Helene Hegemann: Axolotl Roadkill. Berlin (Ullstein) 2010, S. 15.
Dekonstruktion
uli, 9. Februar 2010wtf?
uli, 4. Februar 2010Womit habe ich das verdient?

Liebe Star Finanz!
uli, 2. Februar 2010Seit mehreren Jahren benutze ich dein Produkt StarMoney. Nicht wegen des tollen Namens oder weil es very sophisticated features besitzt, sondern weil meine Bank es empfiehlt und ich keinen Bock habe, mich nach Alternativen umzuschauen. Über die Jahre hinweg haben wir uns gemeinsam von der Version 2.0 bis 6.0 hochgearbeitet (wobei mich das .0 immer etwas erheiterte, weil nie ein .1 folgte). Ob das für die rudimentären Funktionen, die ich benutze - Überweisung, Lastschrift, Kontostand - überhaupt notwendig gewesen wäre, weiß ich nicht. Zumindest hast du mich immer streng daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für eine neue Version würde.
Heute morgen war es wieder soweit: Du empfingst mich mit folgendem massiven “Bitte beachten Sie”-Kasten:

Darin erklärst du mir, dass der Support für die alte Version am 31. März ausläuft und ich doch am besten gleich ein Update auf die Version 7.0 ordern soll,
die außerdem mit “vielen neuen Funktionen” aufwarten wird. Um mir diese Entscheidung noch leichter zu machen, bietest du mir einen dicken roten Knopf an, auf den ich drücken soll, um die neue Version zum 23% günstigeren Updatepreis zu erwerben. Mit einem leisen Knirschen meiner Zähne drücke ich auf “Kaufen”.
Das Ergebnis ist … sagen wir mal: unerwartet. Es dürfte allerdings nicht dazu dienen, das Vertrauen in eine Banksoftware signifikant zu verbessern. Oder etwa die Möglichkeit eröffnen, dem Fehler auf die Spur zu gelangen. Oder?

PS: Allen Schlaumeier, die jetzt reklamieren: “Drück doch auf ‘Lizenzschlüssel eingeben’!”, sei mitgeteilt, dass dieser Weg ebenfalls ins logistische Nirwana führt.
Foll Die Preise!
uli, 22. Januar 2010[via Piranhase]
Kid-Cuts (32)
uli, 20. Januar 2010
ABC - der Bär fährt über’n See. Lustige Abc-Reime von Michael Schober. (Arena Verlag) Würzburg 2002.
Man will das Kind ja frühzeitig für Literatur begeistern und freut sich daher über jedes Kinderbuch, das via Onkel, Großeltern, Freunden, Bekannten oder Tante Helga ins Haus geflattert kommt. Aber gerade letztere sollte beim nächsten Besuch nicht nach ihrem Geschenk fragen, weil es bei der letzten Altpapiersammlung vom Sportverein abgeholt und mittlerweile hoffentlich zu Klopapier umgearbeitet wurde. Denn abgesehen vom katastrophalen Versmaß, das in diesem schweineteuren, aber (Kind weghören!) kackschlechten Bilderbuch verdichtet wurde, werden hier Inhalte verbraten, die … Aber schaut euch selbst den Buchstaben “N” an:

