Gerne in die Kommentare.
Kategoriearchiv: Diaspora
Heuneburg
Alle paar Jahre schauen wir auf der Heuneburg vorbei, denn die Ausgrabungen in „Pyrene“, der ältesten Stadt nördlich der Alpen – „als das antike Rom noch eine unbedeutende Stadt am Tiber war“ -, schreiten stetig voran und jedes Mal gibt es Neues zu entdecken. Dieses Mal seltsame Skelettfunde auf der Ostseite. Außerdem erzählte uns die freundliche Frau im Besucherzentrum noch einen Keltenwitz:
Sitzen zwei Kelten am Lagerfeuer.
Sagt der eine:
„Scheiß Kälte.“
Sagt der andere:
„Selber Scheiß-Kelte!“
Pfannkuchengesicht
Der Duden definiert es als „rundes Gesicht mit dicken Backen“. Bei uns ist es das, was manchmal beim samstäglichen Traditions-Familienessen nebenher entsteht. Mal ein Smiley, mal eine Lokomotive, mal ein Igel. Letzten Samstag war es Sherlock Holmes, der den Weg aus der Pfanne gefunden hat.
Ok, es ist noch Luft nach oben.
Bürokratiemonster
Auf nichts wird in Deutschland mehr geschimpft als die Bürokratie. Alle hassen es, aufs Rathaus zu müssen oder in irgendwelchen Bürgerbüros anzustehen. Die Digitalisierung schleicht, der Datenschutz bremst alles aus, die Mitarbeiter sind faul, alles ist furchtbar kompliziert, … Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.
Neulich lief mein Pass ab. Die Beantragung lief reibungslos, sogar das Foto konnte direkt im Bürgerbüro gemacht werden. Aber natürlich werden die Pässe nicht im Rathaus ausgestellt, sondern bei der Bundesdruckerei. Darum musste ich den Pass persönlich abholen. Das war gestern und lief so ab:
10 Uhr 11: Ich erhalte eine Mail: „Ihr Ausweisdokument ist abholbereit.“
10 Uhr 25: Ich lese die Mail und schaue auf der Website der Stadt nach, wann der nächste Termin im Bürgerbüro frei ist. Das ist um 11 Uhr 20. Ich buche den Termin.
10 Uhr 28: Mail: „Terminanfrage eingegangen“
10 Uhr 34: Mail: „Termin bestätigt“
11 Uhr 20: Ich hole den Pass ab. Fertig.
Das Monster war wohl im Urlaub.
Bildquelle: Von Boereck 16:21, 5 May 2006 (UTC) – Eigenes Werk, Gemeinfrei, Link
Jubiläum
Als ich gestern abend meiner Schwägerin zum Geburtstag gratulierte, fiel mir etwas auf. Der erste Beitrag in diesem Blog wurde am Tag nach ihrem Geburtstag geschrieben. Genau heute vor zwanzig Jahren.
Schräge Vögel
Spekulationen über Spekulatius
Eigentlich gibt es bei uns Weihnachtsgebäck erst ab dem 1. Advent. Mit Schaudern fotografieren wir jedes Jahr im Sommerurlaub die Dominosteine in österreichischen Supermärkten. Aber wenn grad keiner hinschaut, knabbern auch wir schon Ende November die eine oder andere Leckerei, die nach Kardamom, Gewürznelke oder Zimt riecht. Zum Beispiel Spekulatius. Dieses Formgebäck aus gewürztem Mürbeteig in Form von figürlichen Darstellungen triggert das mitteleuropäische Hirn sofort zu Assoziationen mit winterlichem Wetter, Ofenfeuer, Kerzen und Punsch.
Neulich öffneten wir die erste Spekulatius-Packung, erbrachen das weihnachtliche Siegel und schaufelten uns das süchtigmachende Gebäck mit beiden Händen in die triefenden Lefzen. Nachdem der erste Wahn versabbert war und erste Anzeigen von Magenverstimmung auftraten, kam eine Diskussion auf, die vermutlich an jedem Weihnachtstisch Jahr für Jahr stattfindet: Was um aller Welt ist denn darauf abgebildet? Das leichteste Motiv dürfte die Windmühle sein, einfach auszurechnen, weil „Speculaas“ schließlich aus Holland kommt. Der Name entstammt im übrigen der lateinischen Bezeichnung für Bischof, der kirchenadministrativ ein Aufseher, also „speculator“ war. Und das wiederum war ein Beiname des Heiligen Nikolaus, an dessen Geburtstag am 6. Dezember das Gebäck traditionell an Kinder verschenkt wurde.
Um den Heiligen Nikolaus ranken sich sehr viele Legenden. Eine davon – die Bekämpfung der Diana – ist besonders abstrus unlogisch. Nikolaus bekämpfte in seinem Heimatort Myra den Glauben an die alten römischen Götter. Er ließ daher einen der Diana geweihten Baum fällen. Daraufhin stellte die Göttin (die es laut Nikolaus ja gar nicht gab) griechisches Feuer her (das erst 400 Jahre später erfunden wurde) und versuchte damit in einer komplizierten Geschichte Seeleute auszutricksen, die nach Myra pilgerten, damit sie die dortige Kirche aus Versehen abfackelten. Nikolaus verhinderte das Unglück noch auf See und das göttliche Gebräu verbrannte auf dem Meer. Die Legende beweist also im Kern die Existenz römischer Götter, die über Zeitmaschinen verfügten.
Aber zurück zu den Motiven. Wikipedia weiß: „Die Abbildungen auf dem Gebäck stellen traditionell die Nikolausgeschichte dar, die durch Sortieren der Stücke anhand der Abbildungen erzählt werden konnte und etwa Motive wie Schiffe oder Pferde enthielten. Jedoch gibt es heute auch zeitgenössische belgische, niederländische oder deutsche Motive wie Bauernhäuser, Windmühlen, Schwäne oder Elefanten.“ In unserer Packung jedenfalls waren recht klar Nikolaus, Elefant, Schwan und Windmühle erkennbar. Aber was zur heiligen Diana ist das da?
Sachdienliche Hinweise bitte in die Kommentare. Am besten auch den Bezug zur Nikolausgeschichte erklären. Oder selber eine Legende erfinden.
Einstweilen habe ich die Herstellerfirma angeschrieben und warte auf Aufklärung.
Kid-Cuts (76) – Fettes Brot
Bahndurchsage
Mein täglicher Bummelzug hält unvermittelt vor dem nächsten Halt an, startet dann wieder und fährt schließlich langsam zur Haltestelle. Dann spricht der Zugführer:
„Liebe Mitreisende, aufgrund einer Person, die den Bahnübergang überquert hat, verzögert sich unsere Abfahrt, weil ich die Person jetzt aus dem Zug schmeißen muss.“
Kid-Cuts (75) – Doofer Mann
K2 (9) hört am abendlichen Esstisch viel über Politik und bildet sich auch eine Meinung über Donald Trump (78). Als sie hört, dass Trump verheiratet ist, ist sie überrascht.
K2: „Weiß die Frau, dass das so ein doofer Mann ist?“





