Pappkicker-News

4. Dezember 2014

Es braucht einen wirklich guten Grund, will man seinen halbwüchsigen Söhnen erklären, warum die Spielzeugeisenbahn weichen muss. Nico Nebel hatte einen: Den nagelneuen Pappkicker von Kartoni, den er hier im Blog per Los gewann.

Hätte ich nicht schon einen gehabt, würde ich nach seinem wundervoll bebilderten Test sofort losziehen, um mir einen zu kaufen. Ein Grund mehr: Wie mir Nico versicherte, sind die Kinderkrankheiten des Pappkickers dank extra verstärkten Seitenteilen nun beseitigt.

Auch die Software – sprich: Das Spielermaterial – scheint aufgemotzt worden zu sein. Offenbar sind sogar Frauenteams im Angebot.

[Autor: uli]

Liebe Bundesagentur für Arbeit!

2. Dezember 2014

Wir haben in unserem Unternehmen einen Job anzubieten und dachten, es wäre vielleicht schlau, dies auch in eurer Online-Jobbörse zu tun. Das habe ich vergangenen Donnerstag dann auch gemacht und fand’s eigentlich recht einfach: Man meldet sich an, legt ein Arbeitgeberprofil an und erstellt ein Stellenangebot, fertig.

Fast.

Denn dann sagtest du mir: “Damit Sie alle Funktionen uneingeschränkt nutzen können, ist es erforderlich, dass Sie Ihr Benutzerkonto noch mit einer PIN (Persönliche Identifikationsnummer), die Ihnen in den nächsten Tagen per Post zugestellt wird, freischalten.”

Na gut, denke ich, das ist ja alles automatisiert, dann müsste die PIN ja morgen, spätestens übermorgen da sein, und dann kann die Bewerbersuche losgehen.

Pustekuchen.

Heute, Dienstag, liegt das Schreiben im Briefkasten. Aber da ist keine PIN drin, sondern ein weiterer Schnitzeljagd-Zettel:

klick!

Diesen Registerauszug soll ich dir “aus Gründen des Datenschutzes bitte im verschlossenen Briefumschlag” zurücksenden. Einen Registerauszug, den sich jeder hochoffiziell selbst besorgen kann (zum Beispiel auch du!), den darf ich nicht per Mail verschicken oder Fax?

Jetzt frage ich dich: Wie wird das weitergehen? Schickst du mir als nächstes ein Holzkästchen, in dem die PIN drinliegt, und wenn ich dann schriftlich und mit einem Stempel des zuständigen Notars nachgewiesen habe, dass sich das Kästchen in meinem Besitz befindet, dann erhalte ich, falls ich ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis vorlegen kann, den dazu passenden Schlüssel – per Post, versteht sich? Wird sich dann herausstellen, dass diese PIN nur eine verschlüsselte ist und man zur Lösung der Aufgabe noch einen speziellen Hashcode benötigt, den ich selbstverständlich kostenfrei bei meinem zuständigen Arbeitsamt erhalten, wobei die Öffnungszeiten etwas skurill sein können und ich mich gegebenenfalls in die Schlange derer stellen muss, denen ich gerade einen Job anbieten möchte?

Oder anders gefragt, liebe Bundesagentur: Geht’s noch?

Nachtrag:
Heute, 9.12. ist die PIN in der Post.

[Autor: uli]

Kid-Cuts (61) – Geruch

19. November 2014

Beim Abendessen.
Kind steht auf und holte Tube Tomatenmark aus dem Kühlschrank.
Kind setzt sich wieder hin.
Kind riecht an verschlossener Tube.
Kind steht auf und geht zu Mama.
Kind riecht an Mama.
Kind setzt sich wieder hin.
Kind: “Mama, du riechst besser.”
Keine Pointe.

[Autor: uli]

Los, Fee!

18. November 2014

Natürlich hätten es alle drei Interessenten verdient, den Pappkicker 2.0 testen (und behalten) zu dürfen, wir haben aber leider nur einen zu vergeben.

