Hier stolzierten George Blaumeise, Paul Rotkehlchen, Ringo Buchfink und John Spatz über die Happy Road zum Meisenknödel.
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Spekulationen über Spekulatius
Eigentlich gibt es bei uns Weihnachtsgebäck erst ab dem 1. Advent. Mit Schaudern fotografieren wir jedes Jahr im Sommerurlaub die Dominosteine in österreichischen Supermärkten. Aber wenn grad keiner hinschaut, knabbern auch wir schon Ende November die eine oder andere Leckerei, die nach Kardamom, Gewürznelke oder Zimt riecht. Zum Beispiel Spekulatius. Dieses Formgebäck aus gewürztem Mürbeteig in Form von figürlichen Darstellungen triggert das mitteleuropäische Hirn sofort zu Assoziationen mit winterlichem Wetter, Ofenfeuer, Kerzen und Punsch.
Neulich öffneten wir die erste Spekulatius-Packung, erbrachen das weihnachtliche Siegel und schaufelten uns das süchtigmachende Gebäck mit beiden Händen in die triefenden Lefzen. Nachdem der erste Wahn versabbert war und erste Anzeigen von Magenverstimmung auftraten, kam eine Diskussion auf, die vermutlich an jedem Weihnachtstisch Jahr für Jahr stattfindet: Was um aller Welt ist denn darauf abgebildet? Das leichteste Motiv dürfte die Windmühle sein, einfach auszurechnen, weil „Speculaas“ schließlich aus Holland kommt. Der Name entstammt im übrigen der lateinischen Bezeichnung für Bischof, der kirchenadministrativ ein Aufseher, also „speculator“ war. Und das wiederum war ein Beiname des Heiligen Nikolaus, an dessen Geburtstag am 6. Dezember das Gebäck traditionell an Kinder verschenkt wurde.
Um den Heiligen Nikolaus ranken sich sehr viele Legenden. Eine davon – die Bekämpfung der Diana – ist besonders abstrus unlogisch. Nikolaus bekämpfte in seinem Heimatort Myra den Glauben an die alten römischen Götter. Er ließ daher einen der Diana geweihten Baum fällen. Daraufhin stellte die Göttin (die es laut Nikolaus ja gar nicht gab) griechisches Feuer her (das erst 400 Jahre später erfunden wurde) und versuchte damit in einer komplizierten Geschichte Seeleute auszutricksen, die nach Myra pilgerten, damit sie die dortige Kirche aus Versehen abfackelten. Nikolaus verhinderte das Unglück noch auf See und das göttliche Gebräu verbrannte auf dem Meer. Die Legende beweist also im Kern die Existenz römischer Götter, die über Zeitmaschinen verfügten.
Aber zurück zu den Motiven. Wikipedia weiß: „Die Abbildungen auf dem Gebäck stellen traditionell die Nikolausgeschichte dar, die durch Sortieren der Stücke anhand der Abbildungen erzählt werden konnte und etwa Motive wie Schiffe oder Pferde enthielten. Jedoch gibt es heute auch zeitgenössische belgische, niederländische oder deutsche Motive wie Bauernhäuser, Windmühlen, Schwäne oder Elefanten.“ In unserer Packung jedenfalls waren recht klar Nikolaus, Elefant, Schwan und Windmühle erkennbar. Aber was zur heiligen Diana ist das da?
Sachdienliche Hinweise bitte in die Kommentare. Am besten auch den Bezug zur Nikolausgeschichte erklären. Oder selber eine Legende erfinden.
Einstweilen habe ich die Herstellerfirma angeschrieben und warte auf Aufklärung.
Kid-Cuts (76) – Fettes Brot
Bahndurchsage
Mein täglicher Bummelzug hält unvermittelt vor dem nächsten Halt an, startet dann wieder und fährt schließlich langsam zur Haltestelle. Dann spricht der Zugführer:
„Liebe Mitreisende, aufgrund einer Person, die den Bahnübergang überquert hat, verzögert sich unsere Abfahrt, weil ich die Person jetzt aus dem Zug schmeißen muss.“
Kid-Cuts (75) – Doofer Mann
K2 (9) hört am abendlichen Esstisch viel über Politik und bildet sich auch eine Meinung über Donald Trump (78). Als sie hört, dass Trump verheiratet ist, ist sie überrascht.
K2: „Weiß die Frau, dass das so ein doofer Mann ist?“
Bürobesuch
Kid-Cuts (73) – steile Lernkurve
K2 (8) ist mit seinem Müsli fertig, steht auf und stellt die Müslischale in die Spüle. Es will jetzt sofort in die Kernzeitbetreuung. Aber Papa ist noch nicht fertig mit seinem Müsli.
Papa: Da musst du kurz warten. Ich muss noch den Tisch abräumen …
K2: Das kann ich ja machen.
(Räumt den Tisch ab.)
Papa: … und dein Schälchen spülen.
K2: Das kann ich ja machen.
(Lässt Wasser ins Schälchen laufen. Wasser spritzt durch die Küche.)
K2: Ihr müsst euren Kindern mal beibringen, wie man spült.
(Lernt spülen.)
Nicht vergessen
Sollte am Eingang jeder Sporthalle hängen:

Kid-Cuts (69) – Lieber nicht erwachsen werden
K2 (7), unvermittelt: „Papa, ich will nicht groß werden.“
Ich: „Warum?“
K2: „Ich habe ein schönes Leben.“
Kid-Cuts (68) – Zukunft
Ich zu K2 (7): „Wenn du so alt bist wie K1 jetzt, dann ist die schon lange aus dem Haus. Dann hast du uns alleine für dich.“
K2 denkt nach.
K2: „Dann kann ich hier wohnen, wenn ihr stirbt.“
Denkt nach.
K2: „Dann muss ich aber umbauen.“
Denkt nach. Zeigt auf die Uhr in der Küche.
K2: „Die schwarze Uhr kommt dann weg. Die gefällt mir nicht.“




