Stefan Beck ist tot.

Den Tag vergesse ich nie. Du kamst ins TVV-Zimmer, warst richtig euphorisch und sagtest, da ist etwas, das wird die Welt verändern. Es nenne sich Hypertext. „Wozu soll das gut sein?“, fragte ich. „Alles wird vernetzt“, sagtest du, „mit Hyperlinks“. Ich verstand kein Wort. Später, als wir zusammen vor dem Bildschirm saßen und uns per Mosaic durchs ruckelnde Internet klickten, kapierte ich. Aber erst Jahre danach wurde mir klar, dass du schon damals wusstest, dass ein neues Zeitalter begonnen hatte.

Auch wenn wir uns schon lange aus den Augen verloren haben, gibt es täglich Gelegenheiten, bei denen ich an dich denken muss. Und das hat sicher den Grund, dass du der gleichzeitig scharfsinnigste wie warmherzigste Mensch warst, mit dem ich zusammenarbeiten und von dem ich lernen durfte. In meiner Erinnerung sehe ich dich stets lachen. Das macht mich leider nicht weniger traurig. Es ist nicht fair, dass du gehen musstest.

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