Fehler gefunden

2. März 2015

Hier liegt der Fehler wohl auf der anderen Seite.

Oder ich habe in der Grundschule nicht richtig aufgepasst. Womöglich hat die Lehrerin uns beigebracht, dass die M. der A4 Seite 210×297 Millimeter seien, dass man Blumen in eine V. stellt, dass Kaffee in eine T. gehört, dass das kleine Hoppeltier H. und die Kusine B. heißt. Und dass man nach links und rechts gucken sollen, wenn man über die Str. läuft. Sollte das so sein, f. ich mir an die eigene N. und l. was in die Abkürzungsk. fallen

[Autor: uli]

Ich schäme mich.

25. Februar 2015

Vielleicht ist es ein Fehler, nicht wenigstens gelegentlich die BILD zu lesen, denn so entgeht mir, aus welchem “Leitmedium” der Hass und die Lügen stammen, mit denen die Griechen seit Jahren überzogen werden. Und die in abgeschwächter Form auch von anderen Medien übernommen werden und in Griechen-Witzchen und Nebensätzen von Bekannten und Freunden bei mir ankommen.

Bei Stefan Niggemeier lese ich nun, wie ein ehemaliger deutscher Regierungssprecher in der BILD gegen die Griechen hetzt, sie als Raffke-Griechen diffamiert und ihre Regierung mit Rockern vergleicht:

“Wie lederbejackte Rüpel-Rocker röhren Griechenlands Neo-Premier und sein Posterboy-Finanzminister seit ihrem mit platten Parolen erzielten Wahlsieg durch Brüssel. Ihr Gesetz ist die Straße. Hier sind sie (politisch) groß geworden. Hier ist ihre Hood. Deren Unterstützung wollen die Kawa-Naked-Biker (zumindest Varoufakis hat eine) nicht verlieren.”

Da wird’s mir nicht nur als Motorradfahrer schlecht. Das ist Volksverhetzung.

Wir haben Freunde in Griechenland. Das sind keine Raffkes. Auch ihre Freunde und Verwandte sind keine Raffkes. Auch deren Freunde und Verwandte sind keine Raffkes. In Griechenland gibt es grad so viele Raffkes und Zeitungsarschlöcher wie überall, wie auch in Deutschland. Die kotzen mich in Griechenland genauso an wie in Deutschland.

Unsere Freunde sind keine Raffkes, sondern Menschen, die versuchen mit dem Schlamassel klarzukommen, den die Vorgängerregierungen von Syriza in jahrzehntelanger Vetternwirtschaft verursacht haben. Ich weiß nicht, ob sie Syriza gewählt haben, aber ich würde es verstehen. Ich an ihrer Stelle hätte es wahrscheinlich getan.

Unsere Freunde sind keine Raffkes. Die versuchen, ihren Kindern mit selbstfinanziertem Privatunterricht eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Die ins Ausland gehen, um Geld zu verdienen. Die Zweitjobs annehmen, um über die Runden zu kommen. Die Tag für Tag um ihre Existenz kämpfen. Und die uns trotzdem immer wieder zu sich einladen, ihr Haus, ihr Essen mit uns teilen.

Was sagen wir denen zu solchen Zeitungsartikeln, zu den Witzchen und Beschimpfungen?

Ich schäme mich.

[Autor: uli]

Kid-Cuts (63) – Medienkompetenz

4. Februar 2015

Die Eltern haben Ausgang, packen sich ins Busle und fahren nach Sindelfingen, um dem Oralapostel Willy Astor zu huldigen. Kurz vor dem Ziel wollen wir nochmal auf die Eintrittskarten schauen, wo genau der Auftritt denn stattfindet (“War doch Stadthalle, oder?”), aber die Karten sind nicht da, nur die Hülle, in der sie mal gesteckt hatten.

Alles Suchen hilft nix, die Karten sind weg. Zum Umdrehen ist es zu spät. Ein Anruf zu Hause schickt die Babysitterin auf die Suche und tatsächlich liegen die Karten einsam in der Nacht auf dem Parkplatz vor dem Haus. Nun liegt die Lösung auf der Hand – zumindest sollte man den Versuch wagen.

“Kannst du die Karten fotografieren und uns durchschicken?”
“Ich versuch’s.”

Doch alle Mühe vergeblich. Das Bild der Eintrittskarten lässt sich nicht durchsimsen.
Zum Glück ist das Kind (7) soweit medienkompetent, dass es weiß, wie man das iPad aktiviert, ein Foto macht und eine Mail verschickt.
Zwei Minuten später haben wir die Karten auf dem Smartphone.

Unglaublicherweise genügt dem Mann am Schalter das Handyfoto, um uns Ersatzkarten auszustellen. Wir sind drin!

Bleibt nur noch die Frage, was das für ein Kraut ist, was die Babysitterin da raucht.

