Senioren-PISA

Weil ich gelegentlich Rockkonzerte besuche, Spreeblick nicht für ein Berliner Tanzcafé halte und nach dem Joggen ohne Lifta die Haustreppe erklimme, zählte ich mich bislang noch zur jüngeren Generation. Oder wenigstens zu denen, die man mit „im besten Alter“ umschreibt. Bis ich heute morgen den Briefkasten leerte und folgende bunte Postkarte fand:

Senioren-PISA

„Wie fit sind Deutschlands Senioren?“ sorgt sich da eine Organisation namens „Großer Deutschland Wettbewerb“ aus Quakenbrück und macht sich gleich daran, die Frage mithilfe einer schwarz-rot-goldenen „PISA STUDIE“ zu beantworten. Der potenzielle Rätsellöser und Kartenrücksender wird abschließend „darauf hingewiesen, das seine personenbezogenen Daten in der EDV-Anlage der Bevollmächtigten gespeichert werden“. Der eigentliche Schlag kommt aber auf der Rückseite:

PISA-Senioren 2 Detail

Menschen, die wie ich vor dem 9. Oktober 1966 geboren wurden, sehen sich damit flugs in die Senioren-Liga befördert. Vielleicht sollte ich die nächsten Viagra-Mails sicherheitshalber in Großbuchstaben ausdrucken und unterm Kopfkissen archivieren …

PS: Dass die ganze Chose zum Himmel stinkt, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Ein Gedanke zu „Senioren-PISA

  1. Armer schwarzer Kater! Da sind sie bei dir als rüstigem Prä-Senior aber voll an den falschen geraten. Du bist die Zielgruppe! Vergiss es, dein Altern mit pubertärem Zeux wie Rockkonzerten oder Joggen kaschieren zu wollen. Bestell‘ dir Bruchbänder und Gehhilfen. Ich habe auch schon welche. Aber dazu an anderer Stelle.

Kommentare sind geschlossen.