Guten Rutsch!

5. Januar 2016

Unser zweites Kind nahm’s wörtlich und erblickte in der Silvesternacht um 23 Uhr 59 das in diesem Moment sehr bunte Licht der Welt.
Wir freuen uns.

[Autor: uli]

Fluchtgedanken

2. November 2015

Bei all dem Talkshowgesabbel, den aufgeregten Zwischenrufen von links wie rechts, den erwartbaren Kommentaren in Presse, Funk und Fernsehen und dem eigenen Gedankenwirrwarr tut es mitunter gut, jemanden zu haben, der all das, was einem im Zusammenhang mit der so genannten “Flüchtlingskrise” um die Ohren fliegt, sortieren und einordnen kann.
Jonas Schaible kann das auf eine so unaufgeregt sachliche wie glasklar Stellung nehmende Art, dass ich mir immer wieder wünsche, man möge seine Texte doch bitte in FAZ, ZEIT oder Süddeutsche lesen. Also bitte: Lest seine Analyse “Flucht: Gedanken”.

[Autor: uli]

Kid-Cuts (64) – Muss ja auch mal gesagt sein

5. Oktober 2015

Drehe ich doch gestern auf der Suche nach Schmierpapier einen herumliegenden Zettel um und entdecke das:

Jetzt weiß ich endlich, was der Sohnemann (6) von mir hält. Wenigstens ist er ehrlich. Und ich werde mich künftig tunlichst hüten, einfach so rumliegende Zettel umzudrehen.

[Autor: wog]

Alte Bekannte

17. August 2015

Und ich dachte, Faxspam sei bereits Geschichte.

Nette Idee.

[Autor: uli]

Hausaufgabe

20. Juli 2015

Liebe nervende Politiker, liebe uninformierte Medien,

seid so gut und macht endlich eure Hausaufgaben. Ihr glaubt, ihr wisst, wo diese griechische Malaise eigentlich herkommt?

Der Grieche ist raffgierig.
Hm. Das mittlere Einkommen in Griechenland sank während der Krise von 997 Euro auf 640 Euro.

Griechenland hat eine zu hohe Staatsquote.
Hm. Die liegt in Griechenland 2014 bei 46,36%, in Deutschland bei 44,1%.

Der Grieche ist faul.
Hm. Nach OECD-Berechnungen arbeitet der durchschnittliche Grieche 2.042 Stunden im Jahr, der durchschnittliche Deutsche 1.371.

Eine Krise fordert eben harte Einschnitte. Da hilft nur sparen.
Hm. In der Krise 2008 verlängerte die deutsche Regierung das Kurzarbeitergeld und unterstützte die Automobilindustrie mit einer milliardenschweren Abwrackprämie.

Die Griechen sollen endlich mal was umsetzen, nicht nur versprechen.
Hm. Zwischen 2010 und 2014 haben die verschiedenen griechischen Regierungen 179 Reformgesetze erlassen.

Liebe nervende Politiker, liebe uninformierte Medien,

lest Michalis Pantelouris auf Zeit online und denkt nochmal darüber nach, ob er vielleicht Recht haben könnte mit seinen Worten:

“Ich sage es noch einmal: Die griechische Verwaltung ist ineffizient. Das Steuersystem ist unproduktiv. Das Rentensystem ist chaotisch. Das Gesundheitssystem ist erbärmlich. Das alles war schon vor der Krise so. Ich verstehe nur nicht, wie man auf die Idee kommen kann, eine Regierung, die kein Geld mehr ausgeben darf, werde es schaffen, dies alles zu ändern.”

[Autor: uli]

Alblauf

16. Juli 2015

Letzten Sonntag hat es endlich mal wieder geklappt. Die Restfamilie war beim Reiten und die Alb lag vor mir wie ein Bilderbuch.

Laufschuhe an und los ging’s in Willmandingen im Rücken der drei Windräder “Eos”, “Aiolos” und “Helios”, die just vor 20 Jahren hier in Betrieb gingen und mit einem Schlag die Windkraftleistung in Baden-Württemberg verdoppelten.

Zur Zeit spielt hier das Theater Lindenhof sein Sommertheaterstück “Arche Konrad“. Ich aber laufe weiter, grüße Kühe, …

… einen für die Schwäbische Alb so typischen Solitärbaum …

… und den Erpfinger Campingplatz. Die Zugmaschinen sehen auf der Alb anders aus als am Lago Maggiore.

Seltsame Flurnamen huschen vorbei (im Hintergrund die verspargelte Landschaft) …

.. auf dem Weg in den kühlen Wald.

Die gute alte Schnitzeljagd scheint auch im Zeitalter der Geocaches noch nicht ausgestorben.

Das nächste Dorf ist Erpfingen, …

… unter anderem bekannt für die nahegelegene Bärenhöhle und sein besuchenswertes Ostereimuseum.

Dabei ist Erpfingen ganz Dorf geblieben, mit Dunglegen (ein Wort, das wohl bald mit Dornicht, dünken und dunnemals in den Wortfriedhof wandern wird), die noch in Betrieb sind …

… und Kapuzinerkresse, die man gerne esse.

Dann geht es wieder bergauf auf dem Promillesträßle Richtung Dreherhöfe, wo ich dunnemals zum ersten Mal am Steuer eines Kraftfahrzeugs saß, noch Jahre vom Führerschein entfernt, die Nase mühsam übers Lenkrad des Audi 80 erhoben. Trotzdem: An diesem Vogeltod traf mich keine Schuld:

Bei diesem Wetter wird auf der Alb “g’haibet”, Sonntag hin, Sonntag her. Nur wird hier nicht wie früher das Öhmd geerntet, sondern die Biogasanlage mit gehäckseltem Grüngut gefüttert.

Dennoch möchte auch der moderne Agrarwirt keine abgefahrenen Pneus in seinem Silo sammeln.

Dann verfranse ich mich trotz Wanderkarte und Smartphone erheblich und finde erst dank des Weißdorns

… wieder auf die richtige Spur. Und dann durchs Grafental, das von Trochtelfingen, vorbei an den für die Alb so typischen Wacholderheiden …

… nach Mägerkingen führt, wo alte Heimatgefühle wach werden.

Seltsam, den alten Zwiebelturm wiederzusehen, den ich zu Grundschul- und Konfirmationszeiten stets vor Augen hatte. Ich erinnere mich undeutlich aus dem Religionsunterricht bei Pfarrer Knoch, dass hier – in der evangelischen Exklave, umgeben von katholischen Dörfern – ein Reformator (Name? Auf meinem persönlichen Wortfriedhof) Zuflucht gefunden haben soll. Aus der Heimatkundestunde bei Fräulein Löffelhart (“Gabelweich” pflegte mein Opa zu frotzeln), dass sich einst ein ortsansässiger “Märte” (Martin) im Wald verlief, dank der Kirchenglocken der Blasiuskirche wieder in die Zivilisation zurückfand und daraufhin ein eigenes Glöckchen stiftete, das seit dieser Zeit jeden Abend (Um dreiviertel zehn? Zeitfriedhof.) den Verlorengegangenen heimläutet. Aus den eigenen Erinnerungen, dass ich hier, bei einer der Seckachbrücken meinen ersten Unfall hatte (mit dem Fahrrad einem Käfer die Vorfahrt genommen).

Dann kommt auch schon das Abholbusle und nimmt meine Erinnerungen mit. Auf dem nächsten Promillesträßle geht’s am Neuban vorbei ins katholische Harthausen, wo wir einer Freundin dabei helfen, einen ihrer Schuppen umzuschmeißen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Ach, man müsste viel öfter über die Alb laufen.

[Autor: uli]

Griechenland

14. Juli 2015

Mir fehlen langsam die Worte. Gabriel hängt sein Fähnchen nach den Winden, die vom Stammtisch her blasen, Schäuble hat die Sympathiewerte eines Außenministers und deutsche Medien verbreiten Dreck, den man nicht anders als Volksverhetzung nennen kann.

Vielleicht helfen da Worte aus dem Ausland.

Der Schweizerische Tagesanzeiger fasst die letzten sechs Monate der Tsipras-Regierung in einer atemlos machenden Geschichte zusammen.

Der Volkswirtschaftskommentator der New York Times hält die EU-Sparliste für Wahnsinn, der einem Staatsstreich gleichkomme.

Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz beschreibt in der TIME Deutschlands Rolle als geschichtsvergessen und fordert US-Hilfe für Griechenland.

Und Yanis Varoufakis erzählt im New Statesman seine Version der Verhandlungen, bei denen an Schlaf nicht zu denken war.

Man sieht: Es gibt auch eine andere Sicht der Dinge. Welche die richtige ist, mag jeder selbst entscheiden.

[Autor: uli]

Bildunterschrift gesucht (Nr. 34)

29. Juni 2015

[Autor: uli]

Ponyhof

11. Juni 2015

Auf dieses Versicherungsformular freue ich mich jedes Jahr.

Das schicke ich doch gerne zurück.

[Autor: uli]

wtf?

8. Mai 2015

Hat man Probleme mit seiner Banking-Software und möchte daher das Forum der Community dazu befragen, muss man erst selbst Auskunft geben – nämlich ob man jünger oder älter als 13 Jahre ist. Das soll vermutlich das Vertrauen in die Software erhöhen.

Allerdings ist es egal, was man anklickt, der nachfolgende Bildschirm ist identisch.

[Autor: uli]