Kid-Cuts (38)

Die Hölle hat sich aufgetan: Via Kitafreundin J. hält Barbie einen triumphalen Einzug in unser Haus. „Barbie als Sängerin“, dieses buchgewordene Scheusal, wurde J.s Mutter nach einem Playdate (so heißt das jetzt) allzu gerne los. Beim Hinausgehen hörte ich bereits die Sekt- vielleicht sogar Champagnerkorken knallen.
Meine Tochter ist seither wie auf Droge während sie die quietschig-rosafarbenen Seiten durchblättert und bereits jetzt den locker im Stuhl hingelümmelten Polizeibeamten anschmachtet (der – und nur soviel zum Plot – nimmt Barbies Anruf entgegen, die einen allzu süßen Hund gefunden hat, der wiederum der berühmten Sängerin Stephanie gehört, die in Barbies Stadt ein Konzert spielt, wofür letztere natürlich keine Tickets mehr bekommen hat…).
Was noch mehr verstört: Hinten drauf werden kurz die Charaktere vorgestellt. Auch Ken. Der sei ein „guter Freund“. Was auch immer das sein mag. Denn: Die weiblichen Figuren haben brustartige Erhebungen und sind altersmäßig absolut nicht einzuordnen (12? 24? 36?).
Was Ken will, das kann ich mir schon vorstellen. Meine Tochter noch nicht. Gott sei Dank.

Ein Gedanke zu „Kid-Cuts (38)

  1. Ich bin mit dem Herzen bei dir. Ich kann den Schmerz regelrecht fühlen. Augenkrebsiges Pink auf niveaulosen Inhalt geträufelt. Ihr habt vermutlich Spucktüten im Kinderzimmer. Mein Hirn aber krümmt sich vor Lachen. Es ist ein verzweifeltes Lachen, das im Nirvana verhallt, denn mein Kind wird eines Tages ebenfalls die Pforte öffnen.

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