Ohrwurm

Schwoißfuaß - Laif (1980)

Schwoißfuaß – Laif (1980)

Diesmal weiß ich ganz sicher, woher meine aktuellen Ohrwürmer kommt, hatte ich doch beim samstäglichen Pfannkuchenbacken die erste Schwoißfuaß-Platte aufgelegt. 1979 habe ich die Band zum ersten Mal gesehen, im proppenvollen Mägerkinger „Rössle“ – damals noch mit Sulla Bratke am Schlagzeug und André Schnisa am Bass. Ein Jahr später kam die „Laif“-Scheibe heraus und verkaufte sich wie blöd, sowohl im katholischen Oberschwaben als auch in studentisch geprägten Alternativ-Kreisen. Und heute, 40 Jahre später fuhrwerkt wieder Alex Köberleins rollendes „R“ durch meine Ohrwindungen mit allen Songs, die damals schon durch die schwäbische Luft waberten. Von „Paule Popstar“ („Paule bass auf, sonschd isches zschbäd, du wirsch ganz langsam durch d‘ Scheiße drehd!“) über das Deutsche-Herbst-Lied „I fühl mi so verdächtig – so verdächtig ond alloi“ bis zum Demo-Song „Spreng, Karle, spreng!“ („Brubadschigiding, brubadschigidong, subagetschi, bagetschi, bagetschi, bagetschi, ding dong rabang dabang, yeah!“). Und natürlich André Schmusas „Fremde Zigaretten“.

Es gibt schlechtere Ohrwürmer. Danke, Schwoißfuaß!

Ostern in der alten und in der neuen Heimat

Wo ich groß wurde, lebt heute der Biber von seiner Rende. Das hätten wir uns damals nicht träumen lassen, in unserer traumhaften Kindheit an der Lauchert.

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Wie könnte das Mössinger Industriedenkmal Pausa neu genutzt werden? Architekturstudent*innen denken in der bereits umgenutzten Tonnenhalle darüber nach. Leider ist die Ausstellung schon wieder beendet.

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Homo universalis

Mit seinem performativen Fotoprojekt reist der Fotograf und Medienkünstler Wolf Nkole Helzle rund um die Welt und fotografierte dabei in den letzten 20 Jahren über 40.000 Menschen. Im Sommer 2016 wurden von ihm an mehreren Tagen rund 800 Menschen, die in Mariaberg leben und arbeiten und auch jene, die zu Besuch kamen, portraitiert. Die Ausstellung im Kreuzgang des Klostergebäudes zeigt alle Einzelportraits und das durch viele Prozesse hindurch entstandene „Gesicht von Mariaberg“ – eine fotografische Verdichtung, in der alle Einzelportraits gleichgewichtig enthalten sind.

Am Sonntag war die Ausstellungseröffnung und weil wir ein bisschen zu spät waren, hatten viele Besucher schon „ihr“ Bild mitgenommen.

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Eins aber bleibt auf jeden Fall hängen: Das Portrait des „Gesichts von Mariaberg“.

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Und das hier:

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Wer zufällig an Mariaberg vorbeikommt, sollte den kleinen Abstecher hoch ins Kloster machen und durch den Kreuzgang wandeln. Die Ausstellung ist bis zum 6.11.2016 montags bis donnerstags von 8-17 Uhr, freitags von 8-15 Uhr und sonntags von 13.30-16.30 Uhr zu besichtigen.

Ausstellungsflyer
Website von Wolf Nkole Helzle

Verhältnisse (25)

  • 1.000.000 – Anzahl der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns 1945
  • 1.000.000 – Anzahl der Flüchtlinge, die 1945 nach Mecklenburg-Vorpommern kamen
  • 1.600.000 – Anzahl der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns 2015
  • 23.000 – Anzahl der Flüchtlinge, die 2015 nach Mecklenburg-Vorpommern 1945 kamen
  • Wahlkampfthema Nummer 1 in Mecklenburg-Vorpommern: Flüchtlinge