Anzahl der Jahre, die vergangen sind, seitdem der Atomwaffensperrvertrag in Kraft trat: 40.
Anzahl der Mitglieder ohne Atomwaffen: 183
Anzahl der Mitglieder mit Atomwaffen, die diese behalten dürfen: 5
Anzahl der Nicht-Mitglieder mit Atomwaffen: 4
Nutzen des Vertrags: 0
Verhältnisse (15)
uli, 5. März 201010.000.000.000
uli, 4. März 2010Heute abend wird der zehnmilliardste Tweet erwartet. Es gibt sogar einen Countdown dazu.
Schätzungsweise wird um diese Zeit herum Twitter mal kurz zusammenbrechen, weil jeder versucht, den Jubiläums-Tweet abzusetzen. Ob der Counter bis dahin durchhält, darf bezweifelt werden.
Little Brother
uli, 3. März 2010
Vor kurzem hatte ich darauf hingewiesen, dass es “Little Brother” von Cory Doctorow jetzt auch als Hörbuch der im Internet kostenlos verfügbaren PDF-Version gibt. Nun erschien das Buch in neuer Übersetzung im Rowohlt-Verlag und die FAZ brachte eine Besprechung.
Die Original-Übersetzung von Christian Wöhrl, die auf seiner Webseite abzurufen war, wurde von der Internetgemeinde in einigen Zigtausend Exemplaren heruntergeladen. Nun werden es - so Christian - durch die FAZ-Besprechung wahrscheinlich noch ein paar mehr. Umgekehrt dürfte die Bekanntheit des Buches dem kommerziellen Erfolg des Buches nicht gerade im Wege stehen. Cory Doctorow jedenfalls, so die FAZ, “ist überzeugt, dass die freie Verbreitung im Internet den Verkaufszahlen seines Buchs nicht schadet”.
Für mich ein faszinierendes Beispiel für das produktive Zusammenwirken von “alten” und “neuen” Medien, dem Sinn von Creative-Commons-Projekten und der alten Einsicht, dass sich Qualität früher oder später durchsetzt.
Wenn jetzt noch Christian für seine kostenlose Vorarbeit vom Verlag entlohnt würde, wäre auch mein Gerechtigkeitsempfinden wieder im Lot.
Eher unpopuläre Berufe in Prenzlauer Berg (1)
wog, 25. Februar 2010Kuscheltier-Entführer
Der K.-E. bestreitet seinen Lebensunterhalt durch das so gezielte wie heimtückische Entführen von Kuscheltieren aus Kleinkinderhänden mit anschließenden niederträchtigen Lösegeldforderungen. Das natürliche Habitat des K.-E.s sind überwiegend stark frequentierte Spielplätze, wobei sich der K.-E. an den Randgebieten aufhält und in der Nähe unachtsam abgestellter Kinderwagen seiner Beute auflauert.
Hat der K.-E. ein Tier entführt, beobachtet er den ausgeraubten Wagen, verfolgt die zunächst noch frischlufteuphorisierte Jungfamilie in deren heimisches Domizil und heftet aus zermürbungstaktischen Gründen erst anderntags einen zunächst unscheinbaren Zettel der Aufschrift “Stofftier gefunden! Kontakt xxxxxx” an die Tür. Den aufgrund heftigster Schreikrämpfe übernächtigten und jeden Preis abnickenden Eltern knöpft er dann beträchtliche Summen ab.
Zu erkennen ist der K.-E. an seinem vornehmen Auftreten und gepflegten Äußeren sowie seiner roten Corvette und der dazugehörigen geräumigen Sechs-Zimmer-Dachgeschoss-Wohnung am Kollwitzplatz.
Schur Fitz (Nachschlag)
uli, 25. Februar 2010Die Bilder von @lana74 sind jetzt online. Toll.
Wer unsere Texte, die für die Lesung gestrafft wurden, im Original (und gelegentlich auch bebildert) nachlesen möchte, kann dies hier tun:
- Rotze
- Abgeamselt
- Alles über das Nichtsbuch (fortgesetzt im Nichtsblog)
- Dachhund
- Die Laubenpiepergeschichten
- Ohrwurm (Teil I der Grönlandberichte)
[Dieser Beitrag geht auf eine Initiative des Herrn Fitz zurück.]
Schur Fitz
uli, 24. Februar 2010Wenn das Konzept irgendwann nicht mehr funktioniert, kann man mit diesem Namen immerhin noch einen Friseurladen eröffnen. Bisher sind die Prenzelberger aber noch sicher vor der Fitzschen Schere, denn auch der fünfte Jour Fitz war pratzelvoll und das Publikum vergnügt und trinkfest. Wir durften dies am Montag von der Lesebühne aus beobachten:

Das Aufkommen an Twitterern war so hoch, dass ich fürchte, mein Hausarzt wird berühmt, weil er an mir das erste Auftreten des bis dato unbekannten iPhone-Krebses nachweisen wird. Eine Aufzählung der anwesenden Hashtag-Legenden würde unser Blog sprengen. Daher hier nur ein kleiner Nachklapp in Gestalt einiger Tweets, die unser Herz erwärmten:
Sehr viel bessere Bilder als wir machte übrigens @thomasmaier_, der die Vortragenden dankenswerterweise porträtierte. Wir warten außerdem noch gespannt auf die angekündigten Bilder von @lana74.
PS: Das Instrument heißt Mandoline, nicht Ukulele, wie der Herr Fitz zu betonen nicht müde wurde.
Nachschlag:
Die stimmungsvollen Bilder von @lana74 sind jetzt online. Toll.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Ministerium
uli, 19. Februar 2010Manchmal darf man direkt in die Köpfe derer reinschauen, die uns regieren. Heute morgen um 7 Uhr 15 in den von Dirk Niebel, dem neuen Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In dieser Funktion steht er aus zweierlei Gründen in der Kritik. Zum einen, weil er in seiner Zeit als Generalsekretär der damals oppositionellen FDP stets die Abschaffung dieses Ministeriums gefordert hatte, zum anderen, weil ihm eine zu enge Verquickung seines Ministeriums mit der Bundeswehr vorgeworfen wird. Er selbst ist Hauptmann der Reserve.
Heute morgen interviewte ihn der Deutschlandfunk zu den Vorwürfen, er besetze Posten in seinem Ministerium nach FDP-Parteibuch sowie im Freundeskreis. Niebel hegt keinerlei Zweifel an seinem Vorgehen, sondern hält es für völlig legitim. Nebenbei erklärt er unverhohlen, das Beförderungswellen anscheinend normal sind bei Ministerwechseln: “Es sind sehr, sehr viele Mitarbeiter des Ministeriums bisher schon in neue, höhere Stellen gekommen und es wird noch weitere geben.”
Tiefe Einblicke gewähren Niebels Einlassungen, als er darauf angesprochen wird, wer ihn in seiner eigenen Bundeswehr-Dienstzeit zum Hauptmann befördert habe. Die eine Dienstschlaufe, so erzählt er voller Stolz, habe ihm der damalige Verteidigungsminister Jung umgebunden, die andere der Oberst Eggelmeyer. Eben jener Oberst, den er soeben zum Abteilungsleiter in seinem Ministerium gemacht hat.
Dank an den Deutschlandfunk und hier Friedbert Meurer, der es mit seinen genauen Fragen schafft, uns ins Hirn der Mächtigen schauen zu lassen. Für den Ekel, der sich dabei einstellt, kann das Radio nichts.
PS: Ob es hilft, sich direkt mit “denen da oben” ins Benehmen zu setzen, um etwas zu ändern, testet gerade Jörg Kahle. Passt irgendwie hierher.
[Das Interview mit Dirk Niebel kann auch im O-Ton nachgehört werden.]
Anna P., Werbeberaterin Dia-Blog
uli, 16. Februar 2010Anna P. schrieb:
> Sehr geehrter Administrator,
>
> mein Name ist Anna P. und ich bin als Werbeberaterin in der Agentur Top… tätig.
>
> Top… vertritt renommierte Unternehmen, die im Rahmen ihrer Online-Marketingkampagne auf der Suche nach geeigneten Werbepartnern sind. Da Ihre Webseite mir besonders interessant erscheint, würde ich mich gerne bei Ihnen erkundigen, ob Sie daran interessiert sind gegen Bezahlung passende Werbeformate auf Ihrer Webseite einzubinden. Gerne kann ich Ihnen auf Ihren Wunsch ein konkretes und unverbindliches Angebot zuschicken.
>
> Bei Interesse sende ich Ihnen gerne weiteres Informationsmaterial zu.
>
> Mit den besten Grüßen,
>
> Anna P.
> Werbeberaterin
> Business Development Department
> Top…
Sehr geehrte Frau P.,
wir sind immer an Werbeberaterinnen interessiert und haben da schon gute Erfahrungen gemacht:
http://www.dia-blog.de/2008/09/sandra-n-werbeberaterin-dia-blog/
Schicken Sie uns ihr Informationsmaterial also immer zu. Wir melden uns dann.
LG
Das Letz nas
uli, 15. Februar 2010An dieser Stelle erstmal nur ein kurzer Dank an alle, die mitgewirkt haben, an alle, die gekommen sind und an alle, die berichteten. Letztere werden nach und nach auf der zugehörigen Webseite unter “Rückblicke” versammelt.
Da ich vergaß, eine Kamera mitzunehmen, hoffe ich auf Input von anderer Seite. Der Blitzfrequenz im Saal nach zu urteilen, müssten etwa Trölfzillionen Pics im Web rumwabern.
Voll war’s. Schön war’s. Danke.
Update:
Die ersten Bilder tröpfeln ein. Von Jo.

Lars Hilscher aka eldersign

uli und wog vom Dia-Blog

Niels Ott aka DrNI

Jan-Uwe Fitz aka Vergraemer
Und dann passierte anderntags noch etwas:
Jour Fitz V
uli, 12. Februar 2010
Wo wir grad so schön beim Vorlesen sind: Auch anderswo wird diesem Zeitvertreib gefrönt. Zum Beispiel in der Hauptstadt. Dort veranstaltet der @Vergraemer aka Taubenvergrämer aka Jan-Uwe Fitz (rechts) am 22. Februar zum fünften Mal seine Jour Fitz (wir berichteten).
All dies wäre nicht weiter erwähnenswert, hätte nicht im Frühherbst letzten Jahres folgender E-Mail-Trialog stattgefunden (aus der Erinnerung nachgeformt):
juf schrub:
He, ihr Säcke, wollt ihr nicht beim Jour Fitz lesen?uli schrub:
Wasndas?wog schrub:
Gibts da Groupies?juf schrub:
Büdde! Am 22. Februar.wog schrub:
Gibts da Groupies?juf schrub:
Büdde, büdde!uli schrub:
Zahlstn?juf schrub:
Ich trete euch 5.000 Follower ab.wog schrub:
Sind da auch Groupies bei?uli schrub:
8.000.juf schrub
gebongt.wog schrub:
davon mind. 3.000 Groupies!juf schrub:
gebongt.
Natürlich erhielten wir weder 8.000 Follower noch 3.000 Groupies. Vielmehr wurden per Fleurop 8 Forellen und 3 Guppies angeliefert. Wir kauften ihnen ein Aquarium und verfluchten den Herrn Fitz. Seither hat er einen unsichtbaren Buckel.
Wir lesen trotzdem. Ehrensache.