Darum musste die Losfee Kathrin einschreiten.

Die Spannung steigt …

Treffer!

… und hier ist der glückliche Gewinner!

Wir anderen freuen uns auf einen tollen Testbericht und spannende Turniere im Hause Nebel.

[Autor: uli]

Nagelneuen Kicker 2.0 zu verschenken

14. November 2014

Vor ziemlich genau einem Jahr erhielten wir erfreuliche Post: Der Pappkicker von Kickpack traf ein und wurde sogleich aufgebaut. Schon dieser Akt war eine große Freude: Das genial durchdachte Gerät benötigt weder Kleber noch Werkzeug, sondern wird einfach zusammengefaltet und -gesteckt und funktionierte von Anfang an perfekt.

Seitdem vergeht kaum ein Tag ohne spannendes Match im Foyer der Agentur. Indes: Weil Grafikdesigner und Programmierer weder sich noch das Material schonen, mit dem sie arbeiten, war der Spaß nach einigen Wochen vorbei. Der Pappkicker war hinüber und wurde durch ein Profigerät ersetzt, das zwar lauter, dafür aber stabiler ist.

Der Pappkicker steht seither im Keller, weil es niemand fertig brachte, ihn ins Altpapier zu werfen. Er war uns einfach ans Herz gewachsen

Nun flatterte wieder Post ins Haus.

Moin Moin,

leider mussten wir feststellen, dass unser Kartoni Pappkicker bei euch nicht so gut angekommen ist.
Da wir unseren Kartoni mittlerweile optimiert haben (unter anderem verstärkte Seitenwände), möchte ich euch fragen, ob Ihr unserem Kartoni und unserem neuen Produkt, dem “Tennino” eine zweite Chance gebt. Ich würde mich sehr freuen, euch jeweils ein Produkt zusenden zu dürfen.
Vielleicht könnt Ihr uns die Chance geben, einen neuen, besseren Eindruck zu hinterlassen.

Ich freue mich auf eure Rückmeldung
Besten Gruß
Moritz

Moritz ist der Marketingmann bei Kickpack und ich zögerte nicht lange, ihm zu antworten:

Lieber Moritz,

das finde ich sehr nett. Eigentlich ist das Gerät sogar sehr gut bei uns angekommen. Idee, Ausführung und Gestaltung gefallen uns gut. Nur durch den Härtetest kam es nicht. Und vielleicht geht das auch gar nicht aus Pappe. Mittlerweile haben wir einen echt stabilen Turnierkicker erworben. Aber auch bei diesem haben wir schon Ersatzteile gebraucht.

Das Angebot nehmen wir trotzdem gerne an; eventuell würden wir das Gerät dann aber an Bedürftigere weitergeben, die das dann ebenfalls testen können. In jedem Fall würde ich im Blog davon berichten.

Euch alles Gute mit der wirklich tollen Geschäftsidee!

Jetzt sind die beiden Pakete angekommen: Ein großes und ein kleineres. Das kleine (Tennino) werden wir auspacken, wenn wir ein bisschen Zeit haben, das große aber – den Pappkicker Kartoni – möchten wir gerne verschenken.

Wenn ihr das Paket hier in Tübingen selbst abholt, dann kriegt ihr den genialen Kartoni-Kicker 2.0 (mit verstärkten Seitenwänden!) unter einer Bedingung: Ihr schreibt darüber einen Praxistest (am besten mit Bildern) im eigenen Blog oder anderswo und/oder schickt ihn uns zu. Wir berichten darüber an dieser Stelle.

Interessenten melden sich bis Montag abend, 17.11., am besten unten in den Kommentaren. Wir losen den Glücklichen oder die Glückliche dann aus.