[Autor: uli]

Kid-Cuts (62) – Drohungen

23. Januar 2015

 

Das schöne an kindlichen Drohungen ist ja, dass sie mit einer kategorischen Entschiedenheit ausgesprochen werden, wie sie im späteren Leben nie wieder erreicht werden kann. Ein hingerotztes “Bösa Papa, Mori schbilt ni mer mit dir”, natürlich in Versalien, weil die Erstklässler Kleinbuchstaben zwar kennen, aber sich weigern, diese anzuwenden, ein solches Schreckensszenario also ist im kindlichen begrenzten Zeithorizont noch genau so gemeint, sprich fünf Minuten lang.

Der Kleine hat nämlich bei der Playmobil-Burgbelagerung verloren. Grundregel ist: Wenn der gegnerische König umfällt, hat man gewonnen. Mit meinem Katapult habe ich seinen König (samt dessen halbwüchsigem Sohn) mit einem so genialen wie vernichtenden Schlag aus seinem eigentlich narrensicheren Turmversteck rausgeblasen. Das hätte der Kleine nicht erwartet – entsprechend groß war erst das Entsetzen und dann das Geschrei. Wenige Minuten später kam glasklar formuliert die Absage an künftige Spieltermine.

Als Botin schleppte die größere Schwester das Drohdokument heran.

Ich versuchte zu beschwichtigen.

Die Antwort kam prompt und eindeutig.

Ich machte mich zum Narren.

Die Antwort war kryptisch. “Ja ne nur zufort”. Vermutlich eine Art Einknicken unter klaren Konditionen.

Danach erniedrigte ich mich noch weiter.

Einknicken komplett. Forderung “Westan nur jetzt” nur für Insider verständlich. “Westan” heißt vermutlich Western-Stadt-Spielen.

Trottelwerdung am Ende vollendet. Und um dem die Krone aufzusetzen, fügte die Große noch den Namen des Trottels hinzu. Papa.

[Autor: wog]

Pappkicker-News

4. Dezember 2014

Es braucht einen wirklich guten Grund, will man seinen halbwüchsigen Söhnen erklären, warum die Spielzeugeisenbahn weichen muss. Nico Nebel hatte einen: Den nagelneuen Pappkicker von Kartoni, den er hier im Blog per Los gewann.

Hätte ich nicht schon einen gehabt, würde ich nach seinem wundervoll bebilderten Test sofort losziehen, um mir einen zu kaufen. Ein Grund mehr: Wie mir Nico versicherte, sind die Kinderkrankheiten des Pappkickers dank extra verstärkten Seitenteilen nun beseitigt.

Auch die Software – sprich: Das Spielermaterial – scheint aufgemotzt worden zu sein. Offenbar sind sogar Frauenteams im Angebot.

[Autor: uli]

Liebe Bundesagentur für Arbeit!

2. Dezember 2014

Wir haben in unserem Unternehmen einen Job anzubieten und dachten, es wäre vielleicht schlau, dies auch in eurer Online-Jobbörse zu tun. Das habe ich vergangenen Donnerstag dann auch gemacht und fand’s eigentlich recht einfach: Man meldet sich an, legt ein Arbeitgeberprofil an und erstellt ein Stellenangebot, fertig.

Fast.

Denn dann sagtest du mir: “Damit Sie alle Funktionen uneingeschränkt nutzen können, ist es erforderlich, dass Sie Ihr Benutzerkonto noch mit einer PIN (Persönliche Identifikationsnummer), die Ihnen in den nächsten Tagen per Post zugestellt wird, freischalten.”

Na gut, denke ich, das ist ja alles automatisiert, dann müsste die PIN ja morgen, spätestens übermorgen da sein, und dann kann die Bewerbersuche losgehen.

Pustekuchen.

Heute, Dienstag, liegt das Schreiben im Briefkasten. Aber da ist keine PIN drin, sondern ein weiterer Schnitzeljagd-Zettel:

klick!

Diesen Registerauszug soll ich dir “aus Gründen des Datenschutzes bitte im verschlossenen Briefumschlag” zurücksenden. Einen Registerauszug, den sich jeder hochoffiziell selbst besorgen kann (zum Beispiel auch du!), den darf ich nicht per Mail verschicken oder Fax?

Jetzt frage ich dich: Wie wird das weitergehen? Schickst du mir als nächstes ein Holzkästchen, in dem die PIN drinliegt, und wenn ich dann schriftlich und mit einem Stempel des zuständigen Notars nachgewiesen habe, dass sich das Kästchen in meinem Besitz befindet, dann erhalte ich, falls ich ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis vorlegen kann, den dazu passenden Schlüssel – per Post, versteht sich? Wird sich dann herausstellen, dass diese PIN nur eine verschlüsselte ist und man zur Lösung der Aufgabe noch einen speziellen Hashcode benötigt, den ich selbstverständlich kostenfrei bei meinem zuständigen Arbeitsamt erhalten, wobei die Öffnungszeiten etwas skurill sein können und ich mich gegebenenfalls in die Schlange derer stellen muss, denen ich gerade einen Job anbieten möchte?