Blost
uli, 14. Januar 2010Eat this, CVJM!
uli, 8. Januar 2010Eine wunderbare Kombination aus Weihnachtsbaumentsorgung und Sylvesteraugenschmaus hat Ecki aus den Weiten des Internetzes geborgen:
Bildunterschrift gesucht (Nr. 18)
uli, 30. Dezember 2009
Das Letz niest
uli, 23. Dezember 2009Dia-Blog prustend presents:
Wie wir auf die Idee kamen, diese Veranstaltung zu planen, weil uns langeweilig wurde, wie wir es nicht schafften, den Taubenvergrämer rechtzeitig wieder auszuladen, der irgendwie Wind von dem Projekt gekriegt hatte, wie wir bei sämtlichen Veranstaltern Tübingens abblitzten, weil keiner die horrenden Versicherungsprämien aufbringen konnte, wie wir dann schließlich im Vereinsheim eines französischen Aufklärers unter Vorspiegelung falscher Tatsachen unterkamen, wie wir die Tübinger Blogprominenz von eldersign bis Gsallbahdr um den Finger wickelten und wie wir schließlich feststellen mussten, dass wir gar nichts zum Vorlesen haben - über all das werden wir nächstes Jahr ausführlichst schweigen.
Freut euch schon jetzt darauf!
Herr Troppelmann
uli, 21. Dezember 2009Gestern nachmittag klingelte das Telefon und es entspann sich folgender Dialog, den ich gleich anschließend per Gedächtnis protokollierte:
Herr Troppelmann: Troppelmann hier.
Herr Troppelmann hat eine mitteljunge Stimme und spricht akzentfrei. Ich stelle ihn mir als 28 Jahre alten Studenten vor (werden die heute überhaupt noch so alt?).
Ich: Ja?
D: Ich rufe wegen der Mülltrennung an.
Herr Troppelmann macht eine Pause. Eigentlich dachte ich, dass jetzt noch was kommt. Vielleicht “Ich arbeite bei der Müllabfuhr.” oder “Ich mache eine Umfrage.” oder ähnliches. Da er nichts dergleichen sagt, hake ich nach:
Ich: Ja?
Herr Troppelmann: Ich schau da schon mal rein, ob alles getrennt ist.
Er sagt dies auf fröhliche Art, pausiert dann aber wieder, so dass ich nicht recht weiß, was ich nun sagen soll. Ich wechsele die Taktik.
Ich: Ok. Und wen wollen sie sprechen?
Herr Troppelmann: Ja, es ist wegen der Mülltrennung.
[Pause]
Ich habe mittlerweile zwei Verdachts Verdächte Mutmaßungen:
Entweder ein Bekannter will mich veräppeln. Aber ich kriege die Stimme keinem Gesicht zugeordnet. Nein, ich kenne Herrn Troppelmann nicht. Auch nicht unter anderem Namen.
Oder ein psychopathischer Mülltrenner terrorisiert die mülltrennunwillige Nachbarschaft und wird eines Nachts mit seiner Kettensäge durch unsere Haustür brechen (wo doch ein Schraubenzieherchen genügen täte). Aber wir sind super Mülltrenner. Gelber Sack, eigener Biomüll im Garten, minimaler Restmüll, Altpapier pünktlich zur Sammlung vor der Haustür, Glas brav in den Glascontainer, nach weiß, braun und grün getrennt, Holz, Metall, Elektromüll im Schuppen bis zur Abfuhr fein säuberlich zusammengestellt. Wir sind reinen Gewissens.
Ich: Ja?
Herr Troppelmann: Ich finde das nicht gut, wenn da Briefe drin sind. Das finde ich nicht gut.
[Pause]
Ich habe nicht vor, mich zu rechtfertigen. Erstens werfe ich keine Briefe in dafür nicht zuständige Müllgefäße und zweitens geht das den Herrn Troppelmann einen feuchten Kehricht an. Ich versuche es mit einer Verhörtaktik, die ich aus dem Tatort kenne: Das Gegenüber muss sich in Widersprüche verwickeln. Daher frage ich nochmal nach.
Ich: Hm. Und wie war noch mal ihr Name?
Herr Troppelmann: Troppelmann.
Ich: Und Sie rufen an wegen?
Herr Troppelmann: Wegen der Mülltrennung.
Ich: Aha.
Herr Troppelmann: Ja.
[Pause.]
In mir keimt ein neuer, dritter Verdacht auf.
Ich: Und das kommt jetzt im Radio?
[Pause.]
Ich: Herr Troppelmann?
[Pause.]
Ich: Sind Sie noch da, Herr Troppelmann?
Herr Troppelmann legt auf.
Dass Herr Troppelmann eigentlich Tropelmann heißt, man seine Stimme im Internet kaufen und sich damit ein lustiges Späßchen mit seinen Mitbürgern erlauben kann, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich schließe mich allerdings vollumfänglich der Analyse von Mind the Crap an, die Herrn Tropelmann schon vor eineinhalb Jahren folgendes T-Shirt widmeten:




