder zusammen geschrieben, aber es könnte zu Verwechselungen mit Vor-Dachsysteme kommen, was auch immer das sein könnte.

  3. Gegen Guillotinefenster spricht nichts. Außer der Vorstellung, dass man seinen Kopf drin haben könnte, wenn das Ding runter fällt.

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