[Autor: uli]

Novemberhimmel

13. November 2014

[Autor: uli]

Kid-Cuts (60) – Star-Wars-Probleme

11. November 2014

Lange habe ich mich gefragt: Wann ist es soweit, dass der Jüngste dem Star-Wars-Wahn verfällt? Die Antwort: Jetzt. Und das bringt massive Probleme mit sich. Zu Halloween ein Darth-Vader-Kostüm samt Papp-Lichtschwert zu basteln, war ja noch einfach. Auch erste Hilfestellungen zur besseren Bewältigung des Ti-Eitsch am Ende von „Darth“ wurden gerne angenommen. Für den verfluchten Todesstern-Geburtsttagskuchen haben wir am Geburtstagsvorabend stundenlang die weißen Nonpareils von den andersfarbigen getrennt, Glasur geschmolzen und Puderzucker zu einer Eismasse verrührt. Wobei ein auf einer Eiswüste landender Todesstern ja völlig idiotisch ist. Aber sei’s drum.

In Erklärungsnöte kommt aber, wer versucht, einem Sechsjährigen die Star-Wars-Geschichte in Kurzform zu vermitteln. Gut und Böse, klar. Darth Vader der Vater von Luke, geht auch noch. Weshalb die Teile 4 bis 6 vor den Teilen 1 bis 3 gedreht wurden, muss man nicht erwähnen, das wäre zu verwirrend. Dass aber in einem Geschenk ein Jedi Interceptor mit Anakin Skywalker drin war, führt zur Katastrophe: Sohnemann nennt den hartnäckig Luke. Aber wie soll man ihm erklären, dass Anakin eigentlich der junge Darth Vader ist/war. Wir es also mit einer Person nicht nur in zwei verschiedenen Alterszuständen, sondern als völlig andersartige Wesen zu tun haben. Soll ich jetzt kackdreist weiterlügen mit meiner so eilends ersonnenen wie hanebüchenen Lösung, dass Anakin der Sohn von Luke ist (während es sich ja im Film genau andersrum verhält). Wie soll ein Kind das verstehen? Wie soll ein Erwachsener das verstehen? George Lucas, hilf!

[Autor: wog]

Pia on Tour

7. November 2014

Ein Tisch, ein Stuhl, ein Buch, ein Mikrofon, ein Glas Wasser. Alles deutete auf eine Lesung hin, gestern abend im Vortragsraum der Mössinger Pausa. Und dann kam Pia Ziefle.

“Ein Tisch, ein Stuhl, ein Buch, ein Mikrofon, ein Glas Wasser – und jemand liest eineinhalb Stunden aus einem Buch vor. Mit diesem Konzept kann ich nichts anfangen”, so begann sie und in der Tat wurde diese Lesung sehr, sehr anders. Wie schreibt man ein Buch in einem dreikindrigen Haus? Man setzt sich Kopfhörer auf und hört Rio Reiser. Was beschäftigte die Menschen 1976? Simca, der schwedische König und die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Wer ist verantwortlich für die Benjamin-Blümchen-Drehbücher? Pia Ziefle. Wie ähnlich sind sich Berliner Friedrichstraße und Salmendinger Kornbühlstraße? Sehr nicht.

70 gebannte Zuhörerinnen und ein paar Zuhörer lernten, wie sich der IKEA-Katalog 1968 präsentierte, wieviel ein politisch inhaftierter DDR-Bürger wert war und wo die Pädophiliedebatte ihren Ausgang nahm. Hintergründe, die man nicht kennen muss, um Pia Ziefles neuen Roman “Länger als sonst ist nicht für immer” zu verstehen. Aber schaden tut es auch nicht.

Und als Pia Ziefle am Ende doch noch aus ihrem Buch gelesen hatte, verließ das Publikum gemeinsam ein indisches Dorf und stieg aus einem mostgeschwängerten schwäbischen Keller mit Eingemachtem wieder ans Tageslicht und vergaß vor lauter Erinnerung ganz das Fragen.

Machte nichts, denn das konnte bei einem Gläschen Trollinger mit Lemberger nachgeholt werden. Und später noch ein Fläschchen.

Prädikat: Hingehen! Die nächsten Termine stehen auf Pias Tourplan.

