Vetter

Kaum habe ich ein weiteres Diablog ausfindig gemacht (das, obwohl ein Jahr älter, dennoch von uns unentdeckt blieb), schon darf ich es beipflichtend zitieren:

Wenn ein Täter zum Opfer gesprochen wird, so ist das ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die trotz Verfolgung und Inhaftierung das Nazideutschland überlebt haben! Schämen Sie sich, Herr Oettinger!

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3 Gedanken zu „Vetter

  1. wie täter zu opfern gemacht werden, lässt sich auch regelmäßig in den Event-Movies von ARD, ZDF, SAT1 und RTL sehen. mein rechts angehauchter Onkel freut sich regelmäßig die künstliche Hüfte ab, wenn er so Filme wie „Dresden“, „Die Flucht“ o.ä. präsentiert bekommt. Da muss man Oettinger fast dankkbar sein, dass er es weniger unterschwellig bevorzugt.

  2. Wahrscheinlich schaue ich mir unbewusst solche Filme nicht an, weil schon in den Vorschauen die Geschichtsklitterung hervorlugt und mein Magen dagegen rebelliert. Wobei natürlich zu fragen wäre, ob es überhaupt möglich ist, solche Themen aufzuarbeiten, ohne Beifall von den falschen Seite zu kriegen.

    Dankbarkeit (ich weiß, war ironisch gemeint) kommt bei mir jedenfalls nicht auf, denn das Echo zeigt, dass das viele Hüftbesitzer mit aufrechtem Rückgrat dazu ermuntert, ihre Ideen unters Volk zu bringen.

  3. Es eben in unserem Lande zur Zeit den Trend, die Deutschen im 3. Reich von Hitler zu trennen. Dem leisten auch Filme wie „Der Untergang“ Vorschub, der einen mehr oder weniger isolierten Hitler zeigt. Überhaupt ist die Überbetonung von Hitler in den Medien zur Zeit wohl auch der Versuch, Hitler und seinen engsten Kreis „von der Herde zu trennen“, die es sich dann als Opfer bequem machen kann – eine Rolle, die so viel angenehmer ist als die des Täters.

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