Altpapier

Irgendwann sind sie dran: Die Bücher, die man bei jedem Umzug im Leben in irgendeinen Karton gesteckt hat, um sie später nochmal zu lesen. Oder aus Sentimentalität. Oder weil man Bücher generell nicht wegwirft. Aber weil man in diesem Leben garantiert kein größeres Haus mehr beziehen wird und auch die Scheune schon voll ist: Die. Fliegen. Jetzt. Raus. Doch manches Buch wird tatsächlich nochmal gelesen. Wie dieses hier:

Titelbild des Buchs "Agaton Sax der Meisterdetektiv"Man sieht schon am äußeren Zustand, wie oft es gelesen wurde. Wir hatten ja nichts, da wurde jedes Buch mehrfach konsumiert. Und speziell dieses ist natürlich grandios. Agaton Sax ist Chefredakteur der kleinsten Zeitung Schwedens, der „Byköpingpost“. Nebenbei allerdings ist er einer der scharfsinnigsten Superdetektive weltweit, vor dem auch international gesuchte Verbrecher wie Anaxagoras Frank (Vorsitzender der Liga für lautlosen Sprengstoff) zittern.

Agaton Sax ist nicht nur Meister der Verkleidung, sondern auch ein bauchrednerisch begabtes Sprachgenie, das unter anderem fließend Grälisch spricht. Die schwerste Sprache der Welt wird nur noch von ganz wenigen Menschen gesprochen. Und zwei davon sitzen ganz zufällig im selben Zugabteil wie Agaton Sax, der in seinem Urlaub von Brosnien nach Merzegowina fährt. Und entpuppen sich als gefährliche Banknotenfälscher. Unerhört! Zum Glück hat der phänomenale Detektiv seinen unglaublich klugen Dackel Tickie bei sich und Tante Tilda hält die Stellung zuhause in Byköping und rätselt per Telegramm an Agaton Sax, ob sie besser Trinatriumdormatolhypnoformatolinsalicyl oder Pernatriumhypomentalcalciumformatolin zum Einschlafen nehmen soll.

Fertig gelesen. Weg. Altpapier.

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