[Autor: uli]

Our house

5. November 2014

Jetzt sind wir ja quasi seit einem halben Jahr Häuslesbesitzer. Wenn man es mit dem Wort “Besitz” nicht so genau nimmt. Denn das Haus, in dem wir seit Mai wohnen, gehört nicht uns, sondern dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, also Deutschland – somit euch allen! Und wir dürfen da drin wohnen. Für weitere sechs Monate.

Es ist auch nicht irgendein Haus, sondern das erste Effizienzhaus Plus in Bundeseigentum. Als solches soll es über seine Photovoltaik auf dem Dach und in der Fassade mehr Strom produzieren als wir täglich verbrauchen – und mit einen Elektromobil und zwei Pedelecs verfahren können. Ganz schön ambitioniert das Ganze! Und ganz schön futuristisch. Wie ein vom Himmel gefallener Kubus sieht es aus, schön weiß und schwarz, an zwei Wänden ganzflächig verglast, ist es in den Vorgarten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in der Berliner Fasanenstraße geplumpst. Genau zwischen ein paar Blutbuchen, schwedische Mehlbeeren und die Universität der Künste.

Einen besseren Eindruck vermittelt vielleicht dieses kleine Filmchen. Weil es eigentlich zu schade ist, die Sachen, die da so passieren ganz für sich zu behalten, haben wir zur Halbzeit hier ein kleines Blog eingerichtet (auch in der Blogroll rechts unten), wo wir dokumentieren, was im “klügsten Haus Berlins” (wahlweise auch “Haus der Zukunft”) so alles passiert. Was sich bewährt – und was nicht. Dass Räume ohne Lichtschalter und nur mit Bewegungsmeldern ausgestattet hoffentlich nicht der Standard der Zukunft sind, das können wir aber bereits jetzt sagen. Für einen anständigen Schwaben gehört es sich nicht, dass man ein Zimmer verlässt und munter vor sich hin trällert: “Pfeif drauf. Licht geht eh in einer Minute aus.” Da kann die LED-Beleuchtung noch so wenig Strom verbrauchen…

[Autor: wog]

Ich brauche euch.

13. Oktober 2014

Wer dieses Blog schon ein Weilchen verfolgt, ist sicherlich schon übers Streuobst gestolpert, das so eine Art Hobby von mir ist. In meinem Wohnort Mössingen haben wir uns als “Netzwerk Streuobst” organisiert und veranstalten da lustige Sachen, die die Leute dazu bringen sollen, die Kulturlandschaft, in der wir leben, schätzen und lieben zu lernen – und idealerweise ein “Stückle” zu bewirtschaften.

Ein anderes Thema, das uns umtreibt, ist die Energiewende, und manchmal passen da Dinge zusammen, von denen man das auf den ersten Blick nicht geglaubt hätte. So zum Beispiel bei unserem Projekt “Energiebündel & Flowerpower“, in dem es darum geht, die vorhandene Biomasse unserer Region energetisch zu nutzen, ohne mit Maismonokulturen gewachsene Landschaftsstrukturen zu zerstören, sondern im Gegenteil diese zu schützen, indem sie in Wert gesetzt wird. Wen’s näher interessiert, da gibt’s eine Webseite.

Nun bewerben wir uns genau mit diesem Projekt beim Umweltpreis der Stadtwerke Tübingen, und weil es dort einen Jury- und einen Publikumspreis gibt, zählen mal wieder – Klicks (und ihr wisst schon, was jetzt kommt). Also: Wenn ihr unser Projekt toll findet, dann könnt ihr das auf unserer Wettbewerbseite mit einem Klick kundtun. Genauergesagt: Mit vielen Klicks. Denn man darf bis zum 3.11. jeden Tag einmal seine Stimme abgeben. Und wenn wir’s dann unter die ersten zehn geschafft haben, gibt’s noch ein Finale bis zum 6.11.

tl;dr
Hier klicken, abstimmen, morgen wieder, bis ich “stop!” sage.
Danke.

[Autor: uli]