Oder anders gefragt, liebe Bundesagentur: Geht’s noch?

Nachtrag:
Heute, 9.12. ist die PIN in der Post.

[Autor: uli]

Kid-Cuts (61) – Geruch

19. November 2014

Beim Abendessen.
Kind steht auf und holte Tube Tomatenmark aus dem Kühlschrank.
Kind setzt sich wieder hin.
Kind riecht an verschlossener Tube.
Kind steht auf und geht zu Mama.
Kind riecht an Mama.
Kind setzt sich wieder hin.
Kind: “Mama, du riechst besser.”
Keine Pointe.

[Autor: uli]

Los, Fee!

18. November 2014

Natürlich hätten es alle drei Interessenten verdient, den Pappkicker 2.0 testen (und behalten) zu dürfen, wir haben aber leider nur einen zu vergeben.

Darum musste die Losfee Kathrin einschreiten.

Die Spannung steigt …

Treffer!

… und hier ist der glückliche Gewinner!

Wir anderen freuen uns auf einen tollen Testbericht und spannende Turniere im Hause Nebel.

[Autor: uli]

Nagelneuen Kicker 2.0 zu verschenken

14. November 2014

Vor ziemlich genau einem Jahr erhielten wir erfreuliche Post: Der Pappkicker von Kickpack traf ein und wurde sogleich aufgebaut. Schon dieser Akt war eine große Freude: Das genial durchdachte Gerät benötigt weder Kleber noch Werkzeug, sondern wird einfach zusammengefaltet und -gesteckt und funktionierte von Anfang an perfekt.

Seitdem vergeht kaum ein Tag ohne spannendes Match im Foyer der Agentur. Indes: Weil Grafikdesigner und Programmierer weder sich noch das Material schonen, mit dem sie arbeiten, war der Spaß nach einigen Wochen vorbei. Der Pappkicker war hinüber und wurde durch ein Profigerät ersetzt, das zwar lauter, dafür aber stabiler ist.

Der Pappkicker steht seither im Keller, weil es niemand fertig brachte, ihn ins Altpapier zu werfen. Er war uns einfach ans Herz gewachsen

Nun flatterte wieder Post ins Haus.

Moin Moin,

leider mussten wir feststellen, dass unser Kartoni Pappkicker bei euch nicht so gut angekommen ist.
Da wir unseren Kartoni mittlerweile optimiert haben (unter anderem verstärkte Seitenwände), möchte ich euch fragen, ob Ihr unserem Kartoni und unserem neuen Produkt, dem “Tennino” eine zweite Chance gebt. Ich würde mich sehr freuen, euch jeweils ein Produkt zusenden zu dürfen.
Vielleicht könnt Ihr uns die Chance geben, einen neuen, besseren Eindruck zu hinterlassen.

Ich freue mich auf eure Rückmeldung
Besten Gruß
Moritz

Moritz ist der Marketingmann bei Kickpack und ich zögerte nicht lange, ihm zu antworten:

Lieber Moritz,

das finde ich sehr nett. Eigentlich ist das Gerät sogar sehr gut bei uns angekommen. Idee, Ausführung und Gestaltung gefallen uns gut. Nur durch den Härtetest kam es nicht. Und vielleicht geht das auch gar nicht aus Pappe. Mittlerweile haben wir einen echt stabilen Turnierkicker erworben. Aber auch bei diesem haben wir schon Ersatzteile gebraucht.

Das Angebot nehmen wir trotzdem gerne an; eventuell würden wir das Gerät dann aber an Bedürftigere weitergeben, die das dann ebenfalls testen können. In jedem Fall würde ich im Blog davon berichten.

Euch alles Gute mit der wirklich tollen Geschäftsidee!

Jetzt sind die beiden Pakete angekommen: Ein großes und ein kleineres. Das kleine (Tennino) werden wir auspacken, wenn wir ein bisschen Zeit haben, das große aber – den Pappkicker Kartoni – möchten wir gerne verschenken.

Wenn ihr das Paket hier in Tübingen selbst abholt, dann kriegt ihr den genialen Kartoni-Kicker 2.0 (mit verstärkten Seitenwänden!) unter einer Bedingung: Ihr schreibt darüber einen Praxistest (am besten mit Bildern) im eigenen Blog oder anderswo und/oder schickt ihn uns zu. Wir berichten darüber an dieser Stelle.

Interessenten melden sich bis Montag abend, 17.11., am besten unten in den Kommentaren. Wir losen den Glücklichen oder die Glückliche dann aus.

[Autor: uli]

Novemberhimmel

13. November 2014

[Autor: uli]