Bildunterschrift gesucht (Nr. 34)

29. Juni 2015

[Autor: uli]

Ponyhof

11. Juni 2015

Auf dieses Versicherungsformular freue ich mich jedes Jahr.

Das schicke ich doch gerne zurück.

[Autor: uli]

wtf?

8. Mai 2015

Hat man Probleme mit seiner Banking-Software und möchte daher das Forum der Community dazu befragen, muss man erst selbst Auskunft geben – nämlich ob man jünger oder älter als 13 Jahre ist. Das soll vermutlich das Vertrauen in die Software erhöhen.

Allerdings ist es egal, was man anklickt, der nachfolgende Bildschirm ist identisch.

[Autor: uli]

Rechenschieber

30. April 2015

Wer weiß noch, was ein Rechenschieber ist? Wir hatten damals eine Klassenbestellung bei Schreibwaren Mey aufgegeben und dann monatelang – wenn nicht jahrelang – im Unterricht damit gekämpft. Aber genial waren die Dinger schon. Doch eines schönen Tages gab es eine Klassenbestellung Texas-Instruments TI-30 und der Rechenschieber wanderte zuerst in die Schublade und dann in den Müll.

Für alle, die keine Ahnung haben, worum es hier geht, die mögen bitte mein Lieblingsblog konsultieren, da wird heute nicht nur alles über Rechenschieber erklärt, sondern auch, wie sie funktionieren, wo man einen virtuellen im Netz findet und: Wo man heute noch fabrikneue Rechenschieber kaufen kann, von denen damals anscheinend zuviele produziert wurden.

[Autor: uli]

Mörderisch

27. April 2015

Ein römisches Täfelchen, …

… eine männliche Leiche …

… süße Indizien …

… sowie viele, viele Hinweise …

… sind die Zutaten für das toll inszenierte Krimispektakel “Mord im Museum”. Dabei betritt man auch Räume des württembergischen Landesmuseums im Stuttgarter Alten Schloss, die normalen Zuschauern verborgen bleiben.


Wer war’s – die Museumsdirektorin, die Gräfin, der Assistent, die Restauratorin, der Aufseher?

Zwar schaffte es unsere Ermittlergruppe vergangenen Donnerstag nicht, den Fall zu lösen. Großen Spaß gemacht hat es dennoch.

Die nächste Gelegenheit, den Mörder (oder die Mörderin?) zu jagen, bietet sich im September.

[Autor: uli]

Gnadenlos

27. April 2015

Immer immer wieder wieder hörenswert: Hannes Bauer (links) samt Orchester Gnadenlos (rechts). Mir pfeifen noch die Ohren vom Freitagabend-Konzert im Glemser “Hirsch”.

Immer wieder hörenswert: Hannes Bauer & Orchester Gnadenlos

Der Mann spielt seit 30 Jahren die gleichen pubertären Songs …

Marleen, die wohnt gleich neben mir,
an der Haltestelle steh ich jeden Morgen neben ihr,
ich würd sie gern viel öfter sehn,
Marleen, Marleen, Marleen

… für Biker …

Draußen isses dunkel, nur im Schuppen brennt noch Licht
Jo fummelt am Ofen, Öl und Dreck im Gesicht,
Er flucht und derh tnoch eben die letzte Schranube rein,
da tritt jemand von außen die Werkstatttüre ein:
“Hallo Jo, schön dich zu sehn,
ich krieg noch n Riesen von dir.”

… und Bluesrocker (“Ich hau ab”, die eingedeutschte Gibgas-Variante von Alvin Lees “Goin home”) und hat dabei auch noch vor dreißig Leuten in der Dorfkneipe einen solchen Spaß, dass man immer immer wieder wieder hingehen muss. Deutscheren Rock’n'Roll gibt’s auch von seinem Chef nicht. Schon gar nicht als Trio.

[Autor: uli]

Stefan Beck ist tot.

21. April 2015

Den Tag vergesse ich nie. Du kamst ins TVV-Zimmer, warst richtig euphorisch und sagtest, da ist etwas, das wird die Welt verändern. Es nenne sich Hypertext. “Wozu soll das gut sein?”, fragte ich. “Alles wird vernetzt”, sagtest du, “mit Hyperlinks”. Ich verstand kein Wort. Später, als wir zusammen vor dem Bildschirm saßen und uns per Mosaic durchs ruckelnde Internet klickten, kapierte ich. Aber erst Jahre danach wurde mir klar, dass du schon damals wusstest, dass ein neues Zeitalter begonnen hatte.

Auch wenn wir uns schon lange aus den Augen verloren haben, gibt es täglich Gelegenheiten, bei denen ich an dich denken muss. Und das hat sicher den Grund, dass du der gleichzeitig scharfsinnigste wie warmherzigste Mensch warst, mit dem ich zusammenarbeiten und von dem ich lernen durfte. In meiner Erinnerung sehe ich dich stets lachen. Das macht mich leider nicht weniger traurig. Es ist nicht fair, dass du gehen musstest.

[Autor: uli]

Der ganz normale Dietl-Wahnsinn

30. März 2015

Alles haben wir gekuckt von ihm. Und uns mit zunehmendem Gewinn in seinem Werk nach hinten durchgearbeitet. Klar, zuerst und immer wieder “Kir Royal”. Dann den “Monaco Franze” und danach die “Münchner Geschichten”. Und dann erst vergangene Woche und unglaublicherweise zum ersten Mal “Der ganz normale Wahnsinn”, eine Serie, die nichts weniger ist, als es der Titel verspricht. Zwölf Folgen aus dem Jahr 1979 über den (natürlich) scheiternden Journalisten und Autor Maximilian Glanz auf der Suche nach dem Glück, einer bezahlbaren Wohnung in München und einer funktionierenden Beziehung.

“Woran es liegt, dass der Einzelne sich nicht wohl fühlt, obwohl es uns allen doch so gut geht” heißt das Buch, das dieser Maximilian Glanz schreiben will (und es tut, aber kurz nach Druck und Verlagskonkurs umgehend wieder eingestampft wird). Und alle, aber auch alle Probleme (nur ohne Handys) die diesen neurotischen Glanz 1979 umtreiben, die gibt es heute noch genau so. Derart frech und kompromisslos ist das inszeniert (mitsamt einer völlig wahnsinnigen Abschluss-Folge), dass man da heute nur noch staunen kann. 36 Jahre später! Wie nennt man das noch mal? Ach ja. Visionär. Das war Helmut Dietl. Heute Mittag ist er gestorben. Er hat das deutsche Fernsehen um so vieles sehenswerter gemacht.

[Autor: wog]

Volle Kanne

27. März 2015

Volle Kanne“? Bis gestern wusste ich nicht einmal, dass es eine solch benamste ZDF-Sendung überhaupt gibt. Danke Bastian Melnyk, einst Gast bei “Das Letz niest”, färbt nun etwas Weltruhm auf uns ab, denn der war gestern dort zu Gast. Den Beitrag findet man noch in der ZDF-Mediathek und Bastian schreibt über sein ZDF-Abenteuer in seinem Blog: Volle Kanne Weltruhm.

[Autor: uli]

elektromobil (1)

19. März 2015

Ich drehe den Zündschlüssel um, ein Signal ertönt, das Display sagt “READY”. Der Lüfter der Klimaanlage läuft leise auf Stufe eins. Mehr ist nicht zu hören. Ich stelle den Wählhebel auf “D” und tippe vorsichtig aufs Gaspedal. Das Auto bewegt sich geräuschlos und rollt vom Hof des Autohauses. Ein irritiert dreinschauender Fußgänger lässt mich grinsen. Ich habe soeben ein Elektroauto gekauft. Es ist Donnerstag, der 30. Januar 2014. Eine neue Zeit beginnt.


Nachbau des ersten Elektromobils von A. Flocken. (Foto: Franz Haag, Quelle: Wikipedia)

Neu? Meine Großmutter wurde 1889 geboren. Damals gab es bereits Elektroautos. 1839 baute der Schotte Robert Anderson das erste Elektrofahrzeug, seit 1888 stellte die Coburger Maschinenfabrik A. Flocken den weltweit ersten elektrisch angetriebenen Personenkraftwagen her. Zwei Jahre zuvor hatte Carl Benz seinen mit Verbrennungsmotor angetriebenen Motorwagen zum Patent angemeldet. Zusammen mit der schon länger bewährten Dampfmaschinentechnologie gab es also drei konkurrierende Antriebskonzepte für Motorwagen.

Ende des 19. Jahrhunderts schien klar, wie diese drei Gattungen den wachsenden Markt von Motorfahrzeugen unter sich aufteilen würden. Der Präsident des “Mitteleuropäischen Motorwagen-Vereins”, Oberbaurat a.D. Klose, beschrieb dies 1897 so:

“Als Motorfahrzeuge, welche ihre Energie zur Fortbewegung mit sich führen, machen sich zur Zeit drei Gattungen bemerkenswert, nämlich: durch Dampf bewegte Fahrzeuge, durch Oelmotoren bewegte Fahrzeuge und durch Elektrizität bewegte Fahrzeuge. Die erste Gattung dürfte voraussichtlich in Zukunft hauptsächlich für Wagen auf Schienen und schwere Straßen-Fahrzeuge in Betracht kommen, während das große Gebiet des weiten Landes von Oelmotorfahrzeugen durcheilt werden und die glatte Asphaltfläche der großen Städte wie auch die Straßenschiene von mit Sammlerelektrizität getriebenen Wagen belebt sein wird.” (Quelle: Wikipedia)

Tatsächlich wurde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts die überwiegende Mehrheit der für den Personen- und Gütertransport eingesetzten Fahrzeuge sowohl in den USA als auch in Europa elektrisch betrieben. Selbst Kaiser Wilhelm II. hatte drei Elektroautos in seinem Fuhrpark. “Um 1900 waren in den USA 40% der Automobile Dampfwagen, 38% Elektrowagen und 22% Benzinwagen. Der Höhepunkt der Elektroautowelle wurde 1912 erreicht: 20 Hersteller bauten 33.842 Elektroautos.” (Wikipedia) Auch die symbolträchtige Geschwindigkeitsmarke von 100 Stundenkilometern wurde 1899 erstmals von einem Elektrofahrzeug überschritten.

Antriebe der Automobile in den USA um 1900 in %

Warum setzte sich ab 1910 dann trotzdem das Automobil mit Verbrennungsmotor durch? Dazu gibt es verschiedene Theorien. Sicherlich spielte die Erfindung des Anlassers eine Rolle, denn bis dahin mussten Benzinautos mühsam angekurbelt werden. Zudem hatten sie eine größere Reichweite. In den USA baute Standard Oil das Vertriebsnetz für Benzin aus und Henry Ford stellte sein T-Modell von Äthanol auf Benzin um. Möglicherweise – so die Theorie des niederländischen Technikhistorikers Gijs Mom – verhinderten auch kulturelle Faktoren die Verbreitung des Elektro-Autos.

Erst 80 Jahre später – im Zeichen wachsenden Umweltbewusstseins, angesichts der zweiten Ölkrise und mit der Entwicklung besserer Batterien – begannen Ingenieure in den 1990er Jahren, das alte Konzept E-Mobil wieder auf die Agenda zu setzen. Aber es dauerte fast weitere 20 Jahre, bis die großen Automobil-Hersteller ernsthaft daran dachten, Serienfahrzeuge mit Elektroantrieb zu bauen.

Eins ist jetzt meins.

(Fortsetzung folgt)

[Autor: uli]