Kid-Cuts (10)

Journalisten sind meist recht simpel gestrickte Menschen. So wie du und ich eben auch. Entdecke ich etwas neues auf diesem Planeten (oder in, oder unter ihm), dann freue ich mich, backe einen Kuchen oder nerve meine Lebensgefährtin damit. Journalisten freuen sich vielleicht, einen Kuchen backen sie nicht, weil sie keine Zeit haben und ihrer Lebensgefährtin können sie es nicht erzählen, weil die es nicht mehr hören will, denn Journalisten lernen ja nie aus. Journalisten haben aber eine Unart: Das soeben Erlernte wird flugs zu Papier gebracht auf dass die Welt nicht doof sterbe. So musste schon mancher Wald sein Leben lassen, weil wieder mal so ein Journalist beim Sex nicht aufgepasst hat. Und dann fängt er halt an zu schreiben.
Böse wird es aber, wenn sie gutgemeinte und schon lange im Vorfeld des Vaterseins geäußerte Tipps von Bekannten befolgen (Kauf bloß keinen Bugaboo!) sich damit gerade noch einmal der sozialen Ächtung entziehen, selbige Erfahrung (natürlich!) zu Kolumnen verarbeiten, darin aber das Kind des Tippgebers schmähen und die Mutter mit einer Bugaboo-Schieberin gleichsetzen! Warum den Blagen nicht gleich Merlin nennen?
Undank ist eben der Welten Lohn. Und hiermit sei verkündet: Fortan soll keiner mehr teil haben an dem reichen Füllhorn an Erfahrungen, die wir mit unserer Tochter Loris schon gemacht haben. Schiebt doch hässliche Kinderwagen durch die Gegend! Kauft euch kratzige Bodys! Verwendet doch Pampers (die stinken nämlich!)! Impft eure Wanzen, oder impft sie nicht! Und vor allem: Geht doch zum Pekip!

2 Gedanken zu „Kid-Cuts (10)

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