Verhältnisse (16)

uli, 19. März 2010

Neue Schulden, die die Bundesregierung dieses Jahr aufnimmt:
80.000.000.000 Euro

Einwohnerzahl Deutschlands:
80.000.000

Durchschnittlicher Anteil, der auf jeden Bundesbürger fällt:
1.000 Euro

Liebe FDP, kannst du mir bitte nochmal das Konzept mit den Steuersenkungen erklären?

Facebook-Twitter-Fail

uli, 11. März 2010

Liebe SPD Leipzig,

das mit den sozialdemokratischen Netzwerken, das üben wir noch.

SPD Leipzig

[via @isdjan und weitere Retweeter]

Verhältnisse (15)

uli, 5. März 2010

Anzahl der Jahre, die vergangen sind, seitdem der Atomwaffensperrvertrag in Kraft trat: 40.
Anzahl der Mitglieder ohne Atomwaffen: 183
Anzahl der Mitglieder mit Atomwaffen, die diese behalten dürfen: 5
Anzahl der Nicht-Mitglieder mit Atomwaffen: 4
Nutzen des Vertrags: 0

10.000.000.000

uli, 4. März 2010

Heute abend wird der zehnmilliardste Tweet erwartet. Es gibt sogar einen Countdown dazu.

gigatweet

Schätzungsweise wird um diese Zeit herum Twitter mal kurz zusammenbrechen, weil jeder versucht, den Jubiläums-Tweet abzusetzen. Ob der Counter bis dahin durchhält, darf bezweifelt werden.

Little Brother

uli, 3. März 2010

coverlb180Vor kurzem hatte ich darauf hingewiesen, dass es “Little Brother” von Cory Doctorow jetzt auch als Hörbuch der im Internet kostenlos verfügbaren PDF-Version gibt. Nun erschien das Buch in neuer Übersetzung im Rowohlt-Verlag und die FAZ brachte eine Besprechung.

Die Original-Übersetzung von Christian Wöhrl, die auf seiner Webseite abzurufen war, wurde von der Internetgemeinde in einigen Zigtausend Exemplaren heruntergeladen. Nun werden es - so Christian - durch die FAZ-Besprechung wahrscheinlich noch ein paar mehr. Umgekehrt dürfte die Bekanntheit des Buches dem kommerziellen Erfolg des Buches nicht gerade im Wege stehen. Cory Doctorow jedenfalls, so die FAZ, “ist überzeugt, dass die freie Verbreitung im Internet den Verkaufszahlen seines Buchs nicht schadet”.

Für mich ein faszinierendes Beispiel für das produktive Zusammenwirken von “alten” und “neuen” Medien, dem Sinn von Creative-Commons-Projekten und der alten Einsicht, dass sich Qualität früher oder später durchsetzt.

Wenn jetzt noch Christian für seine kostenlose Vorarbeit vom Verlag entlohnt würde, wäre auch mein Gerechtigkeitsempfinden wieder im Lot.

Eher unpopuläre Berufe in Prenzlauer Berg (1)

wog, 25. Februar 2010

Kuscheltier-Entführer

Der K.-E. bestreitet seinen Lebensunterhalt durch das so gezielte wie heimtückische Entführen von Kuscheltieren aus Kleinkinderhänden mit anschließenden niederträchtigen Lösegeldforderungen. Das natürliche Habitat des K.-E.s sind überwiegend stark frequentierte Spielplätze, wobei sich der K.-E. an den Randgebieten aufhält und in der Nähe unachtsam abgestellter Kinderwagen seiner Beute auflauert.

Hat der K.-E. ein Tier entführt, beobachtet er den ausgeraubten Wagen, verfolgt die zunächst noch frischlufteuphorisierte Jungfamilie in deren heimisches Domizil und heftet aus zermürbungstaktischen Gründen erst anderntags einen zunächst unscheinbaren Zettel der Aufschrift “Stofftier gefunden! Kontakt xxxxxx” an die Tür. Den aufgrund heftigster Schreikrämpfe übernächtigten und jeden Preis abnickenden Eltern knöpft er dann beträchtliche Summen ab.

Zu erkennen ist der K.-E. an seinem vornehmen Auftreten und gepflegten Äußeren sowie seiner roten Corvette und der dazugehörigen geräumigen Sechs-Zimmer-Dachgeschoss-Wohnung am Kollwitzplatz.

Schur Fitz (Nachschlag)

uli, 25. Februar 2010

Die Bilder von @lana74 sind jetzt online. Toll.

Wer unsere Texte, die für die Lesung gestrafft wurden, im Original (und gelegentlich auch bebildert) nachlesen möchte, kann dies hier tun:

[Dieser Beitrag geht auf eine Initiative des Herrn Fitz zurück.]

Schur Fitz

uli, 24. Februar 2010

Wenn das Konzept irgendwann nicht mehr funktioniert, kann man mit diesem Namen immerhin noch einen Friseurladen eröffnen. Bisher sind die Prenzelberger aber noch sicher vor der Fitzschen Schere, denn auch der fünfte Jour Fitz war pratzelvoll und das Publikum vergnügt und trinkfest. Wir durften dies am Montag von der Lesebühne aus beobachten:

jf1

Das Aufkommen an Twitterern war so hoch, dass ich fürchte, mein Hausarzt wird berühmt, weil er an mir das erste Auftreten des bis dato unbekannten iPhone-Krebses nachweisen wird. Eine Aufzählung der anwesenden Hashtag-Legenden würde unser Blog sprengen. Daher hier nur ein kleiner Nachklapp in Gestalt einiger Tweets, die unser Herz erwärmten:

jftweet4

jftweet3

jftweet2

jftweet1

Sehr viel bessere Bilder als wir machte übrigens @thomasmaier_, der die Vortragenden dankenswerterweise porträtierte. Wir warten außerdem noch gespannt auf die angekündigten Bilder von @lana74.

PS: Das Instrument heißt Mandoline, nicht Ukulele, wie der Herr Fitz zu betonen nicht müde wurde.

Nachschlag:
Die stimmungsvollen Bilder von @lana74 sind jetzt online. Toll.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Ministerium

uli, 19. Februar 2010

Manchmal darf man direkt in die Köpfe derer reinschauen, die uns regieren. Heute morgen um 7 Uhr 15 in den von Dirk Niebel, dem neuen Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In dieser Funktion steht er aus zweierlei Gründen in der Kritik. Zum einen, weil er in seiner Zeit als Generalsekretär der damals oppositionellen FDP stets die Abschaffung dieses Ministeriums gefordert hatte, zum anderen, weil ihm eine zu enge Verquickung seines Ministeriums mit der Bundeswehr vorgeworfen wird. Er selbst ist Hauptmann der Reserve.

Heute morgen interviewte ihn der Deutschlandfunk zu den Vorwürfen, er besetze Posten in seinem Ministerium nach FDP-Parteibuch sowie im Freundeskreis. Niebel hegt keinerlei Zweifel an seinem Vorgehen, sondern hält es für völlig legitim. Nebenbei erklärt er unverhohlen, das Beförderungswellen anscheinend normal sind bei Ministerwechseln: “Es sind sehr, sehr viele Mitarbeiter des Ministeriums bisher schon in neue, höhere Stellen gekommen und es wird noch weitere geben.”

Tiefe Einblicke gewähren Niebels Einlassungen, als er darauf angesprochen wird, wer ihn in seiner eigenen Bundeswehr-Dienstzeit zum Hauptmann befördert habe. Die eine Dienstschlaufe, so erzählt er voller Stolz, habe ihm der damalige Verteidigungsminister Jung umgebunden, die andere der Oberst Eggelmeyer. Eben jener Oberst, den er soeben zum Abteilungsleiter in seinem Ministerium gemacht hat.

Dank an den Deutschlandfunk und hier Friedbert Meurer, der es mit seinen genauen Fragen schafft, uns ins Hirn der Mächtigen schauen zu lassen. Für den Ekel, der sich dabei einstellt, kann das Radio nichts.

PS: Ob es hilft, sich direkt mit “denen da oben” ins Benehmen zu setzen, um etwas zu ändern, testet gerade Jörg Kahle. Passt irgendwie hierher.

[Das Interview mit Dirk Niebel kann auch im O-Ton nachgehört werden.]

Anna P., Werbeberaterin Dia-Blog

uli, 16. Februar 2010

Anna P. schrieb:
> Sehr geehrter Administrator,
>
> mein Name ist Anna P. und ich bin als Werbeberaterin in der Agentur Top… tätig.
>
> Top… vertritt renommierte Unternehmen, die im Rahmen ihrer Online-Marketingkampagne auf der Suche nach geeigneten Werbepartnern sind. Da Ihre Webseite mir besonders interessant erscheint, würde ich mich gerne bei Ihnen erkundigen, ob Sie daran interessiert sind gegen Bezahlung passende Werbeformate auf Ihrer Webseite einzubinden. Gerne kann ich Ihnen auf Ihren Wunsch ein konkretes und unverbindliches Angebot zuschicken.
>
> Bei Interesse sende ich Ihnen gerne weiteres Informationsmaterial zu.
>
> Mit den besten Grüßen,
>
> Anna P.
> Werbeberaterin
> Business Development Department
> Top…

Sehr geehrte Frau P.,

wir sind immer an Werbeberaterinnen interessiert und haben da schon gute Erfahrungen gemacht:
http://www.dia-blog.de/2008/09/sandra-n-werbeberaterin-dia-blog/

Schicken Sie uns ihr Informationsmaterial also immer zu. Wir melden uns dann.

LG