Landart

Alle Jahre wieder versammeln wir uns – drei bis fünf Familien – meist im Oberen Donautal zum „Landart-Wochenende“. Aus Naturmaterialien werden Lichter-Flöße gebaut, erfundene Musikinstrumente, Blumenteppiche oder Steinmännchen. Alles ist für den Moment gemacht, oft ist schon anderntags die Kunst wieder weg. Kinder basteln mit Inbrunst Riesen aus Moos oder Zwerge aus Laub, Feen aus Löwenzahn oder Dampfer aus Hagebutten. Erwachsene werden zu Kindern und irgendwo hüpft immer jemand mit einer Kamera herum. Das ist die einzige Möglichkeit, das Geschaffene festzuhalten. Denn im Moment der Fertigstellung beginnt schon der Zerfall. Letztes Jahr konnten sich die kleinen und großen Andy Goldsworthys nicht treffen. Aber vielleicht landet wenigstens das eine oder andere Bild aus früheren Tagen hier:

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Und natürlich hoffen wir auf ein gutes Landart-Jahr 2021.

Ohrwurm

Schwoißfuaß - Laif (1980)

Schwoißfuaß – Laif (1980)

Diesmal weiß ich ganz sicher, woher meine aktuellen Ohrwürmer kommt, hatte ich doch beim samstäglichen Pfannkuchenbacken die erste Schwoißfuaß-Platte aufgelegt. 1979 habe ich die Band zum ersten Mal gesehen, im proppenvollen Mägerkinger „Rössle“ – damals noch mit Sulla Bratke am Schlagzeug und André Schnisa am Bass. Ein Jahr später kam die „Laif“-Scheibe heraus und verkaufte sich wie blöd, sowohl im katholischen Oberschwaben als auch in studentisch geprägten Alternativ-Kreisen. Und heute, 40 Jahre später fuhrwerkt wieder Alex Köberleins rollendes „R“ durch meine Ohrwindungen mit allen Songs, die damals schon durch die schwäbische Luft waberten. Von „Paule Popstar“ („Paule bass auf, sonschd isches zschbäd, du wirsch ganz langsam durch d‘ Scheiße drehd!“) über das Deutsche-Herbst-Lied „I fühl mi so verdächtig – so verdächtig ond alloi“ bis zum Demo-Song „Spreng, Karle, spreng!“ („Brubadschigiding, brubadschigidong, subagetschi, bagetschi, bagetschi, bagetschi, ding dong rabang dabang, yeah!“). Und natürlich André Schmusas „Fremde Zigaretten“.

Es gibt schlechtere Ohrwürmer. Danke, Schwoißfuaß!

Ostern in der alten und in der neuen Heimat

Wo ich groß wurde, lebt heute der Biber von seiner Rende. Das hätten wir uns damals nicht träumen lassen, in unserer traumhaften Kindheit an der Lauchert.

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Wie könnte das Mössinger Industriedenkmal Pausa neu genutzt werden? Architekturstudent*innen denken in der bereits umgenutzten Tonnenhalle darüber nach. Leider ist die Ausstellung schon wieder beendet